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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Langerhans123
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 1-25
Quelle: Ewerbeck 1993
Seite(n): 6, 7, Zeilen: 6: 1 ff - 7: 1-2
Positive Effekte auf osteoporotische Knochen haben zu Spekulationen über eine direkte Förderung der Knochenformation durch eine Bisphosphonattherapie geführt (116).

1.2.3 Pharmakokinetik

Die Bioverfügbarkeit der Bisphosphonate wird mit 1-2%, die Resorptionsrate mit 1-10% angegeben (137). Bis zu 50% des resorbierten CIMBP wird ohne Metabolisation über die Niere ausgeschieden, der Rest gelangt ins Knochengewebe. Die Halbwertszeit, welche bei 20 Minuten bis zu 160 Minuten liegt (50), kann bei langer Verwendungsdauer etwas ansteigen (66). Extraossär besteht eine nur kurze Expositionsdauer. Im Gegensatz dazu verweilt das Bisphosphonat über Monate im Knochen, sodaß es noch nach Jahresfrist dort nachzuweisen ist (117). Die ossäre Halbwertszeit liegt somit bei Monaten und ist stark abhängig vom jeweiligen Knochenumsatz des Individums (118). Für die Konzentration von CIMBP im Knochen ist die Gesamtmenge der verabreichten Substanz entscheidend (128), für die biologische Wirksamkeit die Frequenz der einzelnen Applikationen (125).

1.2.4 Klinische Anwendung

In zwei Bereichen werden Bisphosphonate therapeutisch eingesetzt:

I. Der mineralisationshemmende Effekt insbesondere von Etidronat wird genutzt, um unerwünschte, ektope Kalzifikationen oder Ossifikationen zu beeinflussen. Sie stellen unter anderem beim endoprothetischen Ersatz des Hüftgelenkes ein nach wie vor gravierendes Problem dar (3, 16, 27, 75). Ungeachtet einiger ermutigender Resultate (104) blieben die meisten Ergebnisse enttäuschend: Trotz längerfristiger, präoperativer prophylaktischer Anwendung konnten nach Absetzen des Medikamentes signifikante Unterschiede zu unbehandelten Kontrollkollektiven nicht gefunden werden (9, 77). Die ektope Mineralisation wird lediglich um das Zeitintervall der Medikamentenapplikation verschoben. Nicht überzeugender waren die Behandlungsergebnisse ektoper Ossifikationen außerhalb der pericoxalen Region (110, 149).


3 Arcq M (1973) Die periartikulären Ossifikationen - eine Komplikation der Totalendoprothese des Hüftgelenks Arch. Orthop. Unfallchir. 77: 108

9 Bijvoet O L M (1982) Die Verwendung von EHDP (Exhyliden-l-Hydorxy-l,l-Diphosphonat) zur Verhinderung von Verknöcherungen im Zusammenhang mit der totalen Hüftendprothese In: Ziegler R (Hrsg.) EHDP . Ein neues therapeutisches Prinzip bei Osteopathien und Calciumstoffwechselstörungen. S. 161-170 Urban und Schwarzenberg, München, Wien, Baltimore

16 Brooker A F, Bowerman J W, Robinson R A, Riley L H (1973) Ectopic ossification following total hip replacement J. Bone Jt. Surg. 55 A: 1629-1632

27 Cotta H, Schulitz K P (1970) Komplikationen der Hüfttotalarthroplastik durch periartikuläre Gewebs- reaktionen Arch. Orthop. Unf. Chir. 69:39

50 Fleisch H (1991) Bisphosphonates. Pharmacology and use in the treatment of tumour-induced hypercalcaemic and metastatic bone disease Drugs 42: 919-944

66 Goldberg V M, Stevenson S (1987) Natural history of autografts and allografts Clin. Orthop. 225: 7-16

75 Hartwig C-H, Sell S, Küsswetter W (1989) Periartikuläre Verknöcherungen nach zementfreier und zementfixierter Totalendoprothesen-Implantation des Hüftgelenkes Z. Orthop. 127: 296-301 77 Hu H P, Kuijpers W, Sloof T J, van Horn J R, Versleyen D H (1991) The effect of biphosphonate on induces heterotopic bone Clin. Orthop. 272: 259-267

110 McClure J (1983) The effect of diphosphonates on heterotopic ossifikation in regenerating achilles tendon of the mouse J. Pathol. 139: 419-430

116 Minne H (1992) Therapie der Osteoporose mit Bisphosphonaten Vortrag 10. Mannheimer Therapiegespräch: Therapie von Knochenerkrankungen mit Bisphosphonaten Mannheim, 21.3.1992

117 Mönkkönen J (1988) A one year follow-up study of the distribution of 14 C-clodronate in mice and rats Pharmacol. Toxicology 62: 51-53

118 Mönkkönen J, Koponen H M, Ylitalo P (1989) Comparison of the distribution of three bisphosponates in mice. Pharmacology and Toxicology 65: 294-298

125 Neugebauer G (1992) Pharmakokinetik und klinische Pharmakologie der Bisphosphonate 10. Mannheimer Therapiegespräch: Therapie von Knochenerkrankungen mit Bisphosphonaten Mannheim, 21.03.1992

128 Östermann T, Lauren L (1991) Level of clodronate in bone after single and repaeted subcutaneous injections in rats Pharmacol. Toxicol. 69: 369-371

137 Powll J H, De Mark B R (1985) Clinical pharmacokinetics of diphosphonates. In: Garattini S (Ed.): Bone resorption, metastasis and disphosphonates. S. 41-49 Raven Press, New York

149 Rogers J G, Geho W B (1979) Fibrodysplasia ossificans progressiva: a survery of forty-two cases J. Bone Jt. Surg. 61 A: 909-914

Positive Effekte auf osteoporotische Knochen haben zu Spekulationen über eine direkte Förderung der Knochenformation durch eine Bisphosphonattherapie geführt (182).

1.2.4 Pharmakokinetik

Die Resorptionsrate oral applizierter Bisphosphonate ist gering. Sie beträgt zwischen 1 und 10 %. Die Bioverfügbarkeit wird mit 1 - 2 % angegeben (213). 20 bis 50 % der resorbierten Substanz (ClMBP) gelangen ins Knochengewebe, der Rest wird rasch über die Nieren unmetabolisiert ausgeschieden. Die Halbwertszeit für zirkulierendes Clodronat liegt zwischen 20 Minuten und 2 Stunden (78). Bei langer Applikationsdauer des Medikamentes steigt die Halbwertszeit geringfügig an. Als Ursache wird eine partielle Sättigung des Knochens oder der gebremste Knochenumsatz diskutiert (102). Die nicht skelettalen Gewebe sind der Substanz in jedem Fall nur relativ kurze Zeit ausgesetzt. Demgegenüber ist die Verweildauer im Knochen lang. Noch nach einem Jahr lassen sich erhebliche Mengen dort nachweisen (184). Die exakte ossäre Halbwertszeit ist abhängig vom Knochenumsatz und unterliegt so beträchtlichen Schwankungen. Sie beträgt für Clodronat einige Monate (185). Für die Konzentration im Knochen ist die Gesamtmenge der verabreichten Substanz von wesentlich größerer Bedeutung als die Zahl und Intervalle der Einzeldosen (197). Dies gilt nicht für die biologische Wirksamkeit: Hier haben kürzere Dosierungsintervalle sich als effektiver erwiesen als lange. Entscheidend für den Effekt auf Osteoklasten ist der im Knochen oberflächennahe befindliche Teil der Substanz, der mit zunehmender Distanz vom Applikationszeitpunkt geringer wird (194).

1.2.5 Klinische Anwendung

In zwei Bereichen werden Bisphosphonate therapeutisch eingesetzt:

I. Der mineralisationshemmende Effekt insbesondere von Etidronat wird genutzt, um unerwünschte, ektope Kalzifikationen oder Ossifikationen zu beeinflussen. Sie stellen unter anderem beim endoprothetischen Ersatz des Hüftgelenkes ein nach wie vor gravierendes Problem dar (3, 28, 45, 116). Ungeachtet einiger ermutigender Resultate (162) blieben die meisten Ergebnisse enttäuschend: Trotz längerfristiger, präoperativer prophylaktischer Anwendung konnten nach Absetzen des Medikamentes signifikante Unterschiede zu unbehandelten Kontrollkollektiven nicht gefunden werden (19, 122). Die ektope Mineralisation wird lediglich um das Zeitintervall der Medikamentenapplikation verschoben. Nicht überzeugender waren

[Seite 7]

die Behandlungsergebnisse ektoper Ossifikationen außerhalb der pericoxalen Region (174, 228).


3 Arcq M (1973) Die periartikulären Ossifikationen - eine Komplikation der Totalendoprothese des Hüftgelenkes Arch. Orthop. Unfallchir. 77: 108

19 Bijvoet 0 L M (1982) Die Verwendung von EHDP (Exhyliden-1-Hydroxy-1,1-Diphosphonat) zur Verhinderung von Verknöcherungen im Zusammenhang mit der totalen Hüftendoprothese In: Ziegler R (Hrsg.) EHDP - Ein neues therapeutisches Prinzip bei Osteopathien und CalciumstofFwechselstörungen. S. 161-170 Urban und Schwarzenberg, München,Wien, Baltimore

28 Brooker A F, Bowerman J W, Robinson R A, Riley L H (1973) Ectopic ossification following total hip replacement J. Bone Jt Surg 55 A: 1629-1632

45 Cotta H, Schulitz K P (1970) Komplikationen der Hüfttotalarthroplastik durch periartikuläre Gewebsreaktionen Arch. Orthop. Unf Chir 69: 39

78 Fleisch H (1991) Bisphosphonates. Pharmacology and use in the treatment of tumour-induced hypercalcaemic and metastatic bone disease Drugs 42: 919-944

102 Goldberg V M, Stevenson S (1987) Natural history of autografts and allografts Clin. Orthop. 225: 7-16

116 Hartwig C-H, Sell S, Küsswetter W (1989) Periartikuläre Verknöcherungen nach zementfreier und zementfixierter Totalendoprothesen-Implantation des Hüftgelenkes Z. Orthop. 127: 296-301

122 Hu H P, Kuijpers W, Sloof T J, van Horn J R, Versleyen D H (1991) The effect of biphosphonate on induced heterotopic bone Clin. Orthop. 272: 259-267

162 Lowell J B, Bowerman J W, Fingerman G A, Gold R H, Krengel W F, Murray W R, Volz R G (1982) Die Bedeutung des Diphosphonates EHDP bei der Prophylaxe heterotoper Ossifikationen nach totalem Hüftgelenksersatz. In: Ziegler R (Hrsg ): EHDP - Ein neues therapeutisches Prinzip bei Osteopathien und Calciumstoffwechselstörungen. S. 173-195 Urban und Schwarzenberg, München, Wien, Baltimore

174 McClure J (1983) The effect of diphosphonates on heterotopic Ossifikation in regenerating achilles tendon of the mouse J. Pathol. 139: 419-430

182 Minne H (1992) Therapie der Osteoporose mit Bisphosphonaten Vortrag 10. Mannheimer Therapiegespräch: Therapie von Knochenerkrankungen mit Bisphosphonaten Mannheim, 21.3.1992

184 Mönkkönen J (1988) A one year follow-up study of the distribution of 14 C-clodronate in mice and rats Pharmacol. Toxicology 62: 51-53

185 Mönkkönen J, Koponen H M, Ylitalo P (1989) Comparison of the distribution of three bisphosphonates in mice. Pharmacology and Toxicology 65: 294-298

194 Neugebauer G ( 1992) Pharmakokinetik und klinische Pharmakologie der Bisphosphonate 10. Mannheimer Therapiegespräch: Therapie von Knochenerkrankungen mit Bisphosphonaten Mannheim, 21.3.1992

197 Ostermann T, Lauren L ( 1991 ) Level of clodronate in bone after single and repaeted subcutaneous injections in rats Pharmacol. Toxicol. 69: 369-371

213 Powell J H, De Mark B R ( 1985) Clinical pharmacokinetics of diphosphonates. In: Garattini S (Ed ): Bone resorption, metastasis and diphosphonates. S. 41- 49 Raven Press, New York

228 Rogers J G, Geho W B (1979) Fibrodysplasia ossificans progressiva: a survey of forty-two cases J. Bone Jt. Surg. 61 A: 909-914

Anmerkungen

Quelle nicht genannt

Sichter
Langerhans123, SleepyHollow02

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