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Morphologische Studie bei 77 Patienten mit Temporallappenepilepsie mittels Magnetresonanztomographie: Vergleich zwischen zwei verschiedenen Bildbearbeitungsalgorithmen

von Georgios Orfanos

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Go/Fragment 020 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-02-03 12:18:42 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Go, SMWFragment, Schmidt und Elger 2005, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1-32 (komplett)
Quelle: Schmidt und Elger 2005
Seite(n): 136-137, Zeilen: 136:li.Sp. 11-18 - re.Sp. 1-18 - 137:li.Sp. 1-43
[Neuropsychologisch findet man eine für den jeweiligen] Temporallappen typische Gedächtnisstörung, entweder verbal oder bildhaft, je nachdem ob der dominante oder nichtdominante Temporallappen betroffen ist. Weiterhin wurde eine Beeinträchtigung von Intelligenz, akademischer Leistung, Sprache und visuospatialen Funktionen beschrieben, während Konzentration und Problemlösung ungestört bleiben. Psychiatrische Auffälligkeiten, insbesondere Depressionen, sind häufig. Bei etwa der Hälfte der Patienten wird eine Persönlichkeitssörung [sic] nach DSM IV gefunden. Manche Patienten fallen schon frühabends todmüde ins Bett und wachen sehr früh und frisch auf, ein Schlafverhalten, das Psychologen mit dem Begriff „Lerchen“ bezeichnen. Temporallappenepilepsien können die Libido verringern. Im MRT findet sich häufig eine Ammonhornsklerose [sic] (AHS). Es besteht Übereinstimmung, dass eine Hippokampusatrophie, die im quantitativen MRT zu erkennen ist, ein sensitiver und spezifischer Surrogatindikator für eine AHS bei Patienten mit fokaler Epilepsie ist. Eine AHS findet sich bei etwa 70% in präparatorisch gut erhaltenen Resektaten von Patienten mit Temporallappenepilepsie. Das quantitative MRT ist bei der Diagnose der medialen Temporallappenepilepsie hilfreicher als andere Methoden wie das interiktale EEG. Im EEG findet man einseitige oder unabhängig beidseitige temporal vorn gelegene Spikes mit maximaler Amplitude in den basalen Ableitungen. Im Anfall sieht man fokale rhythmische Muster von 5-7/s mit maximaler Ausprägung in einer basalen temporalen Ableitung. Bei Patienten ohne Tumoren ist die Hippokampusatrophie ein verlässlicher Hinweis auf deutliche Nervenzellverluste und zudem ein Prädiktor für eine gute postoperative Prognose. Ob die Hippokampusatrophie eine Folge häufiger Anfälle über viele Jahre oder präexistierende Ursache der Temporallappenepilepsie ist, bleibt umstritten. Selten sind im MRT zu erkennende Veränderungen auf die Amygdala beschränkt. Durch ein hochauflösendes MRT sind bei Patienten mit medialen Temporallappenepilepsien bei etwa 7% eine Reihe unterschiedlicher Formen kortikaler Dysgenesien und auch kleine Tumoren nachzuweisen, die sich dem CT weitgehend entziehen, während nichttumoröse Veränderungen wie die vor allem bei pharmakoresistenten Fällen nicht seltene AHS, alte Nekrosen oder vaskuläre Malformationen häufig erst histopathologisch im Operationspräparat sichtbar werden. Im interiktalen SPECT findet man eine Hypoperfusion im Temporallappen. Die im PET nachgewiesenen hypometabolen Zonen im Temporallappen sind ein Prädiktor für eine gute postoperative Prognose. Das ätiologische Spektrum symptomatischer Ursachen ist breit. Trotz sorgfältiger neurologischer und bilgebender [sic] Diagnostik bleibt die Ätiologie bei etwa einem Drittel der Patienten unbekannt (Schmidt und Elger, 2005).

Schmidt D, Elger CE. Praktische Epilepsiebehandlung. Stuttgart: Thieme, 2005

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Neuropsychologisch findet man eine für den jeweiligen Temporallappen typische Gedächtnisstörung, entweder verbal oder bildhaft, je nachdem ob der dominante oder nichtdominante Temporallappen betroffen ist. Weiterhin wurde eine Beeinträchtigung von Intelligenz, akademischer Leistung, Sprache und visuospatialen Funktionen beschrieben, während Konzentration und Problemlösung ungestört bleiben (Herman u. Mitarb. 1997). Psychiatrische Auffälligkeiten, insbesondere Depressionen, sind häufig. Bei etwa der Hälfte der Patienten wird eine Persönlichkeitsstörung nach DSM IV gefunden. Manche Patienten fallen schon frühabends todmüde ins Bett und wachen morgens sehr früh und frisch auf, ein Schlafverhalten, das Psychologen mit dem Begriff „Lerchen“ bezeichnen. Temporallappenepilepsien können die Libido verringern.

Im MRT findet sich häufig eine Ammonshornsklerose. Es besteht Übereinstimmung, dass eine Hippokampusatrophie, die im quantitativen MRT zu erkennen ist, ein sensitiver und spezifischer Surrogatindikator für eine Ammonshornsklerose bei Patienten mit fokaler Epilepsie ist (Cascino 1995). Eine Ammonshornsklerose findet

[Seite 137]

sich bei etwa 70% in präparatorisch gut erhaltenen Resektaten von Patienten mit Temporallappenepilepsie (Wolf u. Wiestler 1996). Das quantitative MRT ist bei der Diagnose der medialen Temporallappenepilepsie hilfreicher als andere Methoden wie das interiktale EEG (Cascino 1995). Im EEG findet man einseitige oder unabhängig beidseitige temporal vorn gelegene Spikes mit maximaler Amplitude in den basalen Ableitungen. Im Anfall sieht man fokale rhythmische Muster von 5-7/s mit maximaler Ausprägung in einer basalen temporalen Ableitung. Bei Patienten ohne Tumoren ist die Hippokampusatrophie ein verlässlicher Hinweis auf deutliche Nervenzellverluste und zudem ein Prädiktor für eine gute postoperative Prognose (Luby u. Mitarb. 1995). Ob die Hippokampusatrophie eine Folge häufiger Anfälle über viele Jahre (Salmenperä u. Mitarb. 1998) oder präexistierende Ursache der Temporallappenepilepsie ist, bleibt umstritten. Selten sind im MRT zu erkennende Veränderungen auf die Amygdala beschränkt (van Paesschen u. Mitarb. 1996). Durch ein hochauflösendes MRT sind bei Patienten mit medialen Temporallappenepilepsien bei etwa 7% eine Reihe unterschiedlicher Formen kortikaler Dysgenesien (Lehericy u. Mitarb. 1995) und auch kleine Tumoren nachzuweisen, die sich dem CT weitgehend entziehen, während nichttumoröse Veränderungen wie die vor allem bei pharmakoresistenten Fällen nicht seltene Ammonshornsklerose, alte Nekrosen oder vaskuläre Malformationen häufig erst histopathologisch im Operationspräparat sichtbar werden.

Im interiktalen SPECT findet man eine Hypoperfusion im Temporallappen. Die im Positronen-Emmissions-Tomogramm (PET) nachgewiesenen hypometabolen Zonen im Temporallappen sind ein Prädiktor für eine gute postoperative Prognose (Radtke u. Mitarb. 1993). Das ätiologische Spektrum symptomatischer Ursachen ist breit. Trotz sorgfältiger neurologischer und bildgebender Diagnostik bleibt die Ätiologie bei einem Drittel der Patienten unbekannt.

Anmerkungen

Die Quelle wird zwar genannt; Art und Umfang der - letztlich vollständigen - Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Um alle Literaturreferenzen "bereinigt".

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20150203121908

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