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Jkr/068

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 068 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-25 16:37:50 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Joetze 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 68, Zeilen: 17-40
Quelle: Joetze 2001
Seite(n): 8, 9, Zeilen: 8: 25-34; 9: 1-8, 11-22, 28-31
Es war nicht das erste Mal, dass die bundesdeutsche Diplomatie Erhebliches geleistet hatte, aber von der Aufhebung des Besatzungsstatus bis zur deutschen Wiedervereinigung waren das weitgehend Unternehmungen in eigener Sache. Auch bei den Verhandlungen zur Schlussakte von Helsinki und der konventionellen Rüstungskontrolle ging es in erster Linie um die eigene Absicherung. Im Kosovo-Konflikt engagierte sich Deutschland erstmals als Ordnungsmacht. Anders als 1991, als die damalige Bundesregierung für ihre Initiative zur Anerkennung von Slowenien und Kroatien noch international hart kritisiert wurde, hat das Eingreifen im Zusammenhang mit dem Kosovo-Problem kein Partnerstaat übel genommen. Ganz im Gegenteil: Es gab breite Anerkennung für das große Engagement Deutschlands. Dieses Mal wurde auch stets im Verbund gehandelt. Politische Einzelaktionen abzulehnen, im gemeinsamen europäischen oder atlantischen Rahmen zu handeln, war nun die Grundmodalität deutscher Diplomatie. Heute unterscheidet sich das Selbstbewusstsein deutscher Akteure merklich von einer Haltung, die sich früher durch übersteigerte außenpolitische Zurückhaltung auszeichnete. Ihren Wendepunkt hin zur Normalität hatte diese „Kultur der Zurückhaltung“ im Golfkrieg im Jahr 1991 erreicht, wo Deutschland die als „Scheckbuch- Diplomatie“ gescholtene Haltung mit Milliardenschecks kompensieren und sich in den internationalen Gremien sogar Anfeindungen gefallen lassen musste. Wegen der Gefährdung Israels war damals Gewaltlosigkeit nicht mehr die einzig mögliche Konsequenz des Holocausts. Aber nicht nur Deutschland hatte schmerzhafte Erfahrungen gemacht mit seiner Zurückhaltung, sondern Europa insgesamt, insbesondere beim internationalen Versagen im Krieg in Bosnien- [Herzegowina 1992-1995.] [Seite 8, Zeilen 25-34]

Es ist nicht das erste Mal, daß die bundesdeutsche Diplomatie Erhebliches leistete, aber von der Aufhebung des Besatzungsstatuts bis zur deutschen Einigung waren das alles Unternehmungen in eigener Sache. Auch bei den Verhandlungen der Schlußakte von Helsinki und der konventionelle Rüstungskontrolle, wo Deutschland, mit großem Erfolg übrigens, eine wichtige Rolle spielte, ging es vornehmlich um die eigene Absicherung. Im Kosovo-Konflikt intervenierte Deutschland erstmals als Ordnungsmacht. Ihr Beitrag ist Folge und Ausdruck einer politischen Emanzipation. Kennzeichnend für die Entwicklung ist,

[Seite 9, Zeilen 1-8]

daß Deutschland diesmal kein Partnerstaat sein Eingreifen übelnahm, wie etwa noch 1991, als die damalige Bundesregierung die Initiative zur Anerkennung von Slowenien und Kroatien ergriff und international dafür gescholten wurde. Die Bundesregierung handelt dabei stets im Verbund. Politischen Einzelaktione abzulehnen, im gemeinsamen europäischen oder atlantischen Rahmen zu handeln, bleibt Grundmodalität ihrer Diplomatie.

[Seite 9, Zeilen 11-22]

Heute unterscheidet sich das Selbstbewußtsein der deutschen Akteure merklich von der »lehrlingshaften« Haltung, die sie früher auszeichnete und die sich in dem stereotypen Satz äußerte: »Da halten wir uns aber zurück.«

Ein deutsches und ein europäisches Trauma

Ihren Tief- und vielleicht Wendepunkt hatte diese »Kultur der Zurückhaltung« im Golfkrieg, wo Deutschland seine Zurückhaltung mit Milliardenschecks kompensieren mußte, wo zum ersten Mal, wegen der Gefährdung Israels, die Gewaltlosigkeit nicht mehr die einzig mögliche Konsequenz des Holocaust war und den deutschen Vertretern in den internationalen Gremien bestenfalls Verachtung, häufig genug auch Anfeindung entgegenschlug.

[Seite 9, Zeilen 28-31]

Aber nicht nur die Deutschen hatten schmerzhafte Erfahrungen mit ihrer Zurückhaltung gemacht, sondern Europa insgesamt: beim internationalen Versagen im Krieg in Bosnien-Herzegowina 1992-1995.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Der Eigenleistung des Autors beschränkt sich auf den Satz: "Ganz im Gegenteil: Es gab breite Anerkennung für das große Engagement Deutschlands."

Sichter
(Hindemith), Guckar


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20130325163806

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