Wikia

VroniPlag Wiki

Jg/Befunde

< Jg

31.144Seiten in
diesem Wiki
Diskussion6

Textübernahmen (Beispiele)Bearbeiten

  • Seite 001 (Einführung) beginnt mit einer Zusammensetzung von (leicht veränderten) Textfragmenten aus der Quelle Raab 2006. Diese nehmen nahezu die gesamte Seite ein. Teils sehr umfangreiche Übereinstimmungen mit Inhalten derselben Quelle enthalten ebenfalls die Seiten 002, 087, 228, 233, 234, 235, 236 – auch diese teilweise ohne Quellenangabe. Vereinzelte Fußnoten verweisen alle nur auf Seite 547 bei Raab, den Beginn des Aufsatzes. Teilweise sind die Texte leicht umformuliert – auch mit Sinnänderungen. So verbrigt das Weglassen des Wortes "bayerischer" auf Seite 001, dass sich der Originaltext (unpassenderweise) nur auf Bayern bezieht. Ähnlich ist auf Seite 235 "Nicht nur in der Landwirtschaft" durch "Nicht nur Wohngebäuden [sic!]" ersetzt.
  • Raab 2006 ist bei der Literaturangabe Siedentop [1] scheinbar etwas durcheinandergekommen. So ist der Aufsatz von Stefan Siedentop nach Siedentops eigener Angabe [2] nicht - wie Raab angibt - im BundesBauBlatt 3/2003 erschienen (siehe Jahresverzeichnis 2003 [3]), sondern in der Zeitschrift Flächenmanagement und Bodenordnung. J. G. übernimmt diesen Fehler von Raab auf Seite 233. Raab macht in seinem Aufsatz keine Seitenzahlenangaben, J. G. sehr wohl. Er gibt Seite 27 an. Laut Siedentop steht der Artikel aber auf den Seiten 89-98. Dasselbe Muster findet sich auf Seite 001. In Fußnote 1 wird von J. G. „Dirnberger, Planungshoheit und Flächensparen, Bayerische Gemeindetagszeitung, 6/2005, S. 245“ angegeben. Der von Raab zitierte Aufsatz von Franz Dirnberger steht in der Bayerischen Gemeindetagszeitung Heft 6/2005 [4] auf den Seiten 197f., nicht aber auf S.245. Dort findet sich - im nächsten Heft 7/2005 [5] – „Aktuelles aus Brüssel“. Die Quellen, die J. G. hier zitiert, hat er dem Anschein nach nicht geprüft – die ergänzten Seitenangaben zu den mitübertragenen Inhalten von Drittquellen sind nicht nachvollziehbar. Dies kostet diejenigen Zeit, die sich wissenschaftlich mit dem „Werk“ auseinandersetzen möchten.
  • Inhalte der Materialen des Stadtumbau West BMVBS 2006 nehmen in der Dissertation mehrere Seiten fast wörtlich ein.
  • Die Arbeit überschwemmt den Leser mit statistischen Daten, welche aber in der Verständnistiefe meist auf der Stufe der Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes bleiben: S. 20, S. 28f, S. 31f, S. 32f, S. 34, S. 36.
  • Vier Seiten aus der Quelle Braun 2001 finden sich inhaltlich ueber 6 Seiten verteilt wieder: S. 134-139. Ein weiteres Bruchstück aus derselben Quelle findet sich auf S. 358.
  • Eine 2006 Meldung des IFSfindet sich fast woertlich wieder, inklusive Tabelle, mit einer "Bauernopfer-Referenz" am Ende, jedoch ohne die Nachweise im Original. Ein korrekt ausgewiesenes Zitat im Original ist so in der Dissertation vom Fliesstext des Verfassers nicht unterscheidbar.
  • Über eine Seite stimmt fast wörtlich überein mit Inhalten der Quelle Klemmer 2005.
  • Fast vier Seiten sind ebenfalls einer früher datierten fremden Internetquelle sowie auch in einer früheren eigenen Internetquelle zu entnehmen (Winkler 2008, http://www.staedtebau-recht.de/innovationsbereiche.htm, Text noch im Google Cache vorhanden).
  • Seitenweise gibt es Textübereinstimmungen mit der Quelle Schröer 2005, vereinzelt gesetzte Fußnoten lassen nicht annähernd auf den tatsächlichen Umfang dieser Textübernahmen schließen.
  • Seitenweise findet sich Text aus der Quelle Reuter 2006 wieder, meist ohne Hinweis auf die Quelle.
  • Umfangreiche Textübereinstimmungen mit der Quelle BBR 2006 finden sich ebenfalls auf mehreren Seiten, nur vereinzelt sind Fußnoten mit Quellenverweisen gesetzt.
  • Es gibt ebenfalls Textübereinstimmungen mit dem Inhalt einer Quelle, zu der der Erstgutachter der Dissertation als (Haupt-)autor beigetragen hat. Siehe Jg/Fragment 352 29, Jg/Fragment 353 01, Jg/Fragment 399 30.

Andere BeobachtungenBearbeiten

Umgang mit PrimärquellenBearbeiten

Bei vielen nicht oder nur unzureichend als Zitat kenntlich gemachten Texten fehlen in der Dissertation ebenfalls die in den Quellen befindlichen Verweise auf den primären Ursprung von Text, Gedanken und Daten. Beispielsweise werden die in den Quellen genannten Namen von Interviewpartnern in der Dissertation nicht erwähnt und deren Aussagen nicht in Anführungszeichen gesetzt, so diese nicht mehr als solche wahrgenommen werden können und nicht den richtigen Personen zugeordnet werden können. Im Einzelfall mag dies den Interviewaussagen eine unzutreffende Allgemeingültigkeit verleihen, oder der Leser kann sie für eigene Aussagen des Verfassers halten. Auch Zitationshinweise auf geschriebene dritte Quellen oder Verweise auf Urheber von Daten/Untersuchungen finden sich häufig nur in den gefundenen (Sekundär-)Quellen, nicht aber in der Dissertation. Siehe dazu z. B. folgende Fragmente Jg/Fragment 033 18, Jg/Fragment 053 15, Jg/Fragment 224 08, Jg/Fragment 068 09, Jg/Fragment 069 01, Jg/Fragment 070 01, Jg/Fragment 234 23, Jg/Fragment 235 01, Jg/Fragment 234 23, Jg/Fragment 012 32, Jg/Fragment 014 03, Jg/Fragment 019 02, Jg/Fragment 007 01, Jg/Fragment 348 23, Jg/Fragment 005 02, Jg/Fragment 143 30, Jg/Fragment 022 28, Jg/Fragment 132 15, Jg/Fragment 130 01.

Wissenschaftlichkeit der genutzten QuellenBearbeiten

Mindestens drei Mal werden Begrifflichkeiten mit Nachweis aus Wikipedia übernommen (S. 144, 353, 358). Seitenlang werden Statistiken wiedergegeben, oft mit unklarer Quelle oder ganz ohne Nachweis, ohne sie systematisch in einen gemeinsamen Kontext zu stellen und auszuwerten. Fragwürdig ist, was man von "Nachweisen" zu halten hat von der Form (besonders im Teil III der Arbeit):

Super-illu-17-2005.jpg

Super Illu 17/2005

  • "Statistisches Bundesamt, 2001" (S. 22)
  • "Bundesagentur für Arbeit, 2006" (S. 24)
  • "Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 2004" (S. 29)
  • "Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung 2007" (S. 32)
  • "Deutsche Krankenhausgesellschaft, Pressemitteilung 2007" (S. 34)
  • "Tagesschau vom 02.12.2004" (S. 42)
  • "Super Illu 17/2005" (S. 45)
  • "WDR vom 24.03.2007" (S. 51)
  • "Pressemitteilung der Bundesregierung, 2008" (S. 67)
  • "Studie im Auftrag des vdw Niedersachsen/Bremen 2002" (S. 71)
  • "Erhebung von Bulwien und DB Research, Stand 2002" (S. 73)
  • "Bulwien und DB Research 2004" (S. 74)

Zumindest für einen Eintrag gibt es eine naheliegende Erklärung: Der Text, der durch die "Studie im Auftrag des vdw Niedersachsen/Bremen 2002" (S. 71) nachgewiesen wird, wurde aus einem Pressebericht der GdW abgeschrieben (s. Jg/Fragment_071_08). Dort finden sich keine Details zu der Studie.

Die Super Illu 17/2005 ist zwar kein Fachmagazin für Statistik, benennt aber die korrekte Quelle der Daten und stellt sie in nachvollziehbarer Weise dar. In der Dissertation findet sich stattdessen eine unzureichende Quellenangabe und eine Auswahl der Daten, die nicht konsistent ist mit der Betitelung "Höchste Einwohnerverluste in den neuen Ländern" (tatsächlich sind es die 6 Städte mit höchsten Einwohnerverlusten und 3 weitere nach unklaren Kriterien ausgewählte Städte). Zudem wurde in der Arbeit die Prozentzahl für Guben falsch wiedergegeben (richtig wäre 29% statt wie angegeben 23%).

TextrecyclingBearbeiten

Vielfach werden frühere eigene Arbeiten des Verfassers wiederverwertet:

  • Auf 93 Seiten einer 99 Seiten (inkl. einer Leerseite) umfassenden eigenen Vorlage des Autors finden sich Übereinstimmungen in der Dissertation. Darunter auch zahlreiche Tabellen, Angaben des Statistischen Bundesamtes, sowie die Daten aus der "Super Illu". Auch das Inhaltsverzeichnes ist in das Inhaltsverzeichnis der Dissertation eingearbeitet worden. Diese augenscheinlich als Diskussionspapier des Deutschen Verbands für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. entworfene (siehe Kopfzeile Google Schnellansicht), von diesem offenbar jedoch nicht herausgegebene Arbeit war als pdf-Download auf www.staedtebau-recht.de (eine vom Verfasser betriebene Website) verfügbar und ist hier zitiert: "Goldschmidt, Jürgen (2007): Diskussionspapier: Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft unter Schrumpfungsbedingungen." Die Vorlage greift auf weitere nichtausgewiesene Eigen- und Fremdzitate zurück, welche über diesen Weg in die Dissertation eingeflossen sind. Im Literaturverzeichnis der Dissertation ist diese (abgesehen von o.g. Website) offenbar unveröffentlichte Schrift nicht aufgeführt.

Befremdlich ist auch, dass die Kapitel IX 16. a) und VII 3. e) aa) der Dissertation in ihrer Gesamtheit (ca. 1 Seite) identisch sind:

  • Kapitel VII 3. e) aa) (S 296): Hauptsteuerungsinstrumente des Stadtumbauprozesses --> Hoheitliche Steuerungsmöglichkeiten --> Umlegung --> Allgemeines
  • Kapitel IX 16. a) (S 447): Die Prozessdurchführung --> Bodenordnungsmaßnahmen --> Anwendungsmöglichkeiten der Umlegung im Rahmen von Stadtumbaumaßnahme

Insgesamt ist zu beobachten, dass in der Dissertation viele Textfragmente mehrfach vorkommen, auch plagiierte. Eine Stelle aus einer Publikation des Handelverbandes BAG "verwertet" der Autor dreimal: Jg/Fragment_073_15, Jg/Fragment 057 02, Jg/Fragment_057_06, Jg/Fragment_040_02, Jg/Fragment 347 23.

StatistikBearbeiten

  • Es sind bislang 208 gesichtete Fragmente dokumentiert, die als Plagiat eingestuft wurden. Bei 152 von diesen handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“). Bei 54 Fragmenten ist die Quelle zwar angegeben, die Übernahme jedoch nicht ausreichend gekennzeichnet („Bauernopfer“).
  • Die untersuchte Arbeit hat 454 Seiten im Hauptteil. Auf 146 dieser Seiten wurden bislang Plagiate dokumentiert, was einem Anteil von 32.2% entspricht.
    Die 454 Seiten lassen sich bezüglich des Textanteils, der als Plagiat eingestuft ist, wie folgt einordnen:
Plagiatsanteil Anzahl Seiten
keine Plagiate dokumentiert 308
0%-50% Plagiatsanteil 88
50%-75% Plagiatsanteil 31
75%-100% Plagiatsanteil 27
Ausgehend von dieser Aufstellung lässt sich abschätzen, wieviel Text der untersuchten Arbeit gegenwärtig als plagiiert dokumentiert ist: es sind, konservativ geschätzt, rund 10% des Textes im Hauptteil der Arbeit.


IllustrationBearbeiten

Folgende Grafik illustriert das Ausmaß und die Verteilung der dokumentierten Fundstellen. Die Farben bezeichnen den diagnostizierten Plagiatstyp:
(grau=Komplettplagiat, rot=Verschleierung, gelb=Bauernopfer)

Jg col.png

Die Nichtlesbarkeit des Textes ist aus urheberrechtlichen Gründen beabsichtigt.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.

Aus dem Wikia-Netzwerk

Zufälliges Wiki