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Der Einfluß von Bisphosphonaten auf die Knochenregeneration am Beispiel von Clodronat. Eine tierexperimentelle Studie

von Dr. Gunther Pabst

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Gp/Fragment 060 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-02-06 09:47:22 Hindemith
Ewerbeck 1993, Fragment, Gesichtet, Gp, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 1 ff (kpl.)
Quelle: Ewerbeck 1993
Seite(n): 154, 155, Zeilen: 154: 3 ff, 155: 1-2
Die Arbeitsgruppe um HU (77) konnte kürzlich einen hemmenden Effekt von Etidronat auf matrixinduzierte heterotrope Knochenneubildung nicht bestätigen. Die Quantifizierung der neugebildeten ektopen Knochensubstanz ist unabhängig davon ein aufwendiges Verfahren und wird auf "indirektem" Wege vorgenommen über die Bestimmung des deproteinisierten Aschegehaltes. Die im vorliegenden Experiment durchgeführte direkte histomorphometrische Quantifizierung der neugebildeten Knochensubstanz erschient [sic] weit weniger Fehlerquellen zu beinhalten und wegen der Miterfassung auch nicht mineralisierter Knochengewebsanteile aussagekräftiger zu sein.

Erwähnt werden muß eine Beobachtung von SCHENK und Mitarbeitern (162), die bei der Untersuchung verschiedener Aminobisphosphonate am wachsenden Skelett der Ratte eine Formationshemmung fanden, die erst bei 10-fach höherer Dosierung eintrat als die Resorptionshemmung. Zudem war die Knochenneubildung bei den potentesten Resorptionshemmem der Testsubstanzen am wenigsten reduziert. Diese Beobachtungen sprechen gegen einen ausschließlichen Coupling-Effekt. Es muß jedoch berücksichtigt werden, daß die Versuchsdauer mit insgesamt 8 Tagen sehr kurz war. In einem so geringen Zeitintervall kann sich die Blockade der Osteoklasten, deren Resorptionsleistung ca. 50 Mikrometer/d beträgt (133, 161, 168) eher bemerkbar machen als die Hemmung von Osteoblasten mit einer täglichen Appositionsleistung von ca. 1 Mikrometer (31, 98).

Es bleibt festzuhalten, daß schlüssige Nachweise für eine Formationshemmung außerhalb des Coupling-Effektes in vivo fehlen.

Dies deckt sich mit der Ansicht einer Reihe weiterer Autoren, welche die Formationshemmung unter Bisphosphonateinfluß ausschließlich der funktionellen Einheit von Osteoblasten und Osteoklasten zuschreiben (49, 56, 73, 78, 104, 113). Überzeugend wird diese Meinung gestützt durch folgende Beobachtung von FLORA und Mitarb. (56): Unter der Langzeitbehandlung von Beagle-Hunden mit 25 mg/kg/d Clodronat parenteral wurde neben der Resorption nach einer Applikationsdauer von 2 Monaten auch die Formation vollständig blockiert. Die damit vorhandene komplette Unterbrechung des kontinuierlichen remodelings führte zum Auftreten von Frakturen, die trotz beibehaltener Medikation röntgenologisch sichtbare Kallusbildung zur Folge hatte.

Die entkoppelte formative Aktivität, durch welche die Frakturheilung gekennzeichnet ist, war somit im Gegensatz zum remodeling nicht blockiert.


31 Delling G (1989) Morphometrie des Knochengewebes Verh. Dtsch. Ges. Inn. Med. 85: 225-239

49 Fleisch H (1989) Bisphosphonates: a new class of drugs in diseases of bone and calcium metabolism Recent Results in Cancer Research 116: 1-28

56 Flora L, Hassing G S, Parfitt A M, Villanueva A R (1980) Comparativ skeletal effects of two diphosphonates in dogs Metab. Bone Dis. et Rel. Res. 2: 389-407

73 Hardt A B (1988) Bisphosphonate effects on alveolar bone during rat molar drifting J. Dent. Res. 67: 1430-1433

77 Hu H P, Kuijpers W, Sloof T J, van Horn J R, Versleyen D H (1991) The effect of biphosphonate on induces heterotopic bone Clin. Orthop. 272: 259-267

78 Jee W S S, Miller S C , Black H E (1982) The effects of diphosphonates and bone resorption and corticoid-induced bone loss In: Donath A, Courvoisier B (Eds): Diphophonates and bone, S. 132-153 Editions Medecine et Hygiene, Geneve

98 Lee W R (1964) Appositional bone formation in canine bone: a quantitative microscopic study using tetracycline markers J. Anat. 98: 665-677

104 Lowell J B, Bowerman J W, Fingerman G A, Gold R H, Krengel W F, Murray W R, Volz R G (1982) Die Bedetuung des Diphosphonates EHDP bei der Prophylaxe heterotoper Ossifikationen nach totalem Hüftgelenksersatz. In: Ziegler R (Hrsg.): EHDP - Ein neues therapeutisches Prinzip bei Osteopathien und Calciumstoffwechselstörungen. S. 173-195 Urband und Schwarzenberg, München, Wien, Baltimore

113 Miller S C, Jee W S S (1977) The comparative effects of dichloromethylene-disphposphonat (C^MDP) and 1-hydroxy-1, 1-diphosphonate (EHDP) on growth and modeling of the rat tibia. Calcif. Tiss. Res. 23: 207-214

133 Parfitt A M (1982) The coupling of bone formation to bone resorption. A critical analysis of the concept and of its relevance to the pathogenesis of osteoporosis. Metab. Bone Dis. Rel. Res. 4: 1-6

161 Schenk R (1991) Zur Problematik der Knochenersatzstoffe: Histophysiologie des Knochenumbaus und der Substitution von Knochenersatzstoffen In: Huggler A H, Kuner E H (Hrsg.): Aktueller Stand beim Knochenersatz. Hefte zur Unfallheilkunde 216, S 23-25 Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York

162 Schenk R, Eggli P, Felix R, Fleisch H, Rosini S (1986) Quantitative morphometric evaluation of the inhibitory activity of new aminobisphosphonates on bone resorption in the rat Calcif. Tissue Int. 38: 342-349

168 Simmons D J (1980) Fracture healing In: Urist M R (Ed.): Fundamental and clinical bone physiology. S. 283-330 Lippincott, Philadelphia

Die Arbeitsgruppe um HU (122) konnte kürzlich einen hemmenden Effekt von Etidronat auf matrixinduzierte heterotope Knochenneubildung nicht bestätigen. Die Quantifizierung der neugebildeten ektopen Knochensubstanz ist unabhängig davon ein aufwendiges Verfahren und wird auf „indirektem” Wege vorgenommen über die Bestimmung des deproteinisierten Aschegehaltes. Die im vorliegenden Experiment durchgeführte direkte histomorphometrische Quantifizierung der neugebildeten Knochensubstanz erscheint weit weniger Fehlerquellen zu beinhalten und wegen der Miterfassung auch nicht mineralisierter Knochengewebsanteile aussagekräftiger zu sein.

Erwähnt werden muß eine Beobachtung von SCHENK und Mitarb. (243), die bei der Untersuchung verschiedener Aminobisphosphonate am wachsenden Skelett der Ratte eine Formationshemmung fanden, die erst bei 10-fach höherer Dosierung eintrat als die Resorptionshemmung Zudem war die Knochenneubildung bei dem potentesten Resorptionshemmer der Testsubstanzen am wenigsten reduziert Diese Beobachtungen sprechen gegen einen ausschließlichen Coupling-Effekt. Es muß jedoch berücksichtigt werden, daß die Versuchsdauer mit insgesamt 8 Tagen sehr kurz war. In einem so geringen Zeitintervall kann sich die Blockade der Osteoklasten, deren Resorptionsleistung ca. 50 µm/d beträgt (206, 242, 256) eher bemerkbar machen als die Hemmung von Osteoblasten mit einer täglichen Appositionsleistung von ca. 1 µm(51, 153). Es bleibt festzuhalten, daß schlüssige Nachweise für eine Formationshemmung außerhalb des Coupling-Effektes in vivo fehlen.

Dies deckt sich mit der Ansicht einer Reihe weiterer Autoren, welche die Formationshemmung unter Bisphosphonateinfluß ausschließlich der funktionellen Einheit von Osteoblasten und Osteoklasten zuschreiben (77, 84, 113, 125, 173, 179). Überzeugend wird diese Meinung gestützt durch folgende Beobachtung von FLORA und Mitarb. (84): Unter der Langzeitbehandlung von Beagle-Hunden mit 25 mg/kg/d Clodronat parenteral wurde neben der Resorption nach einer Applikationsdauer von 2 Monaten auch die Formation vollständig blockiert. Die damit vorhandene komplette Unterbrechung des kontinuierlichen remodelings führte zum Auftreten von Frakturen, die trotz beibehaltener Medikation röntgenologisch sichtbare Kallusbildung zur Folge hatten. Die entkoppelte formative Aktivität, durch

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welche die Frakturheilung gekennzeichnet ist, war somit im Gegensatz zum remodeling nicht blockiert.


51 Delling, G (1979) Morphometrie des Knochengewebes Verh. Dtsch. Ges. Inn. Med. 85: 225-239

77 Fleisch H (1989) Bisphosphonates: a new class of drugs in diseases of bone and calcium metabolism Recent Results in Cancer Research 116: 1-28

84 Flora L, Hassing G S, Parfitt A M, Villanueva A R (1980) Comparative skeletal effects of two diphosphonates in dogs Metab. Bone Dis. et Rel Res. 2: 389-407

113 Hardt AB (1988) Bisphosphonate effects on alveolar bone during rat molar drifting J. Dent. Res. 67: 1430-1433

122 Hu H P, Kuijpers W, Sloof T J, van Horn J R, Versleyen D H (1991) The effect of biphosphonate on induced heterotopic bone Clin. Orthop. 272: 259-267

125 JeeWS S, Miller SC, Black HE (1982) The effects of diphosphonates on bone resorption and corticoid-induced bone loss In: Donath A, Courvoisier B (Eds ): Diphosphonates and bone, S. 132-153 Editions Medecine et Hygiene, Geneve

153 Lee WR (1964) Appositional bone formation in canine bone: a quantitative microscopic study using tetracycline markers J. Anat. 98: 665-677

173 McCloskey E V, Yates A J P, Beneton M N C, Galloway J, Harris S, Kanis J A(1987) Comparative effects of intravenous diphosphonates on calcium and skeletal metabolism in man Bone 8, Suppl. 1: 35-41

179 Miller S C, Jee W S S (1977) The comparative effects of dichloromethylene-diphosphonat (Cl2 MDP) and 1-hydroxy-1,1-diphosphonate (EHDP) on growth and modeling of the rat tibia Calcif. Tiss. Res. 23: 207-214

206 Parfitt A M (1982) The coupling of bone formation to bone resorption. A critical analysis of the concept and of its relevance to the pathogenesis of osteoporosis. Metab Bone Dis. Rel Res. 4: 1-6

242 Schenk R(1991) Zur Problematik der Knochenersatzstoffe: Histophysiologie des Knochenumbaus und der Substitution von Knochenersatzstoffen In: Huggler A H, Kuner E H (Hrsg ): Aktueller Stand beim Knochenersatz. Hefte zur Unfallheilkunde 216, S. 23-35 Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York

243 Schenk R, Eggli P, Felix R, Fleisch H, Rosini S (1986) Quantitative morphometric evaluation of the inhibitory activity of new aminobisphosphonates on bone resorption in the rat Calcif. Tissue Int. 38: 342-349

256 Simmons D J (1980) Fracture healing In: Urist M R (Ed.): Fundamental and clinical bone physiology. S. 283-330 Lippincott, Philadelphia

Anmerkungen

Quelle nicht genannt.

Fehler in der Doktorarbeit ("heterotrop", "erschient") kommen in der Habiliationsschrift nicht vor, was für eine Übernahme durch den Habilitanden sprechen könnte.

Sichter
(Langerhans123), SleepyHollow02


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