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Is/Fragment 224 02

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 224, Zeilen: 2 ff. (bis Seitenende)
Quelle: Mayring 2001
Seite(n): online, Zeilen: 0
Dabei wird um zentrale Kategorien herum systematisch nach Material gesucht. Noch deutlicher arbeitet die „Ethnographic Content Analysis“ (Altheide 1996) Prozesse des Findens und Anwendens von Codes bzw. Kategorien vom Material heraus. Im Rahmen der Qualitativen Inhaltsanalyse werden hier zwei Verfahrensweisen genauer beschrieben, die den Prozess des Arbeitens mit einem Set an Kategorien unterstützen. Die induktive Kategorienentwicklung versucht die Auswertungsgesichtpunkte aus dem Material herauszukristallisieren. Sie folgt dabei einem Ablaufmodell, in dessen Rahmen die Definition eines Selektionskriteriums, die schrittweise Materialbearbeitung und die Revision der neu entwickelten Kategorien zentral sind. Mittels deduktiver Kategorienanwendung werden auf ein theoretisch entwickeltes Kategorienset bezogen genaue Zuordnungsregeln formuliert (Kodierleitfaden), die festlegen, unter welchen Bedingungen die Zuordnung einer Kategorie zu einer Textstelle zulässig ist.

So entsteht eine Reihe von Auswertungsgesichtspunkten (Kategorien) und einer Reihe von zugeordneten Textstellen Diese Zuordnungen werden als Daten aufgefasst und in einem zweiten Analyseschritt quantitativ weiterbearbeitet. Die Kategorien werden nach der Häufigkeit ihres Auftauchens im Material geordnet, Prozentangaben werden berechnet, Häufigkeitslisten zwischen verschiedenen Materialteilen (z. B. den Interviews) werden verglichen, ordinale Kategoriensysteme (hoch - mittel - niedrig) werden eingesetzt, Maße der zentralen Tendenz werden berechnet, Vergleiche zwischen Materialuntergruppen werden angestellt. Bei diesem Vorgehen, das mit Kategoriensystemen arbeitet, besteht der erste Schritt aus qualitativen Analysen, der zweite Schritt aus quantitativen Prozeduren, die dann in einem dritten Schritt wieder (qualitativ) interpretiert werden.

Personebene: Typenbildung

Auf der Ebene der Untersuchungsteilnehmer hat man es in qualitativer Analyse in aller Regel zunächst mit Einzelfallanalysen zu tun. Fallanalysen gelten als Ideal qualitativer Forschung, da wir hier in einer ganzheitlichen Sicht auf das Subjekt komplexe Beziehungen des Einzelnen mit seiner Umwelt beschreiben können. Allerdings stellt sich hier oft das Problem der Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse. Die Ausweisung des Einzelfalls als typisch für einen bestimmten Gegenstandsbereich stellt einen ersten, quantifizierenden Verallgemeinerungsschritt dar. Ein einzelner Fall steht nie für sich selbst. Die Ergebnisse der Fallanalyse sind meistens auch auf ähnliche Fälle übertragbar.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, schrittweise die Fallbasis zu erweitern, indem Vergleichsfalle untersucht werden. Hier sind verschiedene Strategien möglich: besonders häufig auftretende Fälle einzubeziehen, Extremfälle gegenüberzustellen oder theoretisch interessante Fälle genauer zu analysieren. Es stellen sich drei Strategien systematischer Fallvergleiche heraus, die Suche nach Gegenbeispielen, das theoretische und das selektive Sampling.

Dabei wird um zentrale Kategorien herum systematisch nach Material gesucht. Noch deutlicher arbeitet die "Ethnographic Content Analysis" (ALTHEIDE 1996) die Prozesse des Findens und Anwendens von Codes bzw. Kategorien am Material heraus. [14]

Im Rahmen der Qualitativen Inhaltsanalyse (vgl. MAYRING 2000a; 2000b) werden hier zwei Verfahrensweisen genauer beschrieben, die den Prozess des Arbeitens mit einem Set an Kategorien unterstützen. Die induktive Kategorienentwicklung versucht die Auswertungsgesichtpunkte aus dem Material herauszukristallisieren. Sie folgt dabei einem Ablaufmodell, in dessen Rahmen die Definition eines Selektionskriteriums, die schrittweise Materialbearbeitung und die Revision der neu entwickelten Kategorien zentral sind. Mittels deduktiver Kategorienanwendung werden auf ein theoretisch entwickeltes Kategorienset bezogen genaue Zuordnungsregeln formuliert (Kodierleitfaden), die festlegen, unter welchen Bedingungen die Zuordnung einer Kategorie zu einer Textstelle zulässig ist. [15]

In beiden Fällen gelangt man zu einer Reihe von Auswertungsgesichtspunkten (Kategorien) und einer Reihe von zugeordneten Textstellen. Wenn derart systematisch mit Kategorien gearbeitet wird, bietet es sich an, diese Zuordnungen als "Daten" aufzufassen und in einem zweiten Analyseschritt quantitativ weiterzuverarbeiten. Hier besteht z.B. die Möglichkeit

  • die Kategorien nach der Häufigkeit ihres Auftauchens im Material zu ordnen, Prozentangaben zu berechnen;
  • solche Häufigkeitslisten zwischen verschiedenen Materialteilen (z.B. Interviews) zu vergleichen;
  • auch einfache ordinale Kategoriensysteme (hoch – mittel – niedrig) einzusetzen, Maße der zentralen Tendenz zu berechnen, Vergleiche zwischen Materialuntergruppen anzustellen. [16]

Bei einem solchen Vorgehen, das mit Kategoriensystemen arbeitet, besteht also der erste Schritt aus qualitativen Analysen, der zweite Schritt aus quantitativen Prozeduren, die dann in einem dritten Schritt wieder (qualitativ) interpretiert werden müssen. [17]

4. Personebene: Typenbildung

Auf der Ebene der Untersuchungsteilnehmer haben wir es in qualitativer Analyse in aller Regel zunächst mit Einzelfallanalysen zu tun. Fallanalysen gelten als Ideal qualitativer Forschung, da wir hier in einer ganzheitlichen Sicht auf das Subjekt komplexe Beziehungen des Einzelnen mit seiner Umwelt beschreiben können (BROMLEY 1986; STAKE 1995). Allerdings stellt sich hier oft das Problem der Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse. Die Ausweisung des Einzelfalls als typisch für einen bestimmten Gegenstandsbereich stellt hier einen ersten, quantifizierenden Verallgemeinerungsschritt dar. [18]

Denn ein einzelner Fall steht nie für sich selbst. Wir wollen zeigen, dass die Ergebnisse der Fallanalyse auch auf ähnliche Fälle übertragbar sind. Hier sind verschiedene Argumentationslinien und Vorgehensweisen entwickelt worden (vgl. z.B. GERHARDT 1991). [...]

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, schrittweise die Fallbasis zu erweitern, indem Vergleichsfälle untersucht werden. Hier sind verschiedene Strategien möglich: besonders häufig auftretende Fälle einzubeziehen, Extremfälle gegenüberzustellen oder theoretisch interessante Fälle genauer zu analysieren. KELLE und KLUGE (1999) stellen hier drei Strategien systematischer Fallvergleiche heraus, die Suche nach Gegenbeispielen, das theoretische und das selektive Sampling und betonen die Notwendigkeit eines heuristischen Rahmens für Fallvergleiche und Typenbildung.

Anmerkungen

Die Quelle wird vorher auf S. 223 und danach auf S. 225 - jeweils zum Nachweis zweier Abbildungen - genannt; dass aber auch der Text (großteils wörtlich) daraus entnommen ist, bleibt ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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