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Is/Fragment 191 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 191, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Sieland 2000
Seite(n): online, Zeilen: 0
[An einigen Tagen fällt es vielen Lehrern vermutlich nicht so schwer, diesen Erwartungen] ein Stück weit zu entsprechen, doch an vielen anderen Tagen und Wochen, an denen vielleicht private Tiefen, gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Ärgernisse mit Vorgesetzten bestehen, kann es schwierig und für manche auch unmöglich sein, die notwendige emotionale Ausgeglichenheit in sich zu spüren. Fehlt diese Ausgeglichenheit aber weitgehend oder ganz, dann kann der Unterricht zu einer fast unerträglichen Mühe werden.“

Der professionelle Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen ist also eine Schlüsselkompetenz für Lehrer. Sie müssen immer wieder neu üben, sich über den Einsatz ihrer Mitmenschen zu freuen und nicht nur über deren Ergebnisse. Dazu brauchen sie den Willen zum Wohlfühlen (auch im Alter, auch unter schwierigen Bedingungen...). Gibt es eine Grundbegabung zur Dankbarkeit und Fröhlichkeit sowie zur Freude über das, was ist, ohne Neid auf vermeintlich noch Glücklichere? Kann man von den Fröhlichen lernen?

Diesem Wohlbefinden einer Lehrperson können viele Dinge im Wege stehen: die eigene Persönlichkeit, eigene Lebensumstände, aber auch das Kollegium sowie die Werte und Normen, die von Eltern und Schülern sowie von der Schulverwaltung vermittelt werden. So z. B. die in der Schule übliche Defizitdiagnostik: Es werden Fehler statt Richtiges gezählt! Verstellt uns das den Blick für das Gute und das Normale? Könnte es sein, dass wir eine Feedback-Kultur in den Kollegien haben, die sich mehr am Aussprechen von Negativem als an der Bestätigung von Positivem orientiert? Könnten unsere Selbstgespräche eher kritisierend, entmutigend und auf negative Gefühle abgestellt sein, statt auf die positiven Gegenteile? Ermutigung könnte damit beginnen, Stärken zu stärken. Lehrer müssten zudem aus unrealistischen Erwartungen und Idealen lebbare Berufsleitbilder entwickeln. Das Gefühl, nie genug gemacht zu haben, sollte ergänzt werden durch eine Sorge, nicht zu einseitig zu werden bzw. durch einen Wunsch nach Vielseitigkeit. Die Neigung zu sozialem Rückzug sollte durch Mut zur kollegialen Kooperation überwunden werden. Wellbeing (Wohlfühlen) ist ein komplexer Zustand und Prozess, der von vielen Faktoren abhängig ist, z. B.:

o Lebenslagen

o Lebensbedingungen

o selbst beeinflussbare oder vorgegebene Personenmerkmale

o Kompetenzen zum Umgang mit Freude und Leid

o Erwartungen an sich an das Leben, den Beruf, die Partnerschaft...

o Art des Wohlbefindens durch Genuss und die Fähigkeit, Frust auszuhalten

An einigen Tagen fällt es vielen Lehrern vermutlich nicht so schwer, diesen Erwartungen ein Stück weit zu entsprechen, doch an vielen anderen Tagen und Wochen, an denen vielleicht private Tiefen, gesundheitliche Beeinträchtigungen oder Ärgernisse mit Vorgesetzten bestehen, kann es schwierig und für manche auch unmöglich sein, die notwendige emotionale Ausgeglichenheit in sich zu spüren. Fehlt diese Ausgeglichenheit aber weitgehend oder ganz, dann kann der Unterricht zu einer fast unerträglichen Mühe werden.“

Der professionelle Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen ist also eine Schlüsselkompetenz für LehrerInnen. Sie müssen immer wieder neu üben, sich über den Einsatz ihrer Mitmenschen zu freuen und nicht nur über deren Ergebnisse. Dazu brauchen sie den Willen zum Wohlfühlen (auch im Alter, auch unter schwierigen Bedingungen...). Gibt es eine Grundbegabung zur Dankbarkeit und Fröhlichkeit sowie zur Freude über das, was ist, ohne Neid auf vermeindlich noch Glücklichere?

Kann man von den Fröhlichen lernen?

Diesem Wohlbefinden einer Lehrperson können viele Dinge im Wege stehen: die eigene Persönlichkeit, eigene Lebensumstände, aber auch das Kollegium sowie die Werte und Normen, die von Eltern und SchülerInnen sowie von der Schulverwaltung vermittelt werden. So z.B. die in der Schule übliche Defizitdiagnostik: Wir zählen Fehler statt Richtiges! Verstellt uns das den Blick für das Gute und das Normale? Könnte es sein, daß wir eine Feedback-Kultur in den Kollegien haben, die sich mehr am Aussprechen von Negativem als an der Bestätigung von Positiven orientiert? Könnten unsere Selbstgespräche eher kritisierend, entmutigend und auf negative Gefühle abgestellt sein, statt auf die positiven Gegenteile? Ermutigung könnte damit beginnen, Stärken zu stärken. LehrerInnen müßten zudem aus unrealistischen Erwartungen und Idealen lebbare Berufsleitbilder entwickeln.

Das Gefühl, nie genug gemacht zu haben, sollte ergänzt werden durch eine Sorge, nicht zu einseitig zu werden bzw. durch einen Wunsch nach Vielseitigkeit. Die Neigung zu sozialem Rückzug sollte durch Mut zur kollegialen Kooperation überwunden werden (vgl. Neumann u.a. 1998).

Wellbeing (Wohlfühlen) ist ein komplexer Zustand und Prozeß, der von vielen Faktoren abhängig ist.

Faktoren Beispiele

Lebenslagen
Lebensbedingungen

selbst beeinflußbare oder vorgegebene Personenmerkmale

Kompetenzen zum Umgang mit Freude und Leid, Erwartungen an sich an das Leben, den Beruf, die Partnerschaft...

Art des Wohlbefindens durch Genuß und die Fähigkeit, Frust auszuhalten

Anmerkungen

Letzter Hinweis auf die Quelle auf S. 190. Dass eine seitenlange wörtliche Übernahem erfolgt, ist nicht erkennbar.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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