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Heterogenität als Chance. Lehrerprofessionalität im Wandel

von Dr. Ingeborg Seitz

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Is/Fragment 029 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-10-06 19:01:16 Graf Isolan
Becker et al 2004, Fragment, Gesichtet, Is, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 1-7
Quelle: Becker et al 2004
Seite(n): 1, Zeilen: 18-20, 22-26
Die Kinder wachsen in verschiedenen Milieus auf (Familienformen, Geschlechterrollen, nationale und religiöse Herkünfte). Sie leben als Einzelkinder oder mit Geschwistern (Bindungsproblematik), mit arbeitslosen oder beruflich völlig überlasteten Eltern, mit der deutschen, russischen, türkischen Familiensprache und Tradition, in Armut oder Überfluss,26 zu sehr behütet oder verwahrlost. Entsprechend unterscheiden sich die Interessen, Erwartungen, Kompetenzen und Lernhaltungen, die diese Kinder mit in die gemeinsame Klasse bringen.

26Armut in der Bundesrepublik Deutschland ist in der Regel relative Armut im Vergleich zum Wohlstand der Bevölkerung. Absolute Armut, die die menschliche Existenz bedroht, gibt es kaum. Ein Kind vergleicht seinen Lebensstil und Lebensstandard nicht mit dem eines Kindes in einem Entwicklungsland, sondern mit dem seiner Klassenkameraden.

Das gilt für Familienformen und Geschlechterrollen, für „Normalbiografien“ und Berufsverläufe, für nationale und religiöse Herkünfte. Die Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche in ihren Familien und ihrem privaten Umfeld sammeln, werden vielfältiger, bunter, disparater, z. T. auch problematischer: Man lebt als Einzelkind oder mit Geschwistern, mit arbeitslosen oder beruflich völlig überlasteten Eltern, mit der deutschen, der russischen, der türkischen Familiensprache. in Armut oder Überfluss, behütet oder verwahrlost. Entsprechend stark unterscheiden sich die Interessen. Erwartungen , Kompetenzen und Lernhaltungen, die diese Kinder mit in die gemeinsame Klasse bringen.
Anmerkungen

Setzt die in Fragment 028 07 begonnene und in Fragment 028 28 fortgeführte Übernahme fort. Weiterhin ohne jeden Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Is/Fragment 029 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-02-09 17:07:16 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Is, Preuss-Lausitz 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 8-11, 19-26
Quelle: Preuss-Lausitz 2004
Seite(n): 14, Zeilen: 14: r.Sp. 20 ff. - 15: l.Sp. 1.; 16: m.Sp. drittletzte Zeile ff.
Der Fremde ist sowohl nah wie fern, egal ob Heimatvertriebener, Gastarbeiter, Aussiedler gehört er in die Gesellschaft, weil er „heute kommt und morgen bleibt“.27 In gewisser Weise ist ganz Europa (weit über die formalen EU- Grenzen hinaus) multikulturelles Binnenland geworden.

[...]

Die empirische Kindheitsforschung ist sich ziemlich sicher, dass die Gewinne gegenüber den Risiken überwiegen. Aber eine beachtliche Minderheit, die so genannten „Modernisierungsverlierer“ scheitern vor dem Katalog hoher Anforderungen: Kinder versagen beim schulischen Lernen, Kinder sind zu dick, können keine Freunde gewinnen, können nicht mit Geld umgehen; Kinder wissen nicht, wie man das Internet sinnvoll nutzt; sie flüchten sich in Alkohol und Drogen; sie haben oft keinen Schulabschluss, keine Berufsausbildung, sind isoliert usw. Es sind diese Kinder, die von Lehrern meist als Belastung erlebt werden. Ulf Preuss-Lausitz28 formuliert folgende Thesen zur Reaktion der Schule/der Lehrer auf Heterogenität: [...]


27 Simmel, Georg. 1958. S. 509 - 512.

28 Preuss-Lausitz, Ulf. 2004. S. 14 - 17.

Denn der Fremde ist sowohl nah wie fern. Er gehört in die Gesellschaft, weil er „heute kommt und morgen bleibt“, wie Georg Simmel 1908(!) feststellte (1958, S. 509).

Zum anderen sind die Grenzen der Gesellschaft selbst nicht mehr eindeutig: In gewisser Weise ist ganz Europa - weit über die formalen EU-Grenzen hinaus - Binnenland geworden, mit gleichem Geld, vielen angeglichenen Vorschriften und einem Hin und

[Seite 15:]

Her von Waren, Menschen und Beziehungen.

[Seite 16:]

Die empirische Kindheitsforschung ist sich ziemlich sicher, dass insgesamt die Gewinne gegenüber den Risiken überwiegen. [...]

Aber eine beachtliche Minderheit scheitert vor diesem Katalog hoher Anforderungen: Kinder sind depressiv oder aggressiv; sie verwenden eine beleidigende und ordinäre Sprache; Kinder versagen beim schulischen Lernen; Kinder sind zu dick, können keine Freunde gewinnen, können nicht mit ihrem Geld umgehen; Kinder wissen nicht, wie man das Internet nutzt; sie flüchten sich in Alkohol; manche stehlen. Ob wir über 10% oder 20% reden, ist eine Definitionsfrage. Es sind solche Kinder, die wir „Modernisierungsverlierer“ nennen, die oft keinen Schulabschluss und damit auch keine Berufsausbildung schaffen. Oft sind sie isoliert oder ziehen sich in „Verlierer“-Milieus zurück. Es sind diese Kinder, die von Lehrern meist als Belastung erlebt werden, und die insgeheim die Sehnsucht nach der eigenen, vermeintlich heilen Schulzeit hervorrufen.

Anmerkungen

Unmittelbar im Anschluß wird die Quelle in Fn. 28 benannt. Bei isolierter Betrachtung könnte das noch ein Alltagsversehen sein.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20160209171104

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