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Jkr/076

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 076 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-30 23:05:05 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Krause 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 1-4, 14-29, 31-35, 101-105
Quelle: Krause 2000
Seite(n): 8-9, Zeilen: 8:35-41.104-105 - 9:1-16.104-106
Angesichts der offenen Frage, was zu geschehen habe, wenn Milošević sich unnachgiebig zeigte und auch aufgrund einer Reihe militärischer und völkerrechtlicher Ungewissheiten war die Androhung militärischer Maßnahmen außerordentlich riskant.144

[...]

Deshalb verlangten die Verteidigungsminister am 11. Juni vom alliierten Militärstab der NATO Vorschläge mit dem Zweck, der systematischen Kampagne der gewaltsamen Unterdrückung und Vertreibung im Kosovo Einhalt zu gebieten. Diese Kompromissformel ließ die Möglichkeit offen, auch ohne Mandat des Sicherheitsrats einzugreifen. Um die Ernsthaftigkeit des Anliegens zu unterstreichen, kündigten die NATO-Verteidigungsminister zudem Luftmanöver über Albanien und Mazedonien an. Darüber hinaus bemühten sich die in der Kontaktgruppe vertretenen Staaten um eine Präzisierung ihres Anliegens und beschlossen am 12. Juni 1998 die dringlichen Forderungen an Serbien zur sofortigen Beendigung der Gewalt und den Rückzug der Sondereinheiten der serbischen Polizei. Außerdem sollten die Verhandlungen mit Vertretern der albanischen Volksgruppe wieder aufgenommen, politische Reformen mit dem Ziel eines neuen Status für das Kosovo eingeleitet und der ungehinderte Zugang für internationale humanitäre Organisationen gewährt werden.145

Am 16. Juni empfing der russische Präsident Bosis Jelzin den serbischen Präsident Slobodan Milošević in Moskau zu Gesprächen, [...] Milošević hätte zwar keinem sofortigen Abzug aller Sicherheitskräfte zugestimmt, jedoch der Beendigung der Unterdrückungsmaßnahmen gegen die albanische Bevölkerung. Vor allem sollte es keine Repressalien gegenüber der Zivilbevölkerung mehr geben und nach einer politischen Lösung gesucht werden.146


144 Vgl. A diplomatic labyrinth on Kosovo, IHT 12. 06. 1998 und In new Balkan conflict, deja vu from the west, IHT 11. 06. 1998

145 Vgl. Eine allerletzte Bewährungsfrist für Milošević, FAZ 13. 06. 1998

146 Vgl. Letzte Drohung vor dem Einsatz, SZ 16. 06. 1998 sowie: Milosevic akzeptiert wichtige Forderungen des Westens, AFP-Meldung vom 16. 06. 1998

[Seite 8]

Angesichts dieser Ungewißheiten war die – politisch verständliche – Androhung militärischer Maßnahmen strategisch gesehen außerordentlich riskant, um nicht zu sagen leichtfertig.20 Die NATO-Verteidigungsminister beschlossen daher am 11. Juni 1998, den NATO-Militärbehörden Weisung zu erteilen, ein Spektrum von Optionen zu entwickeln, welche es erlauben würden, der systematischen Kampagne der gewaltsamen Unterdrückung und Vertreibung im Kosovo Einhalt zu gebieten. Um die Ernsthaftigkeit des Anliegens zu unterstreichen, kündigten die NATO-Verteidigungsminister zudem an, in den kommenden Tagen Luftwaffenmanöver

[Seite 9]

über Albanien und Makedonien zu veranstalten.21 Des Weiteren bemühten sich die in der Kontaktgruppe vertretenen Staaten um eine Präzisierung ihres Anliegens. Am 12. Juni 1998 beschlossen sie in London die folgenden dringlichen Forderungen an Serbien zu stellen:

- ein sofortiges Ende der Gewalt;

- den Rückzug der Sondereinheiten der serbischen Polizei;

- die Wiederaufnahme echter Verhandlungen mit Vertretern der albanischen Volksgruppe;

- politische Reformen, die dem Kosovo einen ”neuen Status” gewähren, wenn erforderlich mit internationaler Hilfe;

- ungehinderter Zugang für internationale humanitäre Organisationen;

- ungehinderter Zugang für Ermittler, die Kriegsverbrechen aufklären sollen.22

Am 16. Juni schien sich eine Entspannung abzuzeichnen, als zeitgleich mit den Luftwaffenmanövern der NATO über Mazedonien und Albanien der jugoslawische Präsident Milosevic in Moskau gegenüber dem russischen Präsidenten Jelzin erklärte, er werde Unterdrückungsmaßnahmen gegen die albanische Bevölkerung nicht fortsetzen, die Freizügigkeit auf seinem Territorium gewährleisten und nach einer politischen Lösung zu suchen.23 Er lehnte aber einen Abzug serbischer Polizei- und Militärkräfte aus dem Kosovo ausdrücklich ab.


20 Vgl. ”A Diplomatic Labyrinth on Kosovo”, in: IHT, 12.6.1998; sowie ”In New Balkan Conflict, Déjà Vu from the West”, in: IHT vom 11.6.1998.

22 Vgl. ”Eine allerletzte Bewährungsfrist für Milosevic”, in: FAZ vom 13.6.1998.

23 Vgl. ”Letzte Drohung vor dem Einsatz”, in: SZ vom 16.6.1998; sowie ”Milosevic akzeptiert wichtige Forderungen des Westens”, AFP Meldung vom 16.6.1998.

Anmerkungen

Übernahmen sind nicht kenntlich gemacht worden: hier wurde das Original schlicht und einfach auseinander geschnitten und durch Texte aus anderen Quellen ergänzt (vgl. z.B. Jkr/Fragment_076_14). In weiten Teilen stimmen die Texte auch im Wortlaut überein.

Die Zeitschriftenartikel, welche jeweils als Primärquellen genannt werden, sind ebenfalls identisch.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[2.] Jkr/Fragment 076 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-27 19:57:12 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Joetze 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 14-18
Quelle: Joetze 2001
Seite(n): 32, 33, Zeilen: 32: 32-33; 33: 1-5
Deshalb verlangten die Verteidigungsminister am 11. Juni vom alliierten Militärstab der NATO Vorschläge mit dem Zweck, der systematischen Kampagne der gewaltsamen Unterdrückung und Vertreibung im Kosovo Einhalt zu gebieten. Diese Kompromissformel ließ die Möglichkeit offen, auch ohne Mandat des Sicherheitsrats einzugreifen. [Seite 32, Zeilen 32-33]

Deshalb verlangten die Verteidigungsminister am 11. Juni vom alliierten Militärstab in Mons Optionen mit dem Zweck,

[Seite 33, Zeilen 1-5]

»einer systematischen Kampagne der gewaltsamen Repression und Ausweisung im Kosovo« auf einer »relevanten rechtlichen Grundlage« Einhalt zu gebieten. Diese Kompromißformel ließ die Möglichkeit offen, ohne ein Mandat des Sicherheitsrats einzugreifen.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130330230559

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