Fandom

VroniPlag Wiki

Jkr/045

< Jkr

31.373Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 045 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-05-06 17:29:19 Guckar
Clewing 2000, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 6-11, 14-18
Quelle: Clewing 2000
Seite(n): 53, Zeilen: 20-32
Vom offenen ethnischen Konflikt und Bürgerkrieg, wie er in anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawien herrschte, war das Kosovo dagegen vergleichsweise wenig betroffen. Dies lag daran, dass die serbische Bevölkerungsbasis für eine stärkere Präsenz serbischer Untergrundkämpfer, so genannter Tschetniks, zu schwach war. Außerdem konnten die jugoslawisch-kommunistisch gelenkten regionalen Partisanen, die sich in den nationalpolitischen Zielen letztlich entgegen ihrer zeitweiligen Forderung nach einem Recht des Kosovo auf Selbstbestimmung und auf fortbestehende Vereinigung mit Albanien den Vorgaben ihrer gesamtjugoslawischen Zentrale unterordnen mussten, schon wegen der mit ihnen verbundenen Aussicht auf Rückkehr der jugoslawischen Herrschaft kaum Rückhalt gewinnen.71 Eine gewaltlose Zeit war der Zweite Weltkrieg aber auch im Kosovo beileibe nicht, vor allem nicht ab 1943. Mit Blick auf die Serben spricht eine großzügige Schätzung von 7.000 Toten und 93.000 Vertriebenen.72

71 Vgl. Malcolm, Kosovo, a.a.O. (Anm. 42), S. 306f. (nationalalbanischer Widerstand) und Bernd J. Fischer, Albania at War, 1939-1945, London 1999, S. 237-240

72 Branislav Bozović/Vavicö Milorad, Rauhe Zeiten im Kosovo und in Metohija, Belgrad 1991, S. 400-402 und ebenda, S. 312f.

Zwar war Kosovo verglichen mit anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawien wenig betroffen vom Kampf gegen die Besatzer und vom internen ethnischen oder ideologischen Krieg: Für eine stärkere Präsenz serbischer Četniks war die serbische Bevölkerungsbasis zu schwach und die jugoslawisch-kommunistisch gelenkten Partisanen konnten schon wegen der mit ihnen verbundenen Aussicht auf die Rückkehr der jugoslawischen Herrschaft bei der Mehrheit kaum Rückhalt gewinnen121.

Aber auch in Kosovo war die Zeit des Zweiten Weltkriegs alles andere als gewaltfrei, vor allem, wie gesagt, nicht für die dortigen Serben. Von zwei patriotischen serbischen Wissenschaftlern festgehaltene Schätzungen der statistischen Folgen können dabei als Obergrenzen gelten: ca. 7.000 Tote und etwa 93.000 Vertriebene, wobei vor allem die erste Zahl deutlich zu hoch liegen dürfte. [...]122.


121 Vgl. MALCOLM, Kosovo, S. 297f.

122. Branislav BOŽOVIĆ/Milorad VAVIĆ, Surova vremena na Kosovu i u Metohiji. Kvizlinzi i Kolaboracija u Dru- gom svetskom ratu [Rauhe Zeiten in Kosovo und Metohija. Quislinge und Kollaboration im Zweiten Weltkrieg]. Beograd 1991, S. 400-402 (ihre genaueren Angaben ebd. zu Teilgebieten lassen die Zahl zu den Toten übertrieben scheinen); zum Weiteren vgl. Malcolm, a.a.O., S. 312 f.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme trotz inhaltlicher und zum Teil wörtlicher Übereinstimmung.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 045 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-31 14:04:35 Guckar
Clewing 2000, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 19-27
Quelle: Clewing 2000
Seite(n): 53, 54, Zeilen: 53: 33-37; 54: 1-4
Für die Bevölkerungsmehrheit kulminierte die gegen sie gewendete Gewalt erst nach dem Abzug der deutschen Truppen im Herbst 1944 mit der Wiederherstellung der jugoslawischen Herrschaft. Dieses Mal stand das gewalttätige Vorgehen unter kommunistischen Vorzeichen. Das folgende Wechselspiel von Repression und Widerstand erreichte seinen Höhepunkt von Januar bis März 1945 im Raum Drenica. Hier kam es zur offenen Rebellion mehrerer Tausend zwangsrekrutierter albanischer Partisanen, welche die Unterstützung der örtlichen Zivilbevölkerung fand und von den neuen Landesherren nur mit großem Aufwand niedergeworfen werden konnte. [Seite 53, Zeilen 33-37]

Für die albanische Mehrheit kulminierte die gegen sie gewendete Gewalt erst bald nach dem Abzug der deutschen Truppen (im September/Oktober 1944) mit der Wiederherstellung der jugoslawischen Herrschaft, die diesmal unter kommunistischen Vorzeichen stand. Das anschließende Wechselspiel von Repres-

[Seite 54, Zeilen 1-4]

sion und Widerstand erreichte seinen Höhepunkt von Januar bis März 1945 im Raum Drenica: in einer nur mit großem Aufwand niedergeworfenen Rebellion mehrerer Tausend frisch rekrutierter kosovo-albanischer Partisanen, unterstützt von der dortigen Zivilbevölkerung.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[3.] Jkr/Fragment 045 32 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-05-06 17:29:23 Guckar
Clewing 2000, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 32-37, 101-103
Quelle: Clewing 2000
Seite(n): 54, Zeilen: 6-13
Anders als den Jugoslawiendeutschen blieb den Albanern das Schicksal der Vertreibung erspart. Noch im Herbst 1944 war sie in der neuen serbisch-kommunistischen Führungsschicht ernsthaft in Erwägung gezogen worden. Ähnlich wie bei den von den Überlegungen gleichfalls betroffenen Ungarn der Vojvodina waren es außenpolitische Motive, die schließlich gegen eine solche Maßnahme sprachen. Albanien und analog Ungarn war schließ[lich bis zum Zerwürfnis zwischen Moskau und Belgrad im mächtepolitisch begründeten Kominform-Streit von 1948 ein befreundeter Nachbar von Tito-Jugoslawien gewesen.73]

73 Vgl. Robert Elsie, Kosovo. In the Heart of the Powder Keg, New York, 1997, S. 449-464; dort ist das Memorandum von Vaso Cubrilović vom 3.11.1944 zur Vertreibung der Albaner, Deutschen und Ungarn abgedruckt; systematisch vertrieben wurden schließlich die noch im Lande verbliebenen unter den ca. 500.000 Deutschen der Vorkriegszeit, für die keine solche außenpolitische Rücksichtnahme Anwendung fand.

Wie in der Zwischenkriegszeit gab es Ende 1944 Planungen zur Vertreibung der Albaner aus Jugoslawien, teils von den gleichen Personen, die nun aber innerhalb der neuen kommunistischen Führungsschicht agierten.124 Anders als den Jugoslawiendeutschen blieb den Albanern ähnlich wie den Magyaren dieses Schicksal jedoch erspart; die kompletten bzw. teilweisen kommunistischen Machtergreifungen in Tirana und in Budapest machten zum Glück für die Betroffenen einen solchen Akt gegen einem „Bruderstaat“ zurechenbare Bevölkerungsgruppen unmöglich.

124 Nämlich wieder durch Vasa Čubrilović, hier in einem Memorandum vom 3.11.1944 zugunsten der Vertreibung der Albaner, Deutschen und Magyaren; in engl. Übersetzung abgedruckt in: Kosovo. In the heart of the powder keg, S. 449-464.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme trotz inhaltlicher und zum teil wörtlicher Identität

Sichter
(Graf Isolan), Guckar


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20130506172954

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki