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Gesundheitsstatus und Gesundheitssystem in Deutschland und Ungarn. Ungarn auf dem Weg in die Europäische Union

von Dr. Jochen Baierlein

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[1.] Jba/Fragment 078 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-06-27 15:41:20 Schumann
Fragment, Gesichtet, Jba, Kern Kupsch 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 1-15
Quelle: Kern Kupsch 2002
Seite(n): 8, Zeilen: 11 ff.
Gesundheitsleistungen, die unter staatlicher Aufsicht meist privat erbracht werden (z. B. Deutschland, Frankreich, Österreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Schweiz, Japan).

Markt-Modell. Dieses Modell ist geprägt durch überwiegend private Finanzierung und private Bereitstellung von Gesundheitsleistungen sowie relativ wenigen staatlichen Eingriffen oder Kontrollen (Vereinigte Staaten von Amerika).

Alle Gesundheitssysteme werden demnach in traditioneller Sichtweise zwischen einem "privaten" oder "marktorientierten " System wie z.B. in den USA und einem "öffentlichen" oder "staatlichen" System wie im Vereinigten Königreich eingeordnet.

Allen Systemen ist gemeinsam, dass sie in unterschiedlichem Maß Gerechtigkeit herstellen. Marktorientierte, nicht budgetierte Systeme verlieren möglicherweise eher die Kontrolle über die Ausgaben. Patientenorientierung lässt vielleicht besonders in staatlich gesteuerten Systemen zu Wünschen übrig. Die Effizienz der Produktion und Bereitstellung von Leistungen kann wohl in allen Systemen verbessert werden. Im Sinne der Solidarität wird in keinem industrialisierten Land die Gesundheitsversorgung vollständig dem Markt überlassen.

Bismarck-Modell eines Sozialversicherungssystems, das weitgehend durch einkommensabhängige Pflichtbeiträge von Arbeitnehmern und/oder Arbeitgebern6 finanziert wird und dessen Gesundheitsleistungen unter staatlicher Aufsicht meist privat erbracht werden (z.B. Deutschland, Frankreich, Österreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Schweiz, Japan).

Markt-Modell mit überwiegend privater Finanzierung und privater Bereitstellung von Gesundheitsleistungen und relativ wenigen staatlichen Eingriffen oder Kontrollen (Vereinigte Staaten von Amerika).

Alle Gesundheitssysteme werden demnach in traditioneller Sichtweise auf dem Kontinuum zwischen einem “privaten” oder “marktlichen” System wie in den USA und einem “öffentlichen” oder “staatlichen” System wie im Vereinigten Königreich eingeordnet (Cullies und West, 1991). Allen Systemen ist gemeinsam, dass sie, wenn auch quantitativ unterschiedlich, unzureichend Gerechtigkeit herstellen. Marktorientierten Systeme verlieren möglicherweise eher die Kontrolle über die Ausgaben. Die Patientenorientierung kann vielleicht insbesondere in staatlich gesteuerten Systemen vernachlässigt werden, da individuelle Präferenzen bei kollektiven Regelungen nur unvollständig abgebildet werden. Die Effizienz der Produktion und Bereitstellung von Leistungen kann wohl in allen Systemen als verbesserungsfähig betrachtet werden. Im Sinne der Solidarität wird in keinem industrialisierten Land die Gesundheitsversorgung vollständig dem Markt überlassen. 7


6 [...]

7 [...]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Jba/Fragment 078 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-06-27 15:42:12 Schumann
Fragment, Gesichtet, HiT Germany 2000, Jba, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
marcusb
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 17-31
Quelle: HiT Germany 2000
Seite(n): 131, 132, Zeilen: 131: 2 ff.; 132: 1 ff.
[5.2.2 Gesundheitssystem in Deutschland]

Das deutsche Gesundheitssystem legt den Schwerpunkt eher auf allgemeine Zugänglichkeit sowie auf eine hohes Niveau an Leistungserbringern und technische Ausstattung als auf Kosteneffektivität oder Kostenbegrenzung (trotz aller gesetzgeberischen Bemühungen um Kostendämpfung). Diese Prioritätensetzung wird von der Öffentlichkeit unterstützt. Nach diesen Kriterien beurteilt funktioniert das deutsche Gesundheitssystem gut. Wartelisten und explizite Rationierung sind praktisch unbekannt.

Obwohl die Gesundheitsausgaben seit 1970 absolut um das Fünffache stiegen, blieb ihr Anteil am BIP relativ stabil – zumindest bis zur Wiedervereinigung.

Inzwischen wird eher von einer Finanzierungskrise als von einer Ausgabenkrise oder Kostenexplosion ausgegangen.

Zwei Faktoren sind in dieser Hinsicht von besonderer Bedeutung:

  • einerseits schmälert die hohe Arbeitslosenquote die Finanzierungsbasis des

Sozialversicherungssystems.

  • andererseits ist Arbeit für einen zusehends kleineren Teil des nationalen Einkommens verantwortlich, während der Kapitalanteil weiter wächst.
[Schlussbemerkungen]

Das deutsche Gesundheitssystem legt den Schwerpunkt eher auf allgemeine Zugänglichkeit sowie eine hohes Niveau an Leistungserbringern und technischer Ausstattung als auf Kosteneffektivität oder Kostenbegrenzung (trotz aller gesetzgeberischer Bemühungen um Kostendämpfung). Diese Prioritätensetzung wird von der Öffentlichkeit unterstützt und nach diesen Kriterien beurteilt arbeitet das deutsche Gesundheitssystem gut. Wartelisten und explizite Rationierung sind praktisch unbekannt.

[...]

Obwohl die Gesundheitsausgaben seit 1970

[Seite 132, Z. 1 ff.]

absolut um das Fünffache stiegen, blieb ihr Anteil am BIP relativ stabil – zumindest bis zur Wiedervereinigung. [...] Inzwischen wird eher von einer Finanzierungskrise als von einer Ausgabenkrise oder Kostenexplosion ausgegangen.

Zwei Faktoren sind in dieser Hinsicht von besonderer Bedeutung. Einerseits schmälert die hohe Arbeitslosenquote die Finanzierungsbasis des Sozialversicherungssystems. Andererseits ist Arbeit für einen zusehends kleineren Teil des nationalen Einkommens verantwortlich, während der Kapitalanteil weiter wächst.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(marcusb) Schumann


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