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Jkr/033

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 033 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 12:21:10 Hindemith
BauernOpfer, Clewing 2000, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 2-19
Quelle: Clewing 2000
Seite(n): 17, 18, 19, Zeilen: 17: 12-22, 30-31; 18: 1-2, 30-33; 19: 6-7
Wenn in einem Gebiet zwei Souveränitätsansprüche miteinander konkurrieren, so wie im Kosovo der 90-er Jahre diejenigen der albanischen Bevölkerungsmehrheit und der Bundesrepublik Jugoslawien, gerät die Bevölkerung mit ihrer ethnischen Struktur ins Blickfeld der Auseinandersetzungen. So war im Vorfeld der kriegerischen Auseinandersetzungen jeder der Konfliktparteien ihre Sicht der Zusammensetzung der Bevölkerung wichtig. Die kosovo-albanische Seite hat gegenüber der internationalen Öffentlichkeit stets auf einen albanischen Bevölkerungsanteil von mehr als 90 Prozent verwiesen, welcher zwar eine bewusste Übersteigerung darstellt, jedoch der Realität relativ nahe kommt, während die serbische Seite glauben machen wollte, dass der Albaner-Anteil an der Bevölkerung nur etwa halb so hoch sei. Dadurch wollten die Serben dem Eindruck entgegentreten, dass das Kosovo ein homogenes Gebiet sei, in dem es politisch einzig auf die Wünsche der Albaner ankomme.

So klar die Mehrheitsverhältnisse in den letzten Jahrzehnten waren, so umstritten ist es zwischen Albanern und Serben, wie sie entstanden sind. Nach wie vor gibt es keinen umfassenden Überblick zu den zentralen Streitfragen.40 Festzustellen ist, dass der Streit um die Entwicklung der Ethnostruktur des Kosovos nahezu identisch ist mit dem Streit um die Geschichte der Provinz überhaupt.


40 Wichtig, aber zeitlich begrenzt und in Manchem überholt ist ein Aufsatz von Ignacij Voje, Die Entwicklung des Kosovo im Lichte der ethnischen Prozesse bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, österreichische Osthefte 33, 1991, S. 359-383; der slowenische Autor behandelt den Gegenstand mit möglichster Objektivität, jedoch nur auf der Basis der west- und serbischsprachigen Literatur und für das wichtige 17. Jahrhundert ohne umfassende Berücksichtigung gedruckten Quellen, zitiert nach Konrad Clewing: Mythen und Fakten zur Ethnostruktur in Kosovo. Ein geschichtlicher Überblick, in: Der Kosovo-Konflikt, Hgg. Jens Reuter/Konrad Clewing, Klagenfurt u. a. 2000, S. 19

[Seite 17, Zeilen 12-22]

Wenn in der Gegenwart zwei Souveränitätsansprüche in einem Gebiet miteinander konkurrieren (wie im Kosovo der 1990-er Jahre diejenigen der albanischen Bevölkerungsmehrheit und des jugoslawisch-serbischen Staates sowie sekundär1 auch der kosovo-serbischen Minderheit), gerät auch deshalb die Bevölkerung mit ihren Wünschen und mit ihrer ethnischen Struktur ins Blickfeld.

So war im Vorfeld und im Verlauf des Krieges jeder der drei Konfliktparteien von 1998/99 ihre Sicht der Zusammensetzung der Bevölkerung wichtig. Die kosovo-albanische Seite versuchte mit erheblichem Erfolg, in der internationalen Öffentlichkeit die Ziffer 90 als untere Grenze für die Prozentangabe des albanischen Bevölkerungsanteils zu verankern.

[Seite 17, Zielen 30-31]

Der jeweilige Zweck der Argumentation ist klar: Die „90%“ wiesen Kosovo als im Grunde homogenes Gebiet aus, in dem es politisch einzig auf die Wün-

[Seite 18, Zeilen 1-2]

sehe der Albaner ankomme. Diese Zahl war relativ nahe an der Realität, aber doch eine bewusste Übersteigerung.

[Seite 18, Zeilen 30-33]

So klar die Mehrheitsverhältnisse der jüngeren Vergangenheit zu Tage liegen, so umstritten ist zwischen Serben und Albanern, wie sie historisch entstanden sind. Einen umfassenden Überblick zu den zentralen Streitfragen gibt es aber bislang nicht.6

[Seite 19, Zeilen 6-7]

Der Streit um die Entwicklung der Ethnostruktur Kosovos ist im Wesentlichen identisch mit dem Streit um dessen Geschichte überhaupt.



1 [...]

6 Wichtig, aber zeitlich begrenzt und in Manchem überholt ist ein Aufsatz von Ignacij VojE, Die Entwicklung des Kosovo im Lichte der ethnischen Prozesse bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, Österreichische Osthefte 33 (1991), S. 359-383; der slowenische Autor behandelt den Gegenstand mit möglichster Objektivität, jedoch nur auf der Basis der west- und serbischsprachigen Literatur und für das wichtige 17. Jahrhundert ohne umfassende Berücksichtigung der gedruckten Quellen.

Anmerkungen

In der Fußnote 40 ist die Quelle angegeben, allerdings bezieht sich dieser Verweis auf Clewing nur auf die Fußnote und dem Leser ist nicht klar, dass auch im Fließtext deutliche Anlehnungen an die Quelle zu finden sind.

Der Verweis auf Clewing; "zitiert nach Konrad Clewing [...]" ist nicht angemessen, denn Clewing wird ja direkt zitiert.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 033 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-05-06 17:08:45 Guckar
Clewing 2000, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 23-30
Quelle: Clewing 2000
Seite(n): 19, Zeilen: 7-14, 18-20, 21-22
Obwohl das Kosovo als politisches Territorium erstmals um 1870 existierte, lässt es sich wegen des albanisch-serbischen Kontakts auch für frühere Zeiten als eigenständige Geschichtslandschaft einstufen. Beiden Seiten ist ihre geschichtliche Sicht zur Begründung der eigenen Ansprüche wichtig und beide legen den Schwerpunkt auf die Ethnostruktur. Hinzu kommt, dass die Albaner auf keine eigene Staatstradition im Kosovo verweisen können, weshalb sie zunehmend auf die Bevölkerungsstruktur abgehoben haben. [Zeilen 7-14]

Denn als Verwaltungseinheit, als politisches Territorium existierte ein Gebiet dieses Namens erstmals in den 1870-er Jahren und in annähernd den heutigen Grenzen erst seit 1945. Trotzdem lässt sich Kosovo als eigenständige Geschichtslandschaft begreifen und beschreiben - und der vornehmliche Grund dafür liegt exakt im Faktum jahrhundertealten albanisch-serbischen Kontakts (und in jüngerer Zeit auch Konflikts) in der Region, das diese von den Nachbarlandschaften unterscheidet.

[Zeilen 18-23]

Beiden Seiten ist „ihre“ Geschichte zur Begründung der eigenen Ansprüche wichtig und beide legen dabei den Schwerpunkt auf die Bevölkerungsstruktur. Mit Blick auf die albanische Argumentation ist das einfach zu erklären: Da keine albanische Staatstradition im Bereich von Kosovo existiert, muss diese Seite auf die Ebene der Bevölkerung zielen, soweit sie geschichtliche Gründe für ihre aktuellen Ansprüche sucht.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20130506170948

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