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Is/Fragment 226 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 226, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Mayring 2001
Seite(n): online, Zeilen: 0
Eine erste Möglichkeit könnte man dabei als Vorstudienmodell bezeichnen. Dies stellt eine klassische Variante quantitativ orientierten Vorgehens dar, die darin besteht, die qualitativen Analyseschritte auf die Phase der Hypothesengewinnung in einer Vorstudie zu beschränken. In der nachfolgenden Phase werden diese Hypothesen dann quantitativ überprüft.

Eine zweite Kombinationsmöglichkeit stellt das Verallgemeinerungsmodell dar. Hier besitzen die qualitativen Elemente einen höheren Stellenwert, da zunächst eine qualitative Studie komplett durchgeführt und ausgewertet und erst im zweiten Schritt mit quantitativen Mitteln verallgemeinert und abgesichert wird.

Eine dritte Möglichkeit des Verhältnisses qualitativer und quantitativer Analyseschritte könnte man Vertiefungsmodell nennen; teilweise liegt dieses Modell auch dieser Studie zu Grunde. Hier ist das Verfahren umgekehrt: Eine abgeschlossene quantitative Studie wird durch qualitative Analysen weitergeführt. Die Ergebnisse werden so besser interpretierbar; quantitativen Ergebnissen kann auf diese Weise weiter nachgegangen werden.

Ein viertes Modell der Verbindung qualitativer und quantitativer Analyseschritte stellt schließlich das Triangulationsmodell („between-method-triangulation“)287 dar, nach dem sich auch diese Untersuchung richtet. Dies bedeutet die komplexeste Verschränkung qualitativer und quantitativer Analyseschritte in einem Analyseprozess. Hier wird eine Fragestellung aus mehreren Blickwinkeln mit unterschiedlichen Methoden angegangen. Dabei geht es nicht darum, festzustellen, welcher Analyseansatz die richtigeren Ergebnisse erbringt. Die Resultate sollen sich vielmehr gegenseitig unterstützen, der Schnittpunkt der Einzelresultate stellt die Endergebnisse dar.288

Das Modell der Triangulation wird auch innerhalb der qualitativen Forschung als zentrales Gütekriterium verwendet, wobei nicht das Finden der Wahrheit im Schnittpunkt der Analyseperspektiven erwartet wird, sondern ein schrittweises Erweitern der Erkenntnis durch gegenseitiges Vergleichen unterschiedlicher Herangehensweisen.

Ebene der Forschungslogik: Gemeinsames Ablaufmodell

Eine wirkliche Integration qualitativer und quantitativer Analyse und damit eine Überwindung der oft kritisierten Gegenüberstellung gelingt aber nur, wenn man für beide Forschungstraditionen eine gemeinsame Forschungslogik formuliert. Dies wird zunächst dadurch erschwert, dass klassische Methodenhandbücher empirischer Forschung Forderungen stellen wie Hypothesenformulierungen am Anfang oder Verwendung großer - am besten repräsentativer - Stichproben, die von qualitativen Vertretern abgelehnt werden. Die Konsequenz ist dann oft, dass qualitativ orientierte Projektberichte keinem geregelten Ablaufschema folgen.


287 Ebd. S. 11: Mayring differenziert verschiedene Triangulationsmöglichkeiten: Daten- Triangulation, Investigator-Triangulation, Theorien-Triangulation und methodologische Triangulation.

288 Vgl. Mayring, Philipp. 1999.

Eine erste Möglichkeit könnte man dabei als Vorstudienmodell bezeichnen. Dies stellt eine klassische Variante quantitativ orientierten Vorgehens dar, die darin besteht, die qualitativen Analyseschritte auf die Phase der Hypothesengewinnung in einer Vorstudie zu beschränken. In der nachfolgenden Phase werden diese Hypothesen dann quantitativ überprüft. [...]

Eine zweite Kombinationsmöglichkeit stellt das Verallgemeinerungsmodell dar. Hier besitzen die qualitativen Elemente einen höheren Stellenwert, da zunächst eine qualitative Studie komplett durch geführt [sic] und ausgewertet und erst im zweiten Schritt mit quantitativen Mitteln verallgemeinert und abgesichert wird. [...]

Eine dritte Möglichkeit des Verhältnisses qualitativer und quantitativer Analyseschritte könnte man Vertiefungsmodell nennen. Hier ist das Verfahren umgekehrt: Eine abgeschlossene quantitative Studie wird durch qualitative Analysen weitergeführt. Die Ergebnisse werden so besser interpretierbar; beispielsweise kann durch Fallanalysen in Korrelationen die Richtung einer möglichen Kausalität gedeutet werden. Quantitativen Ergebnissen kann auf diese Weise weiter nachgegangen werden. [24]

Ein viertes Modell der Verbindung qualitativer und quantitativer Analyseschritte schließlich stellt das Triangulationsmodell dar. Dies bedeutet die komplexeste Verschränkung qualitativer und quantitativer Analyseschritte in einem Analyseprozess. Hier wird eine Fragestellung aus mehreren Blickwinkeln mit unterschiedlichen Methoden angegangen. Dabei geht es nicht darum, festzustellen, welcher Analyseansatz die richtigeren Ergebnisse erbringt. Die Resultate sollen sich vielmehr gegenseitig unterstützen, der Schnittpunkt der Einzelresultate stellt die Endergebnisse dar (Triangulation; vgl. MAYRING 1999b). Das Modell der Triangulation wird auch innerhalb der qualitativen Forschung als zentrales Gütekritierium verwendet (vgl. FLICK 2000), wobei nicht das Finden der Wahrheit im Schnittpunkt der Analyseperspektiven erwartet wird, sondern ein schrittweises Erweitern der Erkenntnis durch gegenseitiges Vergleichen unterschiedlicher Herangehensweisen. Dabei werden auch verschiedene Triangulationsmöglichkeiten differenziert (Daten-Triangulation, Investigator-Triangulation, Theorien-Triangulation und methodologische Triangulation, wobei wir uns hier auf die "Between-method-triangulation" beziehen (vgl. DENZIN 1978). [25]

6. Ebene der Forschungslogik: Gemeinsames Ablaufmodell

Eine wirkliche Integration qualitativer und quantitativer Analyse und damit eine Überwindung der oft kritisierten Gegenüberstellung gelingt uns aber nur, wenn wir für beide Forschungstraditionen eine gemeinsame Forschungslogik formulieren. Dies wird zunächst dadurch erschwert, dass klassische Methodenhandbücher empirischer Forschung Forderungen stellen wie Hypothesenformulierungen am Anfang oder Verwendung großer – am besten repräsentativer – Stichproben, die von qualitativen Vertretern abgelehnt werden. Die Konsequenz ist dann oft, dass qualitativ orientierte Projektberichte keinem geregelten Ablaufschema folgen. [26]

Anmerkungen

Die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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