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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 1-30 (komplett)
Quelle: Schmidt und Elger 2005
Seite(n): 137-138, Zeilen: 137:re.Sp. 3-33.37ff. - 138:li.Sp. 1-17
2.2.1.3 Verlauf

Der Verlauf der medialen Temporallappenepilepsie ist durch ein gutes Ansprechen auf Standardmedikamente der ersten Wahl wie Carbamazepin oder Valproat in Monotherapie bei allenfalls der Hälfte der Patienten charakterisiert. Etwa 30 % werden anfallsfrei und 20 % haben eine deutliche Anfallsverringerung. In den übrigen Fällen ist durch Austausch mit einem anderen Standardmedikament oder durch Kombination mit bewährten oder neuen Antiepileptika bei 10 % Anfallsfreiheit zu erzielen. Allerdings sind 35-40 % der Patienten derzeit medikamentös nicht ausreichend behandelbar, speziell Patienten mit einer AHS. Diese Patienten können aber mit sehr gutem Erfolg operativ behandelt werden. Anfallsfrei werden postoperativ vor allem Patienten mit einer kleinen epileptogenen Zone, AHS, vorwiegend unilateralen interiktalen Spikes im vorderen Temporallappen, möglichst vollständige Resektion der temporomesialen Strukturen, Operation vor dem 30 Lebensjahr und keinen frühen Anfällen in der postoperativen Phase. Nicht anfallsfrei werden hingegen Patienten mit großer epileptogenen [sic] Zone mit Beteiligung des posterioren und lateralen Temporallappens, traumatischer oder entzündlicher Ätiologie, bitemporalen oder temporal hinten gelegenen interiktalen Spikes (Schmidt und Elger, 2005).

2.2.1.4 Medikamentöse Therapie

Moderne Antiepileptika wie Gabapentin, Lamotrigin, Oxcarbazepin und die klassichen Antiepileptika wie Carbamazepin oder Valproat werden als Mittel der 1. Wahl zur Behandlung fokaler Anfälle empfohlen. Frühzeitig ist an die sehr erfolgreiche operative Therapie zu denken, mit der geeignete Patienten in 60-70 % der Fälle anfallsfrei werden. Haben mindestens 3 Medikamente innerhalb von 3 Jahren nicht den erwünschten Erfolg gebracht, sollte die Möglichkeit der operativen Therapie ernsthaft in Betracht gezogen werden und die Operabilität der Epilepsie untersucht werden. Außerdem stehen noch Phenytoin, Phenobarbital, Primidon und Azetazolamid als einige der weiteren Alternativen zur Verfügung. Bromid oder Mesuximid ist als Ultima ratio anzusehen. Bromid bei extrem schwer behandelbaren Epilepsien mit tonisch-klonischen oder komplexen fokalen Anfällen als Komedikament in Einzelfällen hilfreich. Eine Einstellung auf Medikamente der weiteren Wahl sollte allerdings Ärzten mit spezieller Erfahrung vorbehalten bleiben wegen der Schwierigkeit, die individuelle Nutzen-Risiko-Relation abzuschätzen und wegen der höheren Rate an Komplikationen bei der Behandlung mit diesen Medikamenten. Zu betonen ist, dass die individuelle Entscheidung nach Abwägung von [Schwächen und Stärken der einzelnen Substanzen unterschiedlich ausfallen kann.]


Schmidt D, Elger CE. Praktische Epilepsiebehandlung. Stuttgart: Thieme, 2005

[Seite 137]

Verlauf

Der Verlauf der medialen Temporallappenepilepsie ist durch ein gutes Ansprechen auf Standardmedikamente der ersten Wahl wie Carbamazepin oder Valproat in Monotherapie bei allenfalls der Hälfte der Patienten charakterisiert. Etwa 30% werden anfallsfrei, und 20% haben eine deutliche Anfallsverringerung. In den übrigen Fällen ist durch Austausch mit einem anderen Standardmedikament oder durch Kombination mit bewährten oder neuen Antiepileptika bei 10% Anfallsfreiheit zu erzielen. Allerdings sind 35-40% der Patienten derzeit medikamentös nicht ausreichend behandelbar, speziell Patienten mit einer Ammonshornsklerose. Diese Patienten können aber mit sehr gutem Erfolg operativ behandelt werden (s.u. „operative Therapie“).

Anfallsfrei werden postoperativ vor allem Patienten mit kleineren epileptogenen Zonen, Ammonshornsklerose, Fieberkrämpfen in der Vorgeschichte, vorwiegend unilateralen interiktalen Spikes im vorderen Temporallappen, möglichst vollständiger Resektion der temporomesialen Strukturen, Operation vor dem 30. Lebensjahr und keinen frühen Anfällen in der postoperativen Periode. Nicht anfallsfrei werden hingegen Patienten mit großer epileptogener Zone mit Beteiligung des lateralen und des posterioren Temporallappens, traumatischer oder entzündlicher Ätiologie, bitemporalen oder temporal hinten gelegenen interiktalen Spikes (Salanova u. Mitarb. 1996).

[...]

Medikamentöse Behandlung

Moderne Antiepileptika wie Gabapentin, Lamotrigin, Oxcarbazepin und die klassichen Antiepileptika Carbamazepin oder Valproat werden als Mittel der ersten Wahl zur Behandlung fokaler Anfälle empfohlen (siehe Kapitel 10). Frühzeitig ist an die sehr erfolgreiche operative Therapie zu denken, mit der geeignete Patienten in 60-70% der Fälle anfallsfrei werden (s.u.). Haben mindestens 3 Medikamente innerhalb von 3 Jahren nicht den gewünschten Erfolg gebracht, sollte die Möglichkeit der operativen Therapie ernsthaft in Betracht gezogen und die Operabilität der Epilepsie untersucht werden.

[Seite 138]

Außerdem stehen noch Phenytoin, Phenobarbital, Primidon und Azetazolamid als einige der weiteren Alternativen zur Verfügung. Bromid oder Mesuximid ist als Ultima Ratio anzusehen. Bromid ist bei extrem schwer behandelbaren Epilepsien mit tonisch-klonischen oder komplexen fokalen Anfällen als Komedikament in Einzelfällen hilfreich. Eine Einstellung auf Medikamente der weiteren Wahl sollte allerdings Ärzten mit spezieller Erfahrung vorbehalten bleiben wegen der Schwierigkeit, die individuelle Nutzen-Risiko-Relation abzuschätzen und wegen der höheren Rate an Komplikationen bei der Behandlung mit diesen Medikamenten. Zu betonen ist, dass die individuelle Entscheidung nach Abwägung von Schwächen und Stärken der einzelnen Substanzen unterschiedlich ausfallen kann.

Anmerkungen

Die Quelle wird zwar hier (und am Ende des Abschnitts auf der Folgeseite) genannt; Art und Umfang der - letztlich vollständigen - Übernahme bleiben jedoch ungekennzeichnet.

Um die originale Literaturreferenz "bereinigt".

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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