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Heterogenität als Chance. Lehrerprofessionalität im Wandel

von Dr. Ingeborg Seitz

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Is/Fragment 079 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-02-16 00:04:41 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Horster 2002, Is, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 1-12
Quelle: Horster 2002
Seite(n): 404 f., Zeilen: 404: 18 ff.; 405: 1-5
Sie alle dienen durch ihr Bestehen dem Erhalten und dem Funktionieren der Gesamtgesellschaft. Das ist vergleichbar der Figur der „invisible hand“ bei Adam Smith111. Auch der 100 Jahre nach Adam Smith geborene Herbert Spencer, auf den sich Luhmann stützt, vertritt die Auffassung, dass das natürliche Gleichgewicht sich in der Gesellschaft von selbst herstellt. Durch die strukturelle Kopplung der Systeme, die Luhmann in dem Band „Die Gesellschaft der Gesellschaft“, der seine Gesellschaftstheorie abschließt und kurz vor seinem Tod erschienen ist, beschreibt, erhält sich die Gesellschaft und reproduziert sich immer wieder aufs Neue. Das ist der Mechanismus, den es zu durchschauen galt, als Luhmann begann, auch in Auseinandersetzung mit Habermas, seine Systemtheorie zu entwickeln. Von dieser Warte aus sieht Luhmann das Erziehungssystem anders als in seinen früheren Schriften.

111 Smith, Adam. 1973.

Sie alle dienen durch ihr Bestehen dem Erhalten und dem Funktionieren der Gesamtgesellschaft. Das ist vergleichbar der Figur der »invisible hand« bei Adam Smith.5 Auch der 100 Jahre nach Adam Smith geborene Herbert Spencer, auf den sich Luhmann stützt, vertritt die Auffassung, daß das natürliche Gleichgewicht sich in der Gesellschaft von selbst herstellt (Spencer 1887, S. 20, §222). Durch die strukturelle Kopplung der Systeme, die Luhmann in dem Band Die Gesellschaft der Gesellschaft beschreibt, der seine Gesellschaftstheorie6 abschließt

[Seite 405:]

und kurz vor seinem Tod erschienen ist, erhält sich die Gesellschaft und reproduziert sich immer wieder aufs neue. Das ist der Mechanismus, den es zu durchschauen galt, als Luhmann begann, auch in Auseinandersetzung mit Habermas, seine Systemtheorie zu entwickeln. Von dieser Warte aus sieht Luhmann das Erziehungssystem anders als in seinen früheren Schriften.


5 Adam Smith sagt: "Tatsächlich hat [jeder Mensch] nur seinen eigenen Vorteil und nicht den der Gesellschaft im Auge. [...] Verfolgt er sein eigenes Interesse, so fördert er das der Gesellschaft weit wirksamer, als wenn er dieses wirklich zu fördern beabsichtigt. Ich habe niemals gesehen, daß diejenigen viel Gutes bewirkt hätten, die sich den Anschein gaben, um des Gemeinwohls willen Handel zu treiben. Es ist dies tatsächlich nur eine Pose« (Smith 1973, S. 40-44)

6 Bei seiner Berufung an die Universität Bielefeld sagte Luhmann 1969, daß sein einziges Projekt die Entwicklung einer Theorie der Gesellschaft sei. Er veranschlagte die Dauer des Projekts auf 30 Jahre. 1984 erschien der erste Band mit dem Titel Soziale Systeme. Es war die Einleitung. Dann erschienen nacheinander: Die Wirtschaft der Gesellschaft (1988), Die Wissenschaft der Gesellschaft (1990), Das Recht der Gesellschaft (1993), Die Kunst der Gesellschaft (1995), Die Politik der Gesellschaft (2000), Die Religion der Gesellschaft (2000), Das Erziehungssystem der Gesellschaft (2002), Die Gesellschaft der Gesellschaft [2 Bände] (1997). Die Publikation des letzten Bandes, der die GeseIlschaftstheorie Luhmanns abschließt, wurde auf seinen Wunsch vorgezogen, da er 1 1/Bei seiner Berufung an die Universität Bielcfeld sagte Luhmann '969, daß sein einziges Projekt die Entwicklung einer Theorie der Gesellschaft sei. Er veranschlagte die Dauer des Projekts auf 30 Jahre. 1984 erschien der erste Band mit dem Titel Soziale Systeme. Es war die Einleitung. Dann erschienen nacheinander: Die Wirtschaft der Gesellschaft (1988), Die Wissenschaft der Gesellschaft (1990), Das Recht der Gesellschaft (1993), Die Kunst der Gesellschaft (1995), Die Politik der Gesellschaft (2000), Die Religion der Gesellschaft (2000), Das Erziehungssystem der Gesellschaft (2002), Die Gesellschaft der Gesellschaft [2 Bände] (1997). Die Publikation des letzten Bandes, der die GeseIlschaftstheorie Luhmanns abschließt, wurde auf seinen Wunsch vorgezogen, da er 1 1/2 Jahre vorher aufgrund einer Krankheit seinem bevorstehenden Tod entgegensah. Er wollte aber die Publikation des abschließenden Bandes noch erleben. Darum erschienen drei Bände der Gesellschaftstheorie postum.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Is/Fragment 079 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-03-14 22:18:53 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Is, Luhmann 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 15-26
Quelle: Luhmann 2002
Seite(n): 145, 150, Zeilen: 145: 7 ff.; 150: 1 ff.
Zu der Zeit, als die Ausdifferenzierung eines Systems schulischer Erziehung sich durchzusetzen begann, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wurde vor allem das Problem der Lehrerbildung als der Engpass gesehen, der Bemühungen um weitgehende Reformen blockierte. Insofern lagen die vordringlichen Schwierigkeiten im Bereich der Professionalisierung des Lehrerberufs. Es gab weder einen Begriff der Profession im heutigen, soziologisch ausgearbeiteten Verständnis noch einen Begriff der Organisation als einer besonderen Form sozialer Systeme. Man konnte von Berufen sprechen und damit auf Rollendifferenzierung, aber auch auf innere Berufung anspielen.

Erstmals in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts findet man eine Vielzahl von Reformforderungen, die heute unter dem Begriff der Professionalisierung zusammengefasst werden können. Dazu zählen:

o Der Lehrerberuf soll ein Beruf sein und nicht nur eine Nebentätigkeit oder ein Durchgangsstudium [sic] zum Amt des Predigers. Er soll auch nicht nur Personen auffangen, die in anderen Karrieren (zum Beispiel als Geistliche) versagt haben,

o Die Aufsicht über Lehrtätigkeiten an Schulen soll von Angehörigen derselben Profession geführt werden, also durch Schulkollegien, die mit „Schulmännern“ besetzt werden.

o Die Berufspraxis soll weitgehend autonom durchgeführt werden unter Absehen von kleinlichen Festlegungen des Verhaltens. Der Lehrer muss an seinen Erfahrungen reifen können.

Zu der Zeit, als die Ausdifferenzierung eines Systems schulischer Erziehung sich durchzusetzen begann, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts also, wurde vor allem das Problem der Lehrerbildung als der Engpass gesehen, der Bemühungen um weitergehende Reformen blockierte. Insofern lagen die vordringlichen Schwierigkeiten im Bereich der Professionalisierung des Lehrberufs.6 Es gab weder einen Begriff der Profession im heutigen, soziologisch ausgearbeiteten Verständnis noch einen Begriff der Organisation als einer besonderen Form sozialer Systeme. Man konnte von Berufen sprechen und damit auf Rollendifferenzierung, aber auch auf innere Berufung anspielen.7

[Seite 150:]

Erstmals in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts findet man eine Vielzahl von Reformforderungen, die wir heute unter dem Begriff der Professionalisierung zusammenfassen würden. Dazu zählen: (i) Der Lehrberuf soll ein Lebensberuf sein und nicht nur eine Nebentätigkeit oder ein Durchgangsstadium zum Amt des Predigers. Er soll auch nicht nur Personen auffangen, die in anderen Karrieren (zum Beispiel als Geistliche) versagt haben. (2) Die Aufsicht über Lehrtätigkeiten an Schulen soll von Angehörigen derselben Profession geführt werden, also durch Schulkollegien, die mit Schulmännern besetzt werden. (3) Die Berufspraxis soll weitgehend autonom durchgeführt werden unter Absehen von kleinlichen Festlegungen des Verhaltens. Der Lehrer muß an seinen eigenen Erfahrungen reifen können.


6 Vgl. Alfred Heubaum, Geschichte des Deutschen Bildungswesens seit der Mitte des siebzehnten Jahrhunderts Bd. i, Berlin 1905, passim, z. B. S. 270 h; ferner zu den preußischen Bemühungen um Volksschullehrerbildung Ferdinand Vollmer, Die preußische Volksschulpolitik unter Friedrich dem Großen, Berlin 1918, insb. S. 22 ff., 132 ff., 204 ff. Aus der zeitgenössischen Literatur vgl. Ernst Christian Trapp, Versuch einer Pädagogik (1780), Neuausgabe Leipzig 1913, S. 220ff.; ders., Von der Nothwendigkeit, Erziehen und Unterrichten als eine eigne Kunst zu studiren, Halle 1779.

7 Siehe zur theologischen Vorgeschichte und ihrer Säkularisierung Trutz Rendtorff s.v. Beruf, Historisches Wörterbuch der Philosophie Bd. 1, Basel 1971, Sp. 833-835. Daß es, längst vor Luther, eine besondere christliche Wertschätzung von Arbeit und Beruf gab, kann man nachlesen bei Nikolaus Paulus, Die Wertung der weltlichen Berufe im Mittelalter, Historisches Jahrbuch 32 (1911), S.725-755.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme, jedenfalls nicht auf eine wörtliche Übernahme.

Die Aufzählung (Z. 27 ff.) ist bei der Zeilenzählung nicht berücksichtigt (weshalb auch Fragment 080 01 mit dem Abschluss der Aufzählung auf der Kategorie "keine Wertung" zugeordnet wurde).

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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