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Jkr/067

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 067 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-21 09:38:40 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
JustusHaberer
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 1-23
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 12, 13, Zeilen: 12: 3-23; 13:1-2
Es lässt sich auch von den Vereinten Nationen nicht behaupten, sie hätten nicht frühzeitig die bedrohliche Lage im Kosovo erkannt. 122 Sie spielten bereits eine wichtige Rolle bei der Aufstellung der einzigen im engeren Sinn präventiven UN-Blauhelmtruppe in Mazedonien im Dezember 1992 wie auch bei deren regelmäßigen Mandatsverlängerungen bis 1998. 123 Da in Mazedonien eine große albanische Minderheit lebt, sollten im Falle der Konflikteskalation die grenzüberschreitende Unterstützung der jeweiligen Konfliktparteien verhindert werden. Auch der EU und den USA wurde zum Vorwurf gemacht, sie hätten es versäumt, das Kosovo Problem auf die Tagesordnung zu setzen, als die Zeit dafür reif war. Zum einen seien nach der Bundesverfassung Ex—Jugoslawiens von 1974 die beiden autonomen Provinzen Kosovo und Vojvodina innerhalb Serbiens den sechs Republiken gleichgestellt gewesen und hätten insofern anerkannt werden können. Auf dieser Grundlage hätte ihnen das Recht zuerkannt werden können, einen eigenen Staat zu bilden. 124 Zum anderen habe das kosovo-albanische Kalkül, den Konflikt unterhalb der Gewaltschwelle zu halten, „auf eine staatrechtliche Belohnung durch die Staatengemeinschaft in Form eines Protektorats als Übergangstufe zur Unabhängigkeit” gezielt, doch „während die pazifistische Taktik von Internationalen Organisationen und Großmächten mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen wurde, ignorierte man das politische Anliegen der Eigenstaatlichkeit.” 125 Dies wird gelegentlich in der Presse und seitens der Wissenschaft der westlichen Staaten als eine versäumte Chance der Prävention dargestellt 126

123 Vgl. Wolfgang Moeller, Mazedonien: Konfliktverhütung durch präventive Stationierung Von UN-Blauhelmen, in: Volker Matthies (Hg.), Der gelungene Frieden.Beispiele und Bedingungen erfolgreicher friedlicher Konfliktbearbeitung, Bonn 1997, S. 278 ff.

124 Reuter, a.a.0. (Anm. 103), S. 203

125 Troebst, a.a.0. (Anm. 120), S. 778

126 Vgl. Michael Merzinger, „Unheiliger Wahnsinn/Hockt über grimmigen Waffen”. Vom Versagen des Westens zum Krieg der Werte, in: Schmid, a.a.0. (Anm. 50), S. 260-261

Von den Vereinten Nationen lässt sich ebenfalls nicht behaupten, sie hätten nicht frühzeitig die bedrohliche Lage im Kosovo erkannt. 31 Sie spielten schon eine wichtige Rolle bei der Aufstellung der einzigen im engeren Sinne präventiven UN-Blauhelmtruppe in Mazedonien am 11. Dezember 1992 wie auch bei deren regelmäßigen Mandatsverlängerungen bis 1998. 32 Da in Mazedonien eine große albanische Minderheit lebt, sollten im Falle der Konflikteskalation die grenzüberschreitende Unterstützung der jeweiligen Konfliktparteien verhindert werden.

Der Europäischen Gemeinschaft/Union und den Vereinigten Staaten ist vorgeworfen worden, sie hätten versäumt, das Kosovo-Problem auf die Tagesordnung zu setzen, als die Zeit dafür reif war. „Bei den Jugoslawien-Konferenzen, die 1991 in Den Haag begannen und 1995 in Dayton endeten, wurde das Kosovo-Problem unter den Teppich gekehrt.” 33 Zum einen seien nach der Bundesverfassung Jugoslawiens von 1974 die beiden autonomen Provinzen Kosovo und Vojvodina innerhalb Serbiens den sechs Republiken de facto gleichgestellt gewesen und hätten insofern auch von der Schiedskommission der Europäischen Gemeinschaft als souveräne Teile der Föderation anerkannt und somit ihnen das Recht zuerkannt werden können, einen eigenen Staat zu bilden. 34 Zum anderen habe das Kosovo-albanische Kalkül, den Konflikt unterhalb der Gewaltschwelle zu halten, „auf eine staatsrechtliche 'Belohnung' durch die Staatengemeinschaft in Form eines Protektorats als Übergangsstufe zur Unabhängigkeit” gezielt, doch „während die pazifistische Taktik von Internationalen Organisationen und Großmächten mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen wurde, ignorierte man das politische Anliegen der Eigenstaatlichkeit.” 36

[Seite 13]

Dies wird gelegentlich in der Presse und der Wissenschaft der westlichen Staaten als eine versäumte Chance der Prävention zum Vorwurf gemacht. 37


31 Vgl. Wolfgang Moeller, Mazedonien: Konfliktverhütung durch präventive Stationierung von UN-Blauhelmen, in: Volker Matthies (Hg.), Der gelungene Frieden. Beispiele und Bedingungen erfolgreicher friedlicher Konfliktbearbeitung, Bonn 1997, S. 278 ff., bes. S. 288. ...

33 Reuter, a.a.O. (Anm. 26), S. 203.

34 Ebenda

35 Troebst, a.a.O. (Anm. 29), S. 778.

36 Vgl. u.a. [sic] Michael Herzinger, „Unheiliger Wahnsinn/Hockt über grimmigen Waffen”. Vom Versagen des Westens zum Krieg der Werte, in: Schmid, a.a.O. (Anm. 17), S. 243-268, hier S. 260/261; Tim Judah, Kosovo’s Road to War, in: Survival, Jg. 41, Nr. 2, 1999, S. 5-18, hier S. 12.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt trotz wörtlicher Übernahmen bis in die Literaturverweise.

in Fn 126 wird nur Vgl. Michael Herziger übernommen, nicht "u.a." sowie der Verweis auf Tim Judah

Sichter
Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130321094438

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