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Is/Fragment 178 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 178, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Weber et al 2004
Seite(n): online, Zeilen: 0
Zum Vergleich: Etwa 15 Prozent der sonstigen Beamten („Nicht-Lehrer“) und etwa 20 Prozent aller in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherten Erwerbstätigen erreichen derzeit noch die Altersgrenze von 65 Jahren. Die allgemeine Erwerbsquote der 55- bis 64- Jährigen liegt in Deutschland bei circa 39 Prozent (in der Schweiz bei 72 Prozent, in Norwegen bei 67 Prozent). In dieser Altersspanne ist ein Großteil der Lehrkräfte schon frühpensioniert.

Angesichts der gesellschaftlichen, ökonomischen und sozialmedizinischen Bedeutung der Frühpensionierung von Lehrkräften ist die Klärung möglicher Ursachen für die Entwicklung evidenzbasierter Präventionsmaßnahmen und Interventionsmaßnahmen von großem Interesse. Die gegenwärtige wissenschaftliche Diskussion zur Ätiopathogenese konzentriert sich im Wesentlichen auf folgende Faktoren:

a) berufliche und gesellschaftliche Faktoren

■ zunehmende berufliche Belastungen / schlechte Rahmenbedingungen, Klassengröße, Stundenzahl, Schülerverhalten)

■ Image des Lehrerberufs (mangelnde Anerkennung, fehlender Leistungsanreiz)

■ Schulklima (Personalführung, Schulleitungen, fehlender Teamgeist)

■ Gesellschaftlicher Wandel (mangelnde Eltemverantwortung, Wertekrise)

■ Doppelbelastungen (insbesondere für Lehrerinnen)

■ rechtliche Rahmenbedingungen (Regelaltersgrenzen, Versorgungsformen, Dienstrecht)

b) sozial- und arbeitsmedizinische Faktoren

■ zunehmende berufstypische arbeitsbedingte Erkrankungen

■ fehlende / falsche Prävention (Versorgung statt Vorbeugung)

■ unausgeschöpftes Rehabilitationspotenzial (Versorgung statt Reintegration)

■ Versorgung / Begutachtung (Qualitätsaspekte, Alibidiagnose-Psyche, Medikali- sierung von Personalproblemen)

c) persönliche Faktoren

■ geringere individuelle Belastbarkeit (defizitäre Bewältigungsstrategien)

■ persönliche Lebenssituation (Ausweg Frühpensionierung)

Textkasten: Postulierte Ursachen krankheitsbedingter Frühpensionierungen von Lehrkräften (erschienen im Deutschen Arzteblatt Heft 13 vom 26.03.2004)

Weitgehender Konsens besteht unter den mit der Materie befassten Wissenschaftlern heute dahingehend, dass Frühpensionierung ein multidimensionaler Prozess ist, für den (sozial-) medizinische, gesellschaftliche, normativ-rechtliche und individuelle Rahmenbedingungen maßgeblich sind. Sozialmedizinisch ist von wesentlicher Bedeutung, beruflich relevante gesundheitliche Leistungsein[schränkungen frühzeitig zu erkennen und einem adäquaten „disability management“ zuzuführen.]

Zum Vergleich: Etwa 15 Prozent der sonstigen Beamten („Nicht-Lehrer“) und etwa 20 Prozent aller in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherten Erwerbstätigen erreichen derzeit noch die Altersgrenze von 65 Jahren. Die allgemeine Erwerbsquote der 55- bis 64- Jährigen liegt in Deutschland bei circa 39 Prozent (in der Schweiz bei 72 Prozent, in Norwegen bei 67 Prozent) (19). In dieser Altersspanne ist ein Großteil der Lehrkräfte schon frühpensioniert.

[...]

Angesichts der gesellschaftlichen, ökonomischen und sozialmedizinischen Bedeutung der Frühpensionierung von Lehrkräften ist die Klärung möglicher Ursachen für die Entwicklung evidenzbasierter Präventionsmaßnahmen und Interventionsmaßnahmen von großem Interesse. Die gegenwärtige wissenschaftliche Diskussion zur Ätiopathogenese konzentriert sich im Wesentlichen auf die Faktoren, die im Textkasten 2 aufgelistet sind, wobei eine Diskrepanz zwischen gesichertem Wissen und veröffentlichten Meinungen auffällt.

[...]

Weitgehender Konsens besteht unter den mit der Materie befassten Wissenschaftlern heute dahingehend, dass Frühpensionierung ein multidimensionaler Prozess ist, für den (sozial-) medizinische, gesellschaftliche, normativ-rechtliche und individuelle Rahmenbedingungen maßgeblich sind (21). Sozialmedizinisch ist von wesentlicher Bedeutung, beruflich relevante gesundheitliche Leistungseinschränkungen frühzeitig zu erkennen und einem adäquaten „disability management“ zuzuführen.

Anmerkungen

Nur der Textkasten ist halbwegs korrekt referenziert.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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