Fandom

VroniPlag Wiki

Go/022

< Go

31.377Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Morphologische Studie bei 77 Patienten mit Temporallappenepilepsie mittels Magnetresonanztomographie: Vergleich zwischen zwei verschiedenen Bildbearbeitungsalgorithmen

von Georgios Orfanos

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Go/Fragment 022 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-02-03 14:38:02 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Go, SMWFragment, Schmidt und Elger 2005, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 1-30 (komplett)
Quelle: Schmidt und Elger 2005
Seite(n): 138, Zeilen: li.Sp. 14-20, 23ff. - re.Sp. 1-26
[Zu betonen ist, dass die individuelle Entscheidung nach Abwägung von] Schwächen und Stärken der einzelnen Substanzen unterschiedlich ausfallen kann. Es gibt keine kontrollierten Studien, ob bestimmte Kombinationen von Medikamenten besser sind als andere (Schmidt und Elger, 2005).

2.2.1.5. Operative Therapie

Patienten mit medialen Temporallappeneplepsien, die trotz Behandlung mit adäquat dosierten Standardmedikamenten in Monotherapie wie in Kombination noch weiterhin mehrere Anfälle pro Monat aufweisen und die auch auf Zugabe neuer speziell wirksamer Medikamente wie Levetiracetam, Oxcarbazepin, Pregabalin, Topiramat nicht angesprochen haben, kann durch einen epilepsiechirurgischen Eingriff häufig geholfen werden. Die prächirurgische Untersuchung prüft, ob der Ursprung der üblichen Anfälle innerhalb der Grenzen der beabsichtigten Resektion liegt. Die Gedächtnisleistung des kontralateralen medialen Temporallappens wird kontrolliert. Die apparative Diagnosestellung erfolgt durch den Nachweis von temporal vorn gelegenen Spikes im EEG und einer Hippokampusatrophie im hochauflösenden MRT. Die Ergebnisse der chirurgischen Behandlung nach Temporallappenresektion sind sehr gut. 60-70 % der Patienten werden anfallsfrei oder fast anfallsfrei, wobei dies heißt, dass zwei Jahre lang keine „behindernden“ Anfälle auftreten. Auch die Operationsergebnisse in der Pädiatrie sind sehr gut. Auren kommen jedoch gelegentlich vor und die Patienten nehmen in der Regel Antiepileptika auch postoperativ ein. Weitere 20-25 % weisen eine mehr als 90 %ige Reduktion der Anfallshäufigkeit auf. Zu dieser Gruppe gehören auch Patienten mit ein oder zwei Anfällen nach der Operation. Nach 5 Jahren sind noch mehr als 50 % und nach 10 Jahren etwas weniger als 50% anfallsfrei oder fast anfallsfrei. Die besten Operationserfolge werden bei Patienten mit AHS, glialen Tumoren oder angeborenen Malformationen erzielt. Der Nachweis der Epileptogenität ist durch bildgebende Verfahren nicht möglich. Es muss durch mehrere Anfalls-EEGs belegt werden, dass diese Strukturen tatsächlich für die Entstehung der Anfälle verantwortlich sind. Bei Patienten, die weder im bildgebenden Verfahren noch retrospektiv bei der histopathologischen Untersuchung des exzidierten Präparats einen pathologischen Befund aufweisen, sinken die Erfolgschancen. Diese Patienten werden meist nicht anfallsfrei. Die Erfolgsaussichten werden größer, wenn die Patienten mit medialen Temporallappenepilepsien bereits im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter operiert werden können. Die Resektion des medialen Temporallappens ist wie jede Operation nicht frei von Komplikationen.


Schmidt D, Elger CE. Praktische Epilepsiebehandlung. Stuttgart: Thieme, 2005

Zu betonen ist, dass die individuelle Entscheidung nach Abwägung von Schwächen und Stärken der einzelnen Substanzen unterschiedlich ausfallen kann. Es gibt keine kontrollierten Studien, ob bestimmte Kombinationen von Medikamenten besser sind als andere. [...]

Operative Therapie

Patienten mit medialen Temporallappeneplepsien, die trotz Behandlung mit adäquat dosierten Standardmedikamenten in Monotherapie wie in Kombination noch weiterhin mehrere Anfälle pro Monat aufweisen und die auch auf Zugabe neuer speziell wirksamer Medikamente wie Levetiracetam, Oxcarbazepin, Pregabalin und Topiramat nicht angesprochen haben, kann durch einen epilepsiechirurgischen Eingriff häufig geholfen werden. Die prächirurgische Untersuchung prüft, ob der Ursprung der üblichen Anfälle innerhalb der Grenzen der beabsichtigten Resektion liegt. Die Gedächtnisleistung des kontralateralen medialen Temporallappens wird kontrolliert. Die apparative Diagnosestellung erfolgt durch den Nachweis von temporal vorn gelegenen Spikes im EEG und einer Hippokampusatrophie im hochauflösenden MRT (s. Kapitel 14 „Nutzen und Risiko epilepsiechirurgischer Verfahren“).

Die Ergebnisse der chirurgischen Behandlung nach Temporallappenresektion sind sehr gut. 60-70% der Patienten werden anfallsfrei oder fast anfallsfrei, wobei dies heißt, dass zwei Jahre lang keine „behindernden“ Anfälle auftreten. (Walczak u. Mitarb. 1990); auch die Operationsergebnisse in der Pädiatrie sind ähnlich gut (Mathern u. Mitarb. 1999). Auren können jedoch gelegentlich vorkommen, und die Patienten nehmen in der Regel auch postoperativ Antiepileptika ein. Weitere 20-25% weisen eine mehr als 90%ige Verringerung der Anfallshäufigkeit auf. Zu dieser Gruppe gehören auch Patienten mit ein oder zwei Anfällen nach der Operation. Nach 5 Jahren sind noch 52% und nach 10 Jahren 45% anfallsfrei oder fast anfallsfrei (Foldvary u. Mitarb. 2000). Die besten Operationserfolge werden bei Patienten mit Ammonshornsklerose, glialen Tumoren oder angeborenen Malformationen erzielt.

Der Nachweis der Epileptogenität ist durch bildgebende Verfahren nicht möglich, es muss durch mehrere Anfalls-EEG belegt werden, dass diese Strukturen tatsächlich für die Entstehung der Anfälle verantwortlich sind. Bei Patienten, die weder im bildgebenden Verfahren noch retrospektiv bei der histopathologischen Untersuchung des exzidierten Operationspräparats einen pathologischen Befund aufweisen, sinken die Erfolgschancen. Diese Patienten werden meist nicht anfallsfrei. Die Erfolgsaussichten sind größer, wenn die Patienten mit medialen Temporallappenepilepsien bereits im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter operiert werden können.

Die Resektion des medialen Temporallappens ist wie jede Operation nicht frei von Komplikationen.

Anmerkungen

Die Quelle wird zwar hier und am Ende des Abschnitts auf der nächsten Seite erneut genannt; Art und Umfang der - letztlich vollständigen - Übernahme bleiben jedoch ungekennzeichnet.

Bis auf wenige Sätze wird hier der Text eines Lehrbuchs vollständig und fast unverändert wiedergegeben. Einige Sätze wurden minimal gegenüber dem Original abgeändert; die vorhandenen Literaturreferenzen wurden gestrichen.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20150203143827

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki