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Is/Fragment 227 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 227, Zeilen: 1-8, 11-27
Quelle: Mayring 2001
Seite(n): online, Zeilen: 0
In Handbüchern empirischer Sozialforschung wird in der Regel der Forschungsprozess idealtypisch in einzelne Schritte zerlegt, wie Fragestellungsformulierung, Stichprobenbeschreibung, Methoden, Ergebnisdarstellung und Diskussion. Mayring289 vertritt die Hypothese, dass man ein solches idealtypisches Forschungsablaufmodell an einigen Punkten erweitern kann, um so auch qualitativen Projekten Platz zu bieten. Eine solche für qualitative und quantitative Analyse gemeinsame Forschungslogik vermag beide auf einem höheren Niveau zu integrieren.

Gewinne einer Integration qualitativer und quantitativer Forschung

Qualitative und quantitative Analyse sind oft miteinander verknüpft.

Auf der Seite quantitativ orientierter Forschung steht dabei ein Moment im Vordergrund. Durch Einbezug qualitativer Analysestrategien gewinnt solche Forschung an Offenheit für den Gegenstand und damit auch an Alltagsnähe. Vorgefasste Konzepte (Hypothesen) werden stärker in Frage gestellt, die Verbindung mit dem Gegenstand der Untersuchung wird während des gesamten Forschungsprozesses, nicht nur in der Erhebungsphase aufrechterhalten.

Qualitativ orientierte Forschungsprojekte gewinnen durch die oben explizierten Verbindungsmöglichkeiten zunächst an Transparenz und methodischer Strin- genz. Der instrumentell-technische Charakter von Forschungsstrategien wird stärker unterstrichen, wenngleich dies bei einer Übertreibung neue Gefahren birgt (Vernachlässigung der Forscher-Subjekt Interaktion). Damit wird die Forschung stärker intersubjektiv nachvollziehbar und überprüfbar. Weiterhin gewinnt qualitativ orientierte Forschung durch Hinzuziehen quantitativer Analyseschritte in aller Regel an Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse. Diese Systematisierungen und Generalisierungen geben gegen die Vorwürfe mangelnder Wissenschaftlichkeit, wie sie heute noch vor allem in der Psychologie gegen qualitative Forschung erhoben werden, Argumente an die Hand.


289 Ebd.

In Handbüchern empirischer Sozialforschung (z.B. BORTZ & DÖRING 1995) wird in der Regel der Forschungsprozess idealtypisch in einzelne Schritte zerlegt, wie Fragestellungsformulierung, Stichprobenbeschreibung, Methoden, Ergebnisdarstellung und Diskussion. Hier soll die Hypothese vertreten werden (vgl. MAYRING 1999a), dass man ein solches idealtypisches Forschungsablaufmodell an einigen Punkten erweitern kann, um so auch qualitativen Projekten Platz zu bieten. Eine solche für qualitative und quantitative Analyse gemeinsame Forschungslogik vermag beide auf einem höheren Niveau zu integrieren.

[...]

Auf der Seite quantitativ orientierter Forschung steht dabei ein Moment im Vordergrund. Durch Einbezug qualitativer Analysestrategien gewinnt solche Forschung an Offenheit für den Gegenstand und damit auch an Alltagsnähe. Vorgefasste Konzepte (Hypothesen) werden stärker in Frage gestellt, die Verbindung mit dem Gegenstand der Untersuchung wird während des gesamten Forschungsprozesses, nicht nur in der (sonst meist an Hilfskräfte delegierten) Erhebungsphase aufrechterhalten. [30]

Qualitativ orientierte Forschungsprojekte gewinnen durch die oben explizierten Verbindungsmöglichkeiten zunächst an Transparenz und methodischer Stringenz. Der instrumentell-technische Charakter von Forschungsstrategien wird stärker unterstrichen, wenngleich dies bei einer Übertreibung neue Gefahren birgt (Vernachlässigung der Forscher-Subjekt-Interaktion). Damit wird die Forschung stärker intersubjektiv nachvollziehbar und überprüfbar. Weiterhin gewinnt qualitativ orientierte Forschung durch Hinzuziehen quantitativer Analyseschritte in aller Regel an Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse. Diese Systematisierungen und Generalisierungen geben Argumente an die Hand gegen die Vorwürfe mangelnder Wissenschaftlichkeit, wie sie heute noch vor allem in der Psychologie gegen qualitative Forschung erhoben werden. [31]

Anmerkungen

Die Wörtlichkeit der Übernahme bleibt ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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