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Is/Fragment 133 01

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Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 133, Zeilen: 1-23
Quelle: Rosenbach 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Wesentlich weiter gehen allerdings die von Terhart213 im Anschluss an Wolff214 referierten Prinzipien konstruktivistischer Unterrichtsgestaltung.

Die als „Konstruktivismus“ bezeichneten Aufstellungen mögen Widerspruch auslösen oder gar verstören - „perturbieren“ -, weil sie in krassem Gegensatz zum alltäglichen Erleben stehen und scheinbar selbstverständliche Gewissheiten erschüttern. Dennoch müssen sie ernst genommen und für didaktisches Handeln ausgewertet werden. Davon dürfen wir uns auch dann nicht abhalten lassen, wenn die erkenntnistheoretischen Positionen eines radikalen Konstruktivismus buchstabengetreu, also „fundamentalistisch“ auf didaktisches Handeln übertragen würden, denn das führte zu Vorschlägen für die Gestaltung von Unterricht, die sich mit der Aufgabe von Schule nicht vereinbaren ließen. Völlig ausgeschlossen ist es, jeden jungen Menschen den Gesamtbestand des Wissens einer reifen Spätkultur für sich persönlich neu erfinden oder auch nur re-konstruieren zu lassen. Im Gegenteil - Enkulturation, Hineinwachsen in die bestehende Kultur und die Fähigkeit, an ihrer Weiterentwicklung mitzuwirken, macht es unabweislich, dass sich die jungen Menschen die grundlegenden Wissensbestände in geordneter, objektivierter, systematisierter und ökonomisierter Form - wenn möglich, nach-entdeckend - aneignen.215

Unter erzieherischem Blickwinkel kommt es darauf an, die komplizierte Beziehung zwischen intersubjektiv bestehender „Realität“ und individuell konstruierter „Wirklichkeit“ in plausibler und förderlicher Form verständlich zu machen. Jean Piaget hat mit seinem Konzept von „Assimilation“, „Akkomodation“ und „Äquilibration“ für diese Aufgabe tragfähige Grundlagen gewonnen.


213 Terhart, Ewald. 1999. S. 638 ff.

214 Wolff, Dieter. 1994.

215 Terhart, Ewald. 1999. S. 641.


Terhart, Ewald: Konstruktivismus und Unterricht. Gibt es einen neuen Ansatz in der Allgemeinen Didaktik? Zeitschrift für Pädagogik 45. 1999. Nr. 5. S. 629 - 647.

Wolff, Dieter: Der Konstruktivismus: Ein neues Paradigma in der Fremdsprachendidaktik? Die neueren Sprachen 93. 1994. S. 407 - 429.

Wesentlich weiter gehen allerdings die von TERHART (1999, S. 638 f.) im Anschluss an WOLFF (1984) referierten Prinzipien konstruktivistischer Unterrichtsgestaltung.

[...]

2.4 Würdigung

Die als „Konstruktivismus" bezeichneten Aufstellungen mögen Widerspruch auslösen oder gar verstören - „perturbieren" -, weil sie in krassem Gegensatz zum alltäglichen Erleben stehen und scheinbar selbstverständliche Gewissheiten erschüttern. Dennoch müssen sie ernst genommen und für didaktisches Handeln ausgewertet werden.

Davon dürfen wir uns auch dann nicht abhalten lassen, wenn die erkenntnistheoretischen Positionen eines radikalen Konstruktivismus buchstabengetreu, also „fundamentalistisch" auf didaktisches Handeln übertragen würden. Denn das führte zu Vorschlägen für die Gestaltung von Unterricht, die sich mit der Aufgabe von Schule nicht vereinbaren ließen.

Völlig ausgeschlossen ist es, jeden jungen Menschen den Gesamtbestand des Wissens einer reifen Spätkultur für sich persönlich neu erfinden oder auch nur re-konstruieren zu lassen (vgl. dazu die Webseite "Plädoyer für Bescheidenheit").

Im Gegenteil - Enkulturation, Hineinwachsen in die bestehende Kultur und die Fähigkeit, an ihrer Weiterentwicklung mitzuwirken, macht es unabweislich, dass sich die jungen Menschen die grundlegenden Wissensbestände in geordneter, objektivierter, systematisierter und ökonomisierter Form - wenn möglich, nach-entdeckend - aneignen (TERHART a.a.O. S. 641).

Unter erzieherischem Blickwinkel kommt es darauf an, die komplizierte Beziehung zwischen intersubjektiv bestehender „Realität" und individuell konstruierter „Wirklichkeit" in plausibler und förderlicher Form verständlich zu machen. Nach Meinung des Verfassers hat Jean PIAGET mit seinem Konzept von „Assimilation", „Akkomodation" und „Äquilibration" für diese Aufgabe weiterhin tragfähige Grundlagen gewonnen.


Ewald TERHART
Konstruktivismus und Unterricht
Gibt es einen neuen Ansatz in der Allgemeinen Didaktik?
Zeitschrift für Pädagogik 45 (1999), Nr. 5, S. 629 - 647

D. WOLFF
Der Konstruktivismus:
Ein neues Paradigma in der Fremdsprachendidaktik?
Die neueren Sprachen 93 (1994), S. 407 - 429

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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