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Heterogenität als Chance. Lehrerprofessionalität im Wandel

von Dr. Ingeborg Seitz

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Is/Fragment 074 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-02-27 10:22:48 Hindemith
BauernOpfer, Cloer 2003, Fragment, Gesichtet, Is, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 74, Zeilen: 11 ff.
Quelle: Cloer 2003
Seite(n): online, Zeilen: 0
Versucht man, die Bemühungen in der westdeutschen Erziehungswissenschaft seit 1945 bezüglich einer Theorie des Lehrers und Erziehers zu periodisieren, so lassen sich wenigstens drei unterschiedliche Fragerichtungen unterscheiden99:

1. Ansätze in der Denktradition des Geistes der wissenschaftlichen Pädagogik

Diese haben sich um die Entfaltung von so genannten Tugendkatalogen bemüht. Darin wird das Bild vom guten, vom idealen Lehrer entworfen: betont werden Selbstlosigkeit, Freundlichkeit, Geduld, Gerechtigkeit, reine Liebe zum „Unmündigen“. Auch Nohls100 Explikation des pädagogischen Bezugsverhältnisses ist hier einzuordnen: die Betonung der Verantwortung des Erwachsenen als leidenschaftliches Bemühen um das Werden des Menschen, die Orientierung auf die Individuallage des Kindes, Vertrauen als die unaufgebbare Basis des pädagogischen Bezuges, seine Nichterzwingbarkeit und die Vorläufigkeit des pädagogischen Verhältnisses, in dem der Zögling bei aller „Hingabe an seinen Erzieher“ doch zugleich immer von „Selbstbewahrung und Widerstand“ geprägt ist.

2. Ansätze im Paradigma der empirischen und der kritischen Erziehungswissenschaft

Sie haben sich vielen derjenigen Aspekte zugewandt, die die Geisteswissenschaftliche Pädagogik vernachlässigt hatte. Sie haben die konkrete Berufssituation des Lehrers, die Funktionen und Aufgaben des Berufs (Unterrichten, Erziehen, Beurteilen, Beraten, Innovieren), die Sprache, den Erziehungsstil sowie die [Einstellungen von Lehrern (ihr Gesellschaftsbild, Politikverständnis, ihre Innovationsbereitschaft) analysiert; sie haben die Störfaktoren des Lehrerberufs (Beamtenstatus, Schule im bürokratischen System, familiäre Desintegration vieler Schüler) und schließlich auch die Konfliktfelder der Lehrerrolle (abweichende und widersprüchliche Erwartungen der Bezugsgruppen Schüler, Eltern, Kollegen, Schulverwaltungsbeamte) sorgfältig zu beschreiben und zu erhellen versucht.]


99 Cloer, Ernst. 1996. S. 58 - 76.

l00 Nohl, Hermann. 1949.

Versucht man, die Bemühungen in der westdeutschen Erziehungswissenschaft seit 1945 bezüglich einer Theorie des Lehrers und Erziehers zu periodisieren, so lassen sich wenigstens drei unterschiedliche Fragerichtungen unterscheiden:

1. Ansätze in der Denktradition der Geistes wissenschaftlichen [sic] Pädagogik. Diese haben sich um die Entfaltung von sog. Tugendkatalogen bemüht. Darin wird das Bild vom guten, vom idealen Lehrer entworfen: betont werden Selbstlosigkeit, Freundlichkeit, Geduld, Gerechtigkeit, reine Liebe zum “Unmündigen". Auch Nohls Explikation des pädagogischen Bezugsverhältnisses wird man im weiteren hier einzuordnen haben: die Betonung der Verantwortung des Erwachsenen als leidenschaftliches Bemühen um das Werden des Menschen, die Orientierung auf die Individuallage des Kindes, Vertrauen als die unaufgebbare Basis des pädagogischen Bezuges, seine Nichterzwingbarkeit und die Vorläufigkeit des pädagogischen Verhältnisses, in dem der Zögling bei aller “Hingabe an seinen Erzieher" doch zugleich immer “Selbstbewahrung und Widerstand" leben will. [...]

2. Ansätze im Paradigma der empirischen und der kritischen Erziehungswissenschaft: Sie haben sich vielen derjenigen Aspekte zugewandt, die die Geisteswissenschaftliche Pädagogik vernachlässigt hatte. Sie haben die konkrete Berufssituation des Lehrers analysiert, haben die Funktionen und Aufgaben des Berufs (Unterrichten, Erziehen, Beurteilen, Beraten, Innovieren), die Sprache, den Erziehungsstil sowie die Einstellungen von Lehrern (ihr Gesellschaftsbild, Politikverständnis, ihre lnnovationsbereitschaft), sie haben die Störfaktoren des Lehrerberufs (Beamtenstatus, Schule im bürokratischen System, familiale Desintegration vieler Schüler), sie haben schließlich auch die Konfliktfelder der Lehrerrolle (abweichende und widersprüchliche Erwartungen der Bezugsgruppen Schüler, Eltern, Kollegen, Schulverwaltungsbeamte) sorgfältig zu beschreiben und zu erhellen versucht.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar in Fn. 99 genannt, Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme gehen daraus aber nicht hervor.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20160227104240

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