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Jhe/Fragment 034 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 1-25 (ganz)
Quelle: Schulte-Baukloh 2008
Seite(n): 17, 19, Zeilen: 17: 6-24; 19: 1-3
[Dieses über mehrere Jahre bestehen bleibende Sprouting [28-30] ist therapeutisch unerwünscht, da es anteilig für das frühzeitige Nachlassen] der lähmenden BoNT-Wirkung wenige Monate nach Injektion verantwortlich gemacht wird. Am glattgestreiften Muskel konnte dieses Sprossungsphänomen nach BoNT-Injektion bisher nicht bewiesen werden, zeigt es sich doch auch unabhängig von einer BoNT–Therapie [31].

Gelegentlich kommt es zudem bei wiederholten BoNT - Injektionen im sequenziellen Verlauf zu einem Nachlassen der lähmenden Wirkungspotenz, wofür eine Toleranzentwicklung durch - gegen das BoNT gebildete – Antikörper verantwortlich gemacht werden muss. Deren Inzidenz wird bei mehrfach mit BoNT behandelten Patienten und unter Verwendung der ursprünglichen BOTOX (R)-Formulierung mit 3 bis 9,5% angegeben, wobei deren Vorkommen unter der moderneren Herstellung deutlich seltener (<1%) beobachtet wird [32, 33]. Höhere Dosen oder zu frühzeitige Reinjektionen (< 3 Monate) leisten diesem unerwünschten Phänomen jedoch Vorschub [34, 35]. Eine Toleranzentwicklung konnte bei wiederholten Detrusorinjektionen klinisch zunächst nicht beobachtet werden [36-39]. Neuere Untersuchungen von uns weisen jedoch auf eine nicht unerhebliche Antikörperbildung im urologischen Bereich hin (siehe eigene Ergebnisse, Kap.7).

4.3. Botulinumtoxin - Gegenanzeigen

Gegenanzeigen bestehen insbesondere bei generalisierten Störungen der Muskelaktivität (z.B. Myastenia gravis, Lambert- Eaton- Rooke Syndrom), in der Schwangerschaft sowie während der Stillzeit.


[31] Haferkamp, A., et al., Lack of ultrastructural detrusor changes following endoscopic injection of botulinum toxin type a in overactive neurogenic bladder. Eur Urol, 2004. 46(6): p. 784-91.

[32] Jankovic, J., K.D. Vuong, and J. Ahsan, Comparison of efficacy and immunogenicity of original versus current botulinum toxin in cervical dystonia. Neurology, 2003. 60(7): p. 1186-8.

[33] Comella, C.C., I.L. Chicago, and J. Jankovic, Interim results of an observational study of neutralizing antibody formation with the current preparation of botulinum toxin type a treatment for cervical dystonia. Neurology, 2004. 62 (Suppl): p. poster 06.141.

[34] Aoki, R., Pharmacology and immunology of botulinum toxin serotypes. J Neurol, 2001. 248 (Suppl 1): p. 3-10.

[35] Siatkowski, R.M., et al., Serum antibody production to botulinum A toxin. Ophthalmology, 1993. 100(12): p. 1861-6.

[36] Grosse, J., G. Kramer, and M. Stohrer, Success of repeat detrusor injections of botulinum a toxin in patients with severe neurogenic detrusor overactivity and incontinence. Eur Urol, 2005. 47(5): p. 653-9.

[37] Schulte-Baukloh, H., et al., Repeated botulinum-A toxin injections in treatment of children with neurogenic detrusor overactivity. Urology, 2005. 66(4): p. 865-70; discussion 870.

[38] Karsenty, G., et al., Persistence of therapeutic effect after repeated injections of botulinum toxin type A to treat incontinence due to neurogenic detrusor overactivity. Urology, 2006. 68(6): p. 1193-7.

[39] Altaweel, W., et al., Repeated intradetrusor botulinum toxin type A in children with neurogenic bladder due to myelomeningocele. J Urol, 2006. 175(3 Pt 1): p. 1102-5.

[S. 17]

Dieses Sprouting ist therapeutisch unerwünscht, da es anteilig für das frühzeitige Nachlassen der lähmenden BoNT- Wirkung Monate nach Injektion verantwortlich gemacht wird. Am glattgestreiften Muskel konnte dieses Sprossungsphänomen nach BoNT - Injektion bisher nicht bewiesen werden, zeigt es sich doch auch unabhängig von einer BoNT – Therapie (Haferkamp et al., 2004).

Bei wiederholten BoNT - Injektionen kann es zudem im sequenziellen Verlauf gelegentlich zu einem Nachlassen der lähmenden Wirkungspotenz kommen. Ursächlich hierfür ist eine Toleranzentwicklung durch - gegen das BoNT gebildete - Antikörper, deren Inzidenz unter Verwendung der ursprünglichen BOTOX®- Formulierung bei chronisch mit BoNT behandelten Patienten mit 3 bis 9,5% angegeben wurde, deren Vorkommen unter der moderneren Herstellung jedoch deutlich seltener (<1%) beobachtet wird (Comella et al., 2004; Jankovic et al., 2003). Höhere applizierte Dosen und zu frühzeitige Reinjektionen (< 3 Monate) leisten diesem unerwünschten Phänomen Vorschub (Aoki, 2001; Siatkowski et al., 1993). Eine Toleranzentwicklung konnte anfänglich bei wiederholten Detrusorinjektionen klinisch nicht beobachtet werden (Altaweel et al., 2006; Grosse et al., 2005; Karsenty et al., 2006b; Schulte-Baukloh et al., 2005a), neuere Untersuchungen von uns weisen jedoch auf eine nicht unerhebliche Antikörperbildung auch im urologischen Bereich hin (siehe Kapitel 11).


[S. 19] Gegenanzeigen einer BoNT- Therapie bestehen insbesondere bei generalisierten Störungen der Muskelaktivität (z.B. Myastenia gravis, Lambert- Eaton- Rooke Syndrom), in der Schwangerschaft sowie während der Stillzeit.


Haferkamp A, Schurch B, Reitz A, Krengel U, Grosse J, Kramer G, Schumacher S, Bastian PJ, Buttner R, Muller SC, Stohrer M. 2004. Lack of ultrastructural detrusor changes following endoscopic injection of botulinum toxin type a in overactive neurogenic bladder. Eur Urol 46(6):784-791.

Comella CC, Chicago IL, Jankovic J. 2004. Interim results of an observational study of neutralizing antibody formation with the current preparation of botulinum toxin type a treatment for cervical dystonia. Neurology 62 (Suppl):poster 06.141.

Jankovic J, Vuong KD, Ahsan J. 2003. Comparison of efficacy and immunogenicity of original versus current botulinum toxin in cervical dystonia. Neurology 60(7):1186- 1188.

Aoki R. 2001. Pharmacology and immunology of botulinum toxin serotypes. J Neurol 248 (Suppl 1):3-10.

Siatkowski RM, Tyutyunikov A, Biglan AW, Scalise D, Genovese C, Raikow RB, Kennerdell JS, Feuer WJ. 1993. Serum antibody production to botulinum A toxin. Ophthalmology 100(12):1861-1866.

Altaweel W, Jednack R, Bilodeau C, Corcos J. 2006. Repeated intradetrusor botulinum toxin type A in children with neurogenic bladder due to myelomeningocele. J Urol 175(3 Pt 1):1102-1105.

Grosse J, Kramer G, Stohrer M. 2005. Success of repeat detrusor injections of botulinum a toxin in patients with severe neurogenic detrusor overactivity and incontinence. Eur Urol 47(5):653-659.

Karsenty G, Reitz A, Lindemann G, Boy S, Schurch B. 2006b. Persistence of therapeutic effect after repeated injections of botulinum toxin type A to treat incontinence due to neurogenic detrusor overactivity. Urology 68(6):1193-1197.

Schulte-Baukloh H, Knispel HH, Stolze T, Weiss C, Michael T, Miller K. 2005a. Repeated botulinum-A toxin injections in treatment of children with neurogenic detrusor overactivity. Urology 66(4):865-870; discussion 870.

Anmerkungen

Syntaktisch umgestellt, auch die Fußnoten in der Reihenfolge verändert.

Sichter
(WiseWoman), SleepyHollow02

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