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Jkr/064

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 064 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-30 13:29:59 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Krause 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1-7, 11-13, 101
Quelle: Krause 2000
Seite(n): 2, Zeilen: 19-23, 31-39
[Das radikale Vorgehen Milošević war für andere jugoslawische Teilrepubliken der Anlass, der drohenden Bevormundung durch die Serben] durch Ausrufung der eigenen Unabhängigkeit zuvorzukommen. Auch als sich die Albaner im Kosovo für selbständig erklärten und 1991 ihren eigenen Schattenstaat ausriefen, fand dies nur wenig Aufmerksamkeit. Erst nachdem 1991 und 1992 die Kriege um Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina von Milošević und serbischen Milizen ausgelöst wurden und die internationale Staatengemeinschaft sich im Rahmen der UN-Konferenz über Jugoslawien um eine Gesamtlösung bemühte, kam die Lage im Kosovo wieder stärker ins Blickfeld. [...] Der EU-Unterhändler Lord Owen hatte im September 1992 in Genf versucht, das Thema auf die Agenda dieser Konferenz zu bringen, scheiterte aber am der Weigerung Milosevics.115

115 Vgl. David Owen, Balkan Odyssey, San Diego, London, New York, 1995, S. 137

Dieser Akt, der für andere jugoslawische Teilrepubliken seinerzeit zum Signal werden sollte, der drohenden Bevormundung durch die Serben durch Ausrufung der eigenen Unabhängigkeit zuvorzukommen, wurde in der Bundesrepublik Deutschland wie in anderen westlichen Hauptstädten seinerzeit kaum registriert. [...] Auch als sich die Albaner 1990 im Kosovo für selbständig erklärten und ihren eigenen Schattenstaat ausriefen, wurde dies nur mit wenig Aufmerksamkeit quittiert.

Erst nachdem 1991 und 1992 die Kriege um Slowenien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina von Milosevic und serbischen Milizen ausgelöst worden waren und die internationale Staatengemeinschaft sich im Rahmen der VN-Konferenz über Jugoslawien um eine Gesamtlösung bemühte, kam auch die Lage im Kosovo wieder in den Blick. EU-Unterhändler Lord Owen hatte offenbar im September 1992 in Genf versucht, das Thema Kosovo auf die Agenda dieser Konferenz zu bringen, scheiterte aber an dem kategorischen ”Nein” Milosevics, der Kosovo [zu einer internen Angelegenheit Serbiens erklärte.4


4 Vgl. David Owen, Balkon Odyssey, updated edition, San Diego/London/New York (Harvest Book) 1995, S. 137.]

Anmerkungen

ohne jeden Hinweis auf eine Übernahme

Im Original hängt dieser Abschnitt direkt mit der in Jkr/Fragment_063_06 verwendeten Passage zusammen.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[2.] Jkr/Fragment 064 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-22 14:59:20 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 15-23, 102-111
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 10, 11, Zeilen: 10: 21 ff.; 11: 1 ff.
Obgleich die Probleme in Mazedonien sowie in den zu Serbien gehörenden Provinzen Vojvodina und Kosovo bei der internationalen Gemeinschaft Anfang der neunziger Jahre nur marginal Beachtung fanden, zumindest so lange nicht, wie die dort lebenden Volksgruppen ihre Divergenzen nicht systematisch mit Waffengewalt austrugen, war es dennoch nicht so, dass die offizielle Politik hinsichtlich einer Krisenprävention völlig untätig geblieben wäre.116 Insbesondere die damals noch als KSZE117 bezeichnete OSZE war bereits im Frühsommer 1991 bis zum Beginn der kriegerischen Auseinandersetzungen in Ex-Jugoslawien tätig geworden.

116 Vgl. Stefan Troebst, Conflict in Kosovo: Failure of Prevention? An Analytical Documentation, 1992-1998, European Centre for Minority Issues, Working Paper 1, Flensburg, May 1998: Die analytische Studie über die Versuche der internationalen Gemeinschaft, der Kosovo-Krise zu begegnen, nennt eine Reihe von Initiativen auf den verschiedensten Ebenen der Staatenwelt von der UNO über die OSZE, die Parlamentarische Versammlung des Europarats, die Internationale Konferenz über das ehemalige Jugoslawien, den „Peace Implementation Council“, das Büro des Hohen Beauftragten für Bosnien-Herzegowina, die Balkan-Kontaktgruppe, die NATO, die WEU, die EU, das Europaparlament und die Kinkel-Vödrine-Initiative. Dazu kamen eine Reihe von Vorschlägen von hochrangig besetzten Nicht-Regierungsorganisationen.

117 [...]

Dem gegenüber schienen die Probleme in Mazedonien sowie in den zu Serbien gehörenden Provinzen Vojvodina und Kosovo weniger gravierend zu sein, solange die dort lebenden Volksgruppen ihre wechselseitigen Animositäten nicht systematisch mit Waffengewalt austrugen. Trotzdem blieb die offizielle Politik nicht untätig.27

Insbesondere die damals noch KSZE genannte OSZE hatte schon im Mai 1992 durch eine Mission die Lage im Kosovo erkunden lassen und daraufhin am 14. August desselben Jahres ihre erste Langzeitmission dorthin sowie in zwei weitere serbische Spannungsgebiete, den Sandjak und die Vojvodina, entsandt und mit einem weit gefassten Mandat ausgestattet.


27 Eine Studie über die Versuche, die Kosovo-Krise zu internationalisieren, nennt mehr als ein Dutzend Initiativen auf den verschiedensten Ebenen der Staatenwelt von der UNO über die OSZE, die Parlamentarische Versammlung des Europarats, die Internationale Konferenz über das ehemalige Jugoslawien, den „Peace Implementation Council” und das Büro des Hohen Beauftragten für Bosnien-Herzegowina, die Balkan-Kontaktgruppe, die NATO, die WEU, die Europäische Union, das Europaparlament, die Kinkel-Védrine-Initiative, die Vereinigten Staaten und andere. Dazu kamen eine Reihe von Vorschlägen von hochrangig besetzten Nicht-Regierungsorganisationen. Vgl. Stefan Troebst, Conflict in Kosovo: Failure of Prevention? An Analytical Documentation, 1992-1998, European Centre for Minority Issues, (ECMI) Working Paper #1, Flensburg, May 1998. Vgl. dazu außerdem: Jens Reuter, Die internationale Gemeinschaft und der Krieg in Kosovo, in: Südosteuropa: Jg. 47, Nr. 7-8, 1998, S. 281-297; Mark Salter, Balkan Endgame: The Kosovo Conflict in a Southern Balkan Context, in: Peter Cross (Hg.), Contributing to Preventive Action, Baden-Baden (Nomos), 1998, S. 231-252; Richard Caplan, International Diplomacy and the Crisis in Kosovo, in: International Affairs (London), Jg. 74, Nr. 4, 1998, S. 745-761.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt. Die Fußnote 117 gibt keinen Quellenverweis, sondern eine lange Betrachtung zur Rolle der KSZE.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[3.] Jkr/Fragment 064 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-31 14:36:58 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 23-28
Quelle: Reuter 2000
Seite(n): 513, Zeilen: 5-8, 12-16
Nachdem sie mit einem bereits ausgebrochenen Krieg technisch wie organisatorisch überfordert war, beauftragte sie die 12 EU-Staaten mit dem Krisenmanagement und trat selbst in den Hintergrund. Im Kosovo, wo es Anfang der neunziger Jahre noch um Konfliktprävention ging, blieb die Aktivität der KSZE in dieser Zeit ungebrochen. Scharfe Kritik an Serbiens Kosovopolitik übte die KSZE im Juli 1991 anlässlich einer Ex-[pertenkonferenz in Genf, die sich mit Minderheitenfragen befasste.] [Zeilen 5-8]

Nachdem sie mit einem bereits ausgebrochenen Krieg technisch wie organisatorisch überfordert war, beauftragte sie 12 ihrer Mitglieder - die Staaten der EG - mit dem Krisenmanagement und trat selbst in den Hintergrund.

[Zeilen 12-16]

In Kosovo, wo es ja noch um Konfliktprävention ging, gab es zu Beginn der neunziger Jahre keinerlei Rückzug; hier blieb die Aktivität der KSZE ungebrochen. Scharfe Kritik an Serbiens Kosovo-Politik übte die KSZE im Juli 1991 anlässlich einer Expertenkonferenz in Genf, die sich mit Minderheitenfragen befasste.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20130331143818

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