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Jkr/037

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 037 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-31 17:08:16 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000c, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 1-21
Quelle: Reuter 2000c
Seite(n): 141, 142, 143, Zeilen: 141: 34-42; 142: 3-8, 36-42: 143: 14-16
Genährt durch unzählige Lieder und Legenden hinterließ die Schlacht von Kosovo in der Erinnerung des serbischen Volkes unauslöschliche Spuren. Der tragische Ausgang der Schlacht und der Tod beider Heerführer entzündeten die Phantasie. Nicht das historische Ereignis der Schlacht stand im Mittelpunkt, sondern die zahllosen Lieder und Legenden, die sich um sie rankten und zum Mythos werden ließen.48 Während die zeitgenössischen Quellen keine inneren Ursachen für die serbische Tragödie auf dem Amselfeld nannten, hat die Volksdichtung zu Beginn des 17. Jahrhunderts den Schuldigen ausgemacht. Es ist der Schwiegersohn Fürst Lazars, Vuk Brankovic, der angeblich mit 7.000 Gefolgsleuten mitten in der Schlacht zu den Türken überlief. Mit dem unverzeihlichen Verrat wurde die Niederlage der ansonsten als unbesiegbar geltenden Helden schließlich erklärt. Die Mythen und Legenden, die sich um das Kosovo rankten, erfüllten eine wichtige Funktion: Durch den Glanz, den sie auf die Vergangenheit warfen, ließen sie das serbische Volk die dunklen Jahrhunderte der Türkenherrschaft überstehen und hielten die Hoffnung auf eine nationale Wiedergeburt wach. Zudem fehlte es nicht an Versuchen, dem nationalen Schicksal einen religiösen Sinn zu verleihen. Der Untergang des serbischen Heeres und seiner adligen Führer wurde zur Abwehrschlacht des Christentums gegen den Islam hochstilisiert. Hier klingt auch der Gedanke an, das serbische Volk habe sich für Europa geopfert und sei von den übrigen christlichen Völkern im Stich gelassen worden.

48 Vgl. Malcolm, Kosovo, a.a.O. (Anm. 42), S. 58 ff.

[Seite 414, Zeilen 34-42]

Genährt durch unzählige Lieder und Legenden hinterließ die Katastrophe von Kosovo in der Erinnerung des Volkes unauslöschliche Spuren. Der tragische Ausgang der Schlacht, der Tod beider Heerführer entzündeten die Phantasie und so brachte die Volksdichtung in den nachfolgenden Jahrhunderten immer neue Heldenlieder hervor, die mit den tatsächlichen Fakten nur noch in losem Zusammenhang standen. Nicht mehr das historische Ereignis der Schlacht stand im Mittelpunkt, sondern die zahllosen Lieder und Legenden, die sich um sie rankten und sie zum Mythos werden ließen.4

[Seite 142, Zeilen 3-8]

Während die zeitgenössischen Quellen keine inneren Ursachen für die serbische Tragödie auf dem Amselfeld nannten, hat die Volksdichtung zu Beginn des 17. Jahrhunderts den Schuldigen ausgemacht. Es ist Vuk Brankovic, der angeblich mit 7.000 Gefolgsleuten mitten in der Schlacht zu den Türken überlief. Der schnöde Verrat erklärt die Niederlage der ansonsten als unbesiegbar geltenden Helden.

[Seite 142, Zeilen 36-42]

Die Mythen und Legenden, die sich um Kosovo rankten, erfüllten eine wichtige Funktion: Mit dem Glanz, den sie auf die Vergangenheit legten, ließen sie das serbische Volk die dunklen Jahrhunderte der Türkenherrschaft überstehen und hielten die Hoffnung auf eine nationale Wiedergeburt wach. Es fehlte auch nicht an Versuchen, dem nationalen Schicksal einen religiösen Sinn zu verleihen. Der Untergang des serbischen Heeres und seiner adeligen Führer wurde zur Schlacht des Christentums gegen die Muslime hochstilisiert [...]

[Seite 143, Zeilen 14-16]

Bisweilen klingt in der religiös gefärbten Literatur der Gedanke an, das serbische Volk habe sich für Europa geopfert und sei dabei von den übrigen christlichen Völkern im Stich gelassen worden.


4 Vgl. Noel Malcolm, Kosovo. A short history. London, New York 1998, S. 58ff.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 037 22 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-14 12:51:14 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Sundhaussen 2000, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 22-30
Quelle: Sundhaussen 2000
Seite(n): 69, 70, Zeilen: 69: 31-35; 70: 14-21
Die Vorstellungen vom Kosovo als „Wiege“ des mittelalterlichen Serbien, als Ort der „heiligen Erzählung des serbischen Volkes“, als „serbisches Jerusalem“, welche die starke emotionale Bindung an dieses Territorium zum Ausdruck bringen, sowie die pathetische Erinnerung an die Schlacht auf dem Amselfeld bilden Grundkomponenten des Kosovo-Mythos.49 Er enthält eindeutige Botschaften: der ehrenvolle Tod ist einem Leben in Schande vorzuziehen; Märtyrertum und Opferbereitschaft öffnen den Weg zum himmlischen Reich; Zwietracht und Verrat stürzen das Volk ins Verderben.

49 Vgl. Olga Zirojević, Das Amselfeld im kollektiven Gedächtnis, in: Serbiens Weg in den Krieg. Kollektive Erinnerung, nationale Formierung und ideologische Aufrüstung, Thomas Bremer/Nebojsa Popov/Heinz-Günther Stobbe (Hg.), Berlin 1998, S. 45-61; vgl. auch Reinhard Lauer, Das Wüten der Mythen. Kritische Anmerkungen zur serbischen heroischen Dichtung, in: Das jugoslawische Desaster, Reinhard Lauer/Werner Lehfeldt (Hg.), Wiesbaden 1995, S. 107-148

Die Vorstellungen von Kosovo als „Wiege“ des mittelalterlichen Serbien, als Ort der „heiligen Erzählung des serbischen Volkes“19, als „serbisches Jerusalem“ sowie die pathetische Erinnerung an die Schlacht auf dem Amselfeld am St. Veits-Tag (28. Juni) 1389 bilden die beiden Grundkomponenten des Kosovo-Mythos20.

[Seite 70]

Der analog zur Judas-Legende gestaltete Verratsmythos, demzufolge ein Gefolgsmann Lazars seinen Herrn (und mit ihm das gesamte Serbentum) nach einem Abendmahl am Vorabend der Schlacht verraten habe, sowie das Heldentum des legendären Sultan-Mörders, der sein Leben opferte, um die Serben zu rächen, enthalten klare Botschaften: der ehrenvolle Tod ist einem Leben in Schande vorzuziehen; Märtyrertum und Opferbereitschaft ebnen den Weg zum „himmlischen Reich“; Uneinigkeit und Verrat stürzen das Volk ins Verderben.


19 [...]

20 Zum Folgenden vgl. Olga ZIROJEVIĆ: Das Amselfeld im kollektiven Gedächtnis, in: Serbiens Weg in den Krieg. Kollektive Erinnerung, nationale Formierung und ideologische Aufrüstung. Hgg. Thomas BREMER/Nebojsa Popov/Heinz-Günther Stobbe. Berlin 1998, S. 45-61; vgl. auch Reinhard Lauer, Das Wüten der Mythen. Kritische Anmerkungen zur serbischen heroischen Dichtung, in: Das jugoslawische Desaster. Hgg. Reinhard LAUER/Werner Lehfeldt. Wiesbaden 1995, S. 107-148, hier 139 ff.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Agrippina1


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