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Gesundheitsstatus und Gesundheitssystem in Deutschland und Ungarn. Ungarn auf dem Weg in die Europäische Union

von Dr. Jochen Baierlein

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[1.] Jba/Fragment 079 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-06-25 13:50:46 Schumann
Fragment, Gesichtet, HiT Germany 2000, Jba, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
marcusb
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: HiT Germany 2000
Seite(n): 132, 133, Zeilen: 132: 11 ff.; 133: 12 ff.
Diese Faktoren führen zu einer relativen Abnahme des Mittelflusses in das Sozialversicherungssystem, dessen Beiträge lediglich auf Erwerbstätigkeit basieren. Durch die Wiedervereinigung sind die Gesundheitsausgaben als Prozentanteil am BIP jedoch stark gestiegen (und auf einem hohen Niveau geblieben), da die Pro-Kopf-Ausgaben in den alten und neuen Bundesländern annähernd gleich sind, das BIP jedoch nicht. Kostendämpfung wird daher weiterhin einen Spitzenplatz auf der politischen Agenda behalten und Budgets werden in absehbarer Zukunft bestehen bleiben. Einen weiteren Fokus wird es auf die Änderung derjenigen Vergütungsmechanismen geben, die gegenwärtig unnötige und übermäßige Behandlungen fördern, wie beispielsweise Tagespflegesätze in Krankenhäusern, die ab 2003 durch ein umfassendes diagnosebezogenes Pauschalensystem ersetzt werden.

In Deutschland gibt es hinsichtlich Regulierung des Leistungskataloges und Steuerung der Verbreitung von Technologien in verschiedenen Bereichen des Gesundheitssystems bemerkenswerte Inkonsistenzen. Grundsätzlich ist der ambulante Sektor den Leistungskatalog sowie Verbreitung und Nutzung von Technologien betreffend wesentlich stärker als der Krankenhausbereich reguliert.. [sic]

Eine deutliche Schwäche des deutschen Systems in Hinblick auf die Rehabilitation ist seine Aufgliederung, insbesondere einerseits zwischen GKV und Sozialer Rentenversicherung, (die den Großteil der rehabilitativen Versorgung abdeckt) und zwischen ambulanter und stationärer Versorgung auf der anderen Seite. Hinzu kommt die Spaltung der stationären und rehabilitativen Versorgung von der Langzeitpflege, die eine lange Tradition hat und eine Reihe von Akteuren umfasst. Der tatsächliche Umfang der Duplizität von Leistungen und der Zahl unangemessener Überweisungen, die entweder zu früh (durch sektorale Budgets) oder zu spät (durch Kommunikationsprobleme) erfolgen, ist nicht exakt quantifizierbar. Es gibt aber einen breiten Konsens über die zumindest potentiell negativen Auswirkungen für Patienten und Kostenentwicklung.

Der sektoralen Aufspaltung zugehörig ist die schwache Rolle der Primärversorgung und die fehlende Primärarztsystem-Funktion der Hausärzte. Die GKV Gesundheitsreform 2000 hat den Trennungsaspekt berücksichtigt, indem es zum Einen direkte Verträge zwischen Krankenkassen und „intersektoralen“ Gruppen von Leistungserbringern erlaubt und zum [Zweiten den Krankenkassen zugestanden wird, Gatekeeping auf freiwilliger Basis einzuführen.]

Diese Faktoren führen zu einer relativen Abnahme des Mittelflusses in das Sozialversicherungssystem, dessen Beiträge lediglich auf Erwerbstätigkeit basieren.

Durch die Wiedervereinigung sind die Gesundheitsausgaben als Prozentanteil am BIP jedoch stark gestiegen (und auf einem hohen Niveau geblieben), da die Pro-Kopf-Ausgaben in den alten und neuen Bundesländern annähernd gleich sind, das BIP jedoch nicht. Kostendämpfung wird daher weiterhin einen Spitzenplatz auf der politischen Agenda behalten und Budgets werden in absehbarer Zukunft bestehen bleiben. Ein weiterer Fokus wird die Änderung derjenigen Vergütungsmechanismen sein, die gegenwärtig unnötige und übermäßige Behandlungen fördern, wie beispielsweise Tagespflegesätze in Krankenhäusern, die ab 2003 durch ein umfassendes diagnosebezogenes Pauschalensystem ersetzt werden.

Technologiebewertung: In Deutschland gibt es hinsichtlich Regulierung, Zulassung, Aufnahme in den Leistungskatalog und Steuerung der Verbreitung von Technologien in verschiedenen Bereichen des Gesundheitssystems bemerkenswerte Inkonsistenzen. Grundsätzlich ist der ambulante Sektor wesentlich stärker als der Krankenhausbereich reguliert, was den Leistungskatalog sowie Verbreitung und Nutzung von Technologien betrifft.

[Seite 133, Z. 12 ff.]

Trennung der Sektoren: Eine deutliche Schwäche des deutschen Systems ist seine Aufgliederung, insbesondere zwischen GKV und Sozialer Rentenversicherung (welche den Großteil der rehabilitativen Versorgung abdeckt) auf der einen Seite und zwischen ambulanter und stationärer Versorgung auf der anderen Seite. Zusätzlich gibt es die Spaltung der stationären und rehabilitativen Versorgung von der Langzeitpflege, die eine lange Tradition hat und eine Reihe von Akteuren umfasst. Der tatsächliche Umfang der Duplizität von Leistungen und der Zahl unangemessener Überweisungen, die entweder zu früh (durch sektorale Budgets) oder zu spät (durch Kommunikationsprobleme) erfolgen, ist nicht exakt quantifizierbar. Es gibt aber einen breiten Konsens, dass dies zumindest potentiell negative Auswirkungen für Patienten hat. Der sektoralen Aufspaltung zugehörig ist die schwache Rolle der Primärversorgung und die fehlende „Gatekeeper“-Funktion der Hausärzte. [...] Die GKV Gesundheitsreform 2000 hat den Trennungsaspekt dadurch berücksichtigt, dass es erstens direkte Verträge zwischen Krankenkassen und „intersektoralen“ Gruppen von Leistungserbringern erlaubt, und zweitens [den Krankenkassen zugestanden wird, Gatekeeping auf freiwilliger Basis einzuführen.]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(marcusb) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20170625135210

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