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Jkr/070

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 070 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-25 18:42:04 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Krause 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 1-14
Quelle: Krause 2000
Seite(n): 2, Zeilen: 1-13
In erster Linie wurde versucht, im europäischen und transatlantischen „Geleitzug“ zu operieren und wenig eigene Aktionen und Initiativen zu wagen. Dies war zweifellos sinnvoll, da es den tatsächlichen deutschen Einflussmöglichkeiten entsprochen hat. Der Nachteil dabei war, dass diese Haltung auch dazu beigetragen hat, dass die deutsche Außenpolitik von Fehlem und Mängeln der multilateralen Politik beeinflusst wurde. Diese Fehler haben im Frühjahr 1999 dazu beigetragen, dass der erreichte Konsens in Sachen Mitwirkung bei Militäreinsätzen wieder gefährdet wurde. Das gewachsene internationale Gewicht Deutschlands hat es jedoch möglich gemacht, dass die in EU- und G8-Präsidentschaft fungierende Bundesregierung von April bis Juni 1999 die entscheidenden diplomatischen Impulse zur Beilegung der Krise geben konnte. Nachstehend soll der Weg zu dieser Entwicklung aufgezeigt und besonders die jeweiligen deutschen Komponenten einer weitgehend gemeinschaftlich umgesetzten westlichen Politik behandelt werden. Die Hauptmaxime war, im europäischen und transatlantischen ”Geleitzug” zu operieren und wenig Einzelaktionen und Initiativen zu wagen. Dies war zweifellos ein weiser Entschluß, da er den tatsächlichen Einflußmöglichkeiten der Bundesrepublik entsprach. Andererseits hat diese Haltung auch dazu beigetragen, daß sich die deutsche Politik von Fehlern und Mängeln der multilateralen Politik hat mit tragen lassen – Fehlern, die im Frühjahr 1999 dazu beigetragen haben, daß der oben erreichte Konsens in Sachen Mitwirkung bei Militäreinsätzen wieder gefährdet wurde. Paradoxerweise hat jedoch das gewachsene internationale Gewicht der Bundesrepublik es möglich gemacht, daß die als EU-Präsidentschaft fungierende Bundesregierung im April, Mai und Juni 1999 die entscheidenden diplomatischen Impulse zur Beilegung der Krise und zur Verhinderung einer politischen Katastrophe der NATO geben konnte. Im folgenden soll der Weg zu dieser Entwicklung aufgezeigt und die jeweiligen deutschen Komponenten einer ansonsten gemeinschaftlich vorgehenden westlichen Politik behandelt werden.
Anmerkungen

Keinerlei Hinweise auf eine Übernahme. Quellenangabe fehlt.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 070 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-30 21:47:11 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Jkr, Krause 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 20-37, 101-104
Quelle: Krause 2000
Seite(n): 3, Zeilen: 13-18, 22-37
Zudem glaubte man gute Aussichten für eine friedliche Regelung zu haben, sobald in Bosnien-Herzegowina die Implementierung des Dayton-Abkommens abgeschlossen sei. Diese Hoffnung war trügerisch, wie sich 1996 zeigte, als mit der UÇK eine radikale Gruppierung auftrat, die den bewaffneten Kampf befürwortete.130 Der Zusammenbruch der Ordnung in Albanien im Frühjahr 1997 und die Plünderung der albanischen Waffendepots eröffnete für die UÇK die Möglichkeit, den bewaffneten Kampf noch im gleichen Jahr zu beginnen. Dieser Waffengang war der Beginn der Krise von 1998/99, denn er führte dazu, dass die Serben mit brachialer Gewalt und allen zur Verfügung stehenden militärischen Mitteln den Widerstand der UÇK unterdrückten. Sie nutzten die Umstände auch, um nach und nach große Teile der albanischen Zivilbevölkerung systematisch zu vertreiben. In der deutschen Politik wurden diese Ereignisse anfangs nur am Rande registriert. Die Bundesregierung machte jedoch unmittelbar nach Dayton die Aufnahme der deutschen und der europäischen Wiederaufbauhilfe für Jugoslawien von der Wiedereinführung der Autonomieregelung und der Rückkehrmöglichkeit für die albanischen Kosovo-Flüchtlinge abhängig.131 Der deutsche Außenminister Klaus Kinkel lud Kosovo-Präsident Ibrahim Rugova im Juli 1996 zu Gesprächen nach Bonn ein und er[klärte, Belgrad müsse wissen, dass die volle Integration der BR Jugoslawien in die internationale Staatengemeinschaft und der Zugang zu Finanzhilfen von seiner Kosovo-Politik abhängig seien.]

130 Vgl. Jens Reuter, a.a.O. (Anm. 13), S. 9

131 Vgl. den Bericht der Bundesregierung an den Unterausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages vom 22. 11. 1995, zitiert in: Heute im Bundestag, 23. 11. 1995, S. 2 f.

[Zeilen 13-18]

Die Tatsache, daß diese Ruhe fortbestand, wurde in den westlichen Hauptstädten als Zeichen dafür angesehen, daß es für absehbare Zeit unter den Albanern ruhig bleibe und daß die Aussichten für eine friedliche Regelung nicht schlecht seien, sobald in Bosnien-Herzegowina die Implementierung des Dayton-Abkommens abgeschlossen ist. Daß diese Hoffnungen trügerisch waren, sollte sich spätestens 1996 zeigen, als mit der UCK eine radikale politische Gruppierung auftrat, die den bewaffneten Kampf befürwortete.

[Zeilen 22-37]

6 Der Zusammenbruch der Ordnung in Albanien im Frühjahr 1997 und die Plünderung der albanischen Waffendepots – mehr als 56 000 Gewehre, 1,5 Millionen Patronen sowie 3,5 Millionen Granaten – gaben der UCK die Möglichkeit, diesen bewaffneten Kampf auch tatsächlich im gleichen Jahr zu beginnen. Dieser Griff zu den Waffen läutete die Krise von 1998/99 ein, denn er führte dazu, daß die Serben nicht nur den Widerstand der UCK erbarmungslos unterdrückten, diese nutzen die Umstände auch, um nach und nach große Teile der albanischen Zivilbevölkerung systematisch zu vertreiben.

In der deutschen Politik sowie in der Öffentlichkeit wurden diese Ereignisse anfangs nur sporadisch wahrgenommen. Die Bundesregierung machte aber die Aufnahme der deutschen wie der europäischen Wiederaufbauhilfe für Jugoslawien nach dem Dayton-Abkommen von der Wiedereinführung der Autonomieregelung und von einer Rückkehrmöglichkeit für Kosovo-Flüchtlinge albanischer Nationalität abhängig.7 Außenminister Klaus Kinkel lud den moderaten Albanerpräsident Rugova im Juli 1996 zu ausführlichen Konsultationen nach Bonn ein und erklärte aus diesem Anlaß, daß Belgrad wissen müsse, daß die volle Integration Jugoslawiens in die Staatengemeinschaft und der Zugang zu längerfristigen Finanzhilfen von der Kosovopolitik Belgrads abhängen.


6 Vgl. Reuter, Die Entstehung des Kosovo-Problems, a.a.O., S. 9.

7 Vgl. den Bericht der Bundesregierung an den Unterausschuß für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages vom 22.11.1995, zitiert in: Heute im Bundestag, Bonn, 23.11.1995, S. 2f.

Anmerkungen

Keinerlei Hinweise auf eine Übernahme (welche inklusive Fußnoten erfolgt). Quellenangabe fehlt.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20130325184801

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