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Jkr/066

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 066 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-21 09:38:46 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
JustusHaberer
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 2-7
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 11, Zeilen: 13-19
Tatsächlich konnte eine größere Anzahl von lokalen Zwischenfällen unpolitisch geklärt und von ethnischen Emotionen befreit werden. Von Anfang an wurde versucht, zu einer Übereinkunft zwischen der jugoslawischen Regierung und den Kosovo-Albanern über die Wiedererrichtung des albanischen Bildungswesens zu kommen, um damit eine weiterreichende Verhandlungsbasis zwischen den Parteien zustande zu bringen. 120

120 Stefan Troebst, Chronologie einer gescheiterten Prävention, in: Osteuropa, 1999, Nr. 8, S.777 ff; Jens Reuter, Die OSZE und das Kosovo-Problem, in: Der Kosovo-Konflikt, Hgg. Jens Reuter/Konrad Clewing, Klagenfurt u. a. 2000, S. 513 ff.

Dadurch konnte eine größere Anzahl von lokalen Zwischenfällen auf ihren zumeist unpolitischen Charakter reduziert und von ethnischen Emotionen befreit werden. Außerdem versuchte sie von Anfang an, zu einer Übereinkunft zwischen der jugoslawischen Regierung und den Kosovaren über die Wiedererrichtung des albanischen Bildungswesens zu kommen – allerdings ein „besonders schwieriges Reizthema” –, um damit eine weiterreichende Verhandlungsbasis zwischen den Parteien zustande zu bringen. 29

29 In diesem Sinne argumentiert Stefan Troebst, Chronologie einer gescheiterten Prävention. Vom Konflikt zum Krieg im Kosovo, 1989-1999, in: Osteuropa, Jg. 49, Nr. 8, 1999, S. 777-795, hier S. 781.

Anmerkungen

ein Quellenverweis fehlt trotz weitgehend wörtlicher Übernahmen

Sichter
Hindemith

[2.] Jkr/Fragment 066 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-31 15:16:46 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 8-10, 13-16
Quelle: Reuter 2000
Seite(n): 513, 514, Zeilen: 513: 37-40; 514: 1-4
[Zeilen 8-10]

Nachdem der Krieg in Bosnien im Frühjahr 1992 ausgebrochen und die Rolle Belgrads klar zutage getreten war, wurde als eine Art Strafmaßnahme die BR Jugoslawien von der Sitzungen der KSZE-Gremien suspendiert.

[Zeilen 13-16]

Diese verständliche, aber unglückliche Entscheidung lieferte Milosevic den Vorwand, um die Langzeitmission zu unterbinden. Ende Juli 1993 musste die Mission Jugoslawien verlassen. Ihre Wiedereinsetzung wurde zwischen 1993 und 1996 auf allen OSZE-Gipfeltreffen vergeblich gefordert.

[Seite 513, Zeilen 37-40]

Nachdem der Krieg in Bosnien im Frühjahr 1992 ausgebrochen war und sobald die Rolle Belgrads in diesem Krieg klar zutage lag, war die KSZE-Mitgliedschaft der BR Jugoslawien - als eine Art Strafmaßnahme - suspendiert worden. Diese verständliche, aber nicht sehr glückliche Entscheidung lieferte

[Seite 514, Zeilen 1-4]

Präsident Milosevic den Vorwand, um die Langzeitmission der KSZE zu unterbinden. Ende Juli 1993 mußte die Mission Jugoslawien verlassen, ihre bedingungslose Reetablierung wurde zwischen 1993 und 1996 auf allen OSZE- Gipfeltreffen gefordert.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[3.] Jkr/Fragment 066 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-21 09:38:43 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
JustusHaberer
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 18-29
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 11, 12, Zeilen: 11:27-36; 12: 1-2
Zumindest im Rückblick lässt sich erkennen, dass dieses Mittel ungeeignet war, das Milosevic-Regime zur Rückkehr zu den Prinzipien der OSZE zu bewegen. Diese Suspendierung erschwerte vielmehr die weiterhin notwendige Kommunikation mit Belgrad und bestärkte Milosevic möglicher Weise darin, sich nicht an die vereinbarten Grundsätze zu halten. Mehr noch, der Umstand, dass hochrangige ausländische Politiker nun direkt bei ihm vorstellig werden mussten, bot ihm die Möglichkeit, sich mit ihnen im Fernsehen zu präsentieren, und unterstrich in der serbischen Öffentlichkeit damit seine Wichtigkeit. Die OSZE war auch nach der im Zuge des Dayton-Abkommens vereinbarten Aufhebung der Embargomaßnahmen nicht bereit, der Forderung Belgrads nachzukommen, vor einer Wiederzulassung der Mission die Suspendierung aufzuheben. Beide Seiten blockierten sich auf diese Weise bis 1998. 121

121 Es ging dabei bis zum Zeitpunkt der Verschärfung der Lage im Kosovo im Frühjahr 1998 um die Frage, ob die BR Jugoslawien automatisch Nachfolgerin des alten Jugoslawien sein könne oder wie dessen andere Nachfolgestaaten einen Antrag auf Neuaufnahme stellen müsse. Danach jedoch stand dann Belgrads fehlende Bereitschaft, den Grundregeln der OSZE zu entsprechen, wieder im Mittelpunkt. Am 11. März 1998 forderte der Ständige Rat die Behörden der BR Jugoslawien auf, „ohne Vorbedingungen die sofortige Rückkehr der OSZE-Langzeitmissionen in Kosovo, Sandjak und Vojvodina zu akzeptieren, wobei anzumerken ist, dass die Rückkehr dieser Missionen für die zukünftige Teilnahme der BR Jugoslawien an der OSZE von Bedeutung sein wird.“ Ebenda, S. 514

Zumindest im Rückblick lässt sich erkennen, dass dieses Mittel ungeeignet war, das Milosevic-Regime zur Rückkehr zu den Prinzipien der KSZE/OSZE zu bewegen. Vielmehr erschwerte die Suspendierung einerseits die weiterhin notwendige Kommunikation mit Belgrad und bestärkte andererseits Milosevic möglicherweise sogar darin, sich nicht an die OSZE-Grundsätze zu halten. Mehr noch, der Umstand, dass hochrangige ausländische Politiker nun direkt bei ihm vorstellig werden mussten, bot ihm immer wieder die Möglichkeit, sich mit ihnen im Fernsehen zu präsentieren, und unterstrich in der serbischen Öffentlichkeit damit seine Wichtigkeit.

Auch nach dem Abschluss des Dayton-Vertrages 1995 und der Aufhebung der Embargomaßnahmen gegen die BRJ 1996 war die OSZE nicht bereit, Belgrads Forderung

[Seite 12]

nachzukommen, vor einer Wiederzulassung der Mission die Suspendierung aufzuheben, so dass sich beide Seiten bis Oktober 1998 blockierten. 30


30 Dabei ging es allerdings bis zur Verschärfung der Lage im Kosovo im Frühjahr 1998 um die Frage, ob die BRJ automatisch Nachfolger des alten Jugoslawiens sein könne oder wie dessen andere Nachfolgestaaten einen Antrag auf Neuaufnahme stellen müsse. Danach jedoch stand dann Belgrads fehlende Bereitschaft, den Grundregeln der OSZE zu entsprechen, wieder im Mittelpunkt. Am 11. März 1998 forderte der Ständige Rat die Behörden der BRJ auf, „ohne Vorbedingung die sofortige Rückkehr der OSZE-Langzeitmissionen in Kosovo, Sandjak und Vojvodina zu akzeptieren, wobei anzumerken ist, dass die Rückkehr dieser Missionen für die zukünftige Teilnahme der Bundesrepublik Jugoslawien an der OSZE von Bedeutung sein wird.” Protokoll der Sondersitzung des Ständigen Rates (156. Plenarsitzung) am 11. März 1998, Beschluss Nr. 218, S. 2.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt trotz weitläufiger Übernahmen.

In Fußnote 121 gibt der Verfasser als Quelle "Ebenda S.514" an, was wohl ein Verweis auf Jens Reuter/Konrad Clewing, Klagenfurth u.a.2000, S.514 ist. In Meyer Schlotter (2000) ist "Protokoll der Sondersitzung des Ständigen Rates ...Nr 218, S.2" angegeben.

Sichter
Hindemith


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