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Gma/Fragment 026 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 1ff. (komplett)
Quelle: Hallenberger und Kaps 1991
Seite(n): 18, Zeilen: li.Sp. 6 ff., re.Sp. 13 ff.
[Der] Hauptgewinn bei „Doppelt oder nichts“ waren dagegen 160 Reichsmark, die sich, wie Hans-Otto Grünefeldt (ab 1951 Leiter der Unterhaltungsabteilung des Hessischen Rundfunks, später Fernseh-Programmdirektor des HR) berichtet, gleich der erste Kandidat der Sendung erspielte: «Aber als er eine echte Salami dazu bekam, vergaß er fast, die 160,- R-Mark zu kassieren».22 Die Reaktion des Kandidaten war verständlich – 1947 herrschte noch große wirtschaftliche Not, und es gab viele Versorgungsengpässe. Was florierte, war der Schwarzmarkt, und auf dem Frankfurter Schwarzmarkt hätte sich der Kandidat für seinen Gewinn gerade ein Kilogramm Zucker kaufen können.

Bis etwa Mitte der 80er Jahre blieb eine «Gewinn-Schere» zwischen amerikanischen und deutschen Quizsendungen generell erhalten. Danach hat sich das Genre in den USA und in der Bundesrepublik deutlich anders entwickelt. Während in den USA die Spielgewinne in Radio-Quizsendungen rasch enorme Höhen erreichten, blieben sie in der Bundesrepublik relativ niedrig. Ein wesentlicher Grund für diese Differenz lag in der unterschiedlichen Organisation des amerikanischen und des deutschen Rundfunks. Sowohl Radio als auch Fernsehen waren in den USA von Anfang an privatwirtschaftlich organisiert, in der Bundesrepublik waren beide Medien dagegen lange Zeit ausschließlich öffentlich-rechtliche.

Dazu wieder Hans-Otto Grünefeldt: «Als in den Jahren 1948/49 harte D-Mark ausgegeben wurden, begnügte man sich beim Hessischen Rundfunk mit dem Wertzuwachs der Gewinne durch die Währungsreform, obwohl die Anregungen nicht verstummten, den Endgewinn auf eine sensationellere Höhe heraufzusetzen. Im Gegenteil, in Frankfurt wie auch in anderen deutschen Funkhäusern machte man sich daran, Quiz-Sendungen zu entwickeln, die auf das Spannungsmoment des sensationellen Geldgewinnes verzichteten. Sie suchten ihren Reiz im fairen Geisteswettkampf von Einzelpersonen oder [Mannschaften, um in einem harmlos lustigen Gesellschaftsspiel die Ratelust der Hörer zu wecken».23]


22 Hätten Sie´s gewusst?: Die Quizsendungen und Game Shows des deutschen Fernsehens / Gerd Hallenberger / Joachim Kaps (Hg.) – Marburg: Jonas Verl., 1991

[23 Hätten Sie´s gewusst?: Die Quizsendungen und Game Shows des deutschen Fernsehens / Gerd Hallenberger / Joachim Kaps (Hg.) – Marburg: Jonas Verl., 1991]

Der Hauptgewinn bei »Doppelt oder nichts« waren dagegen 160 Reichsmark, die sich, wie Hans-Otto Grünefeldt (ab 1951 Leiter der Unterhaltungsabteilung des Hessischen Rundfunks, später Fernseh-Programmdirektor des HR) berichtet, gleich der erste Kandidat der Sendung erspielte: »Aber als er eine echte Salami dazu bekam, vergaß er fast, die 160,— R-Mark zu kassieren.«18 Die Reaktion des Kandidaten war verständlich — 1947 herrschte noch große wirtschaftliche Not, und es gab viele Versorgungsengpässe. Was florierte, war der Schwarzmarkt, und auf dem Frankfurter Schwarzmarkt hätte sich der Kandidat für seinen Gewinn gerade ein Kilogramm Zucker kaufen können.

Abgesehen von diesem Einzelfall tat sich um 1950 jedoch generell eine »Gewinn-Schere« zwischen amerikanischen und deutschen Quizsendungen auf, die bis etwa Mitte der 80er Jahre erhalten blieb und mitverantwortlich dafür war, daß sich das Genre in den USA und in der Bundesrepublik deutlich anders entwickelt hat, wovon später noch zu reden sein wird. Während in den USA die Spielgewinne in Radio-Quizsendungen rasch enorme Höhen erreichten, blieben sie in der Bundesrepublik relativ niedrig. [...]

Ein wesentlicher Grund für diese Differenz ist in der unterschiedlichen Organisation des amerikanischen und des deutschen Rundfunks zu suchen. Sowohl Radio als auch Fernsehen waren in den USA von Anfang an privatwirtschaftlich organisiert, in der Bundesrepublik waren beide Medien dagegen lange Zeit ausschließlich öffentlich-rechtliche. [...] Dazu wieder Hans-Otto Grünefeldt: »Als in den Jahren 1948/49 harte D-Mark ausgegeben wurden, begnügte man sich beim Hessischen Rundfunk mit dem Wertzuwachs der Gewinne durch die Währungsreform, obwohl die Anregungen nicht verstummten, den Endgewinn auf eine sensationellere Höhe heraufzusetzen. Im Gegenteil, in Frankfurt wie auch in anderen deutschen Funkhäusern machte man sich daran, Quiz-Sendungen zu entwickeln, die auf das Spannungsmoment des sensationellen Geldgewinnes verzichteten. Sie suchten ihren Reiz im fairen Geisteswettkampf von Einzelpersonen oder Mannschaften, um in einem harmlos lustigen Gesellschaftsspiel die Ratelust der Hörer zu wecken.«19


18 Hans-Otto Grünefeldt, »Das Quiz lebt nicht vom Geld allein«, in: Fernsehen 7/1957, S. 339-341, S. 339.

19 Ebda., S. 339.

Anmerkungen

Nur, wo ein wörtliches Zitat es nötig macht und wo auch schon im Original eine Quellenangabe erfolgte, wird die Quelle benannt (wobei die jeweiligen Literaturangaben aufgrund fehlender Seitenangaben unvollständig bleiben und die ursprüngliche Quelle gar nicht genannt wird, sodass es eigentlich "zitiert nach ..." heißen müsste). Ansonsten werden Leserinnen und Leser konsequent im Unklaren darüber gelassen, dass der gesamte Text dieser Seite fast im Wortlaut der genannten Quelle entspringt.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

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