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Jkr/094

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 094 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 19:59:34 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000d, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 6-18
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 323, Zeilen: 12-26
Erst im April 1996 richtete der Europäische Rat dringende Appelle an Belgrad, in Kosovo „ein hohes Maß“ an Autonomie zu gewähren. Er kritisierte insbesondere die Lage der Menschen- und Minderheitenrechte in der Bundesrepublik Jugoslawien. Die EU wollte keine Veränderung des territorialen Status quo und proklamierte erneut die alten Ideen von „Dialog“ und „vertrauensbildenden Maßnahmen“. Diese Position war nicht unproblematisch. Nachdem die EU anerkannt hatte, Kosovo sei ein Teil der Bundesrepublik Jugoslawiens, konnte Milosevic darauf pochen, dass das Kosovo-Problem eine innere Angelegenheit sei. Wollte man dieses Problem internationalisieren, so musste man vorab erklären, man strebe eine Verbesserung des Status quo hinsichtlich Autonomie, Menschen- und Minderheitenrechte an, schließe aber die Option eines unabhängigen Staats Kosovo aus. Erklärungen dieser Art deutete die serbische Führung als Schwäche. Ende Oktober 1995 und im April 1996 richtete der Europäische Rat Appelle an Belgrad, in Kosovo „ein hohes Maß an Autonomie“ zu gewähren, bzw. er zeigte sich „tief besorgt“ wegen der Lage der Menschen- und Minderheitenrechte in der BR Jugoslawien. Die Europäische Union wollte keine Veränderung des territorialen Status quo in der BR Jugoslawien und proklamierte erneut die alten Ideen von „Dialog“ und „vertrauensbildenden Maßnahmen“. Dabei lief sie Gefahr, sich in einer selbstgebauten Falle zu fangen. Nachdem man einmal anerkannt hatte, Kosovo sei ein Teil Serbiens bzw. Jugoslawiens, schien damit auch das Kosovo-Problem zu einer inneren Angelegenheit Belgrads zu werden. Wollte man dieses Problem nun internationalisieren, wie es zum Beispiel die Deutsch-Französische Initiative vom Herbst 1997 versuchte, so musste man vorab erklären, man strebe eine Verbesserung des Status quo in puncto Autonomie, Menschen- und Minderheitenrechte an, schließe aber die Option eines unabhängigen Staats Kosovo a priori aus. Erklärungen dieser Art deutete die serbische Führung als Schwäche.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 094 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-21 12:48:01 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
JustusHaberer
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 19-26
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 13, Zeilen: 11-17
Als die Spannungen im Herbst 1997 deutlich zunahmen, registrierte dies die Balkan-Kontaktgruppe mit „tiefer Besorgnis”, wie ihre erste Stellungnahme zum Kosovo-Konflikt vom 24. September 1997 zeigt. Aus ihrer Mitte kam es schließlich zu einer gemeinsamen Initiative des französischen und des deutschen Außenministers, Hubert Védrine und Klaus Kinkel, die in einem Brief an Milosevic vom 19. November 1997 zu „einer Verhandlungslösung” aufriefen und im Gegenzug die „Wiedergewährung von Handelspräferenzen” durch die EU in Aussicht stellten.181

181 Vgl. Stefan Troebst, Chronologie einer gescheiterten Prävention. Vom Konflikt zum Krieg im Kosovo, 1989-1999, in: Osteuropa, Nr. 8, 1999, S. 783

Als die Spannungen im Herbst 1997 deutlich zunahmen, registrierte dies die Balkan-Kontaktgruppe, wie ihre erste Stellungnahme zum Kosovokonflikt vom 24. September 1997 zeigt, mit „tiefer Besorgnis”. Es kam auch aus ihrer Mitte zu einer gemeinsamen Initiative der Außenminister Frankreichs und Deutschlands, Hubert Védrine und Klaus Kinkel, die in einem Brief an Milosevic vom 19. November 1997 zu „einer Verhandlungslösung” aufriefen und im Gegenzug die „Wiedergewährung von Handelspräferenzen” durch die EU in Aussicht stellten.38

38 Zitiert nach Troebst, a.a.O. (Anm. 29), S. 783.

Anmerkungen

ein Quellenverweis fehlt.

Jkr übernimmt die abschließende Quellenangabe. Da Jkr die Quelle bereits zitiert hat, hätte auch genügt: "Vgl. Troebst, a.a.O. (Anm. 120),S. 783".

Sichter
Hindemith

[3.] Jkr/Fragment 094 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 20:13:36 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000d, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 26-38
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 323, Zeilen: 30-33, 35-45
Der damalige Außenminister Jugoslawiens und spätere Präsident Serbiens, Milutinović, wies die deutsch-französische Initiative schroff mit den Worten zurück, ausländische Vermittler bedeuteten eine Einmischung in innere Angelegenheiten und könnten nicht akzeptiert werden. Als die beiden Außenminister die Parteien in Kosovo immer wieder zum Dialog und zum Kompromiss aufriefen, ließen sie dabei ein Kernproblem außer Acht. Die Positionen der Kontrahenten in Kosovo waren diametral entgegengesetzt, so dass ein Kompromiss unmöglich war. Lediglich in der Theorie bestand die Möglichkeit, dass sich die Albaner mit einem Höchstmaß an Autonomie innerhalb des serbischen Staates zufrieden geben würden und dass sich die serbische Seite zur Gewährung dieser Autonomie durchringen könnte. In der Praxis war das unmöglich, weil die Autonomie in den Augen der Albaner nichts wert war, solange serbische Armee und Polizei die Provinz wie in einer Art Be-[satzungsregime unterwarfen.] [Zeilen 30-33]

Der damalige jugoslawische Außenminister und spätere Präsident Serbiens, Milutinović, wies die Deutsch-Französische Initiative vom Herbst 1997 denn auch mit den Worten zurück, ausländische Vermittler bedeuteten eine Einmischung und könnten nicht akzeptiert werden.

[Zeilen 35-45]

Als der damalige deutsche Außenminister Klaus Kinkel und sein französischer Amtskollege Hubert Védrine die Parteien in Kosovo immer wieder zum Dialog und zum Kompromiss aufriefen, ließen sie dabei ein Kernproblem außer Acht. Die Positionen der Kontrahenten waren diametral entgegengesetzt. Ein Kompromiss war unmöglich. Theoretisch bestand die Möglichkeit, dass sich die Albaner mit einem Höchstmaß an Autonomie innerhalb des serbischen Staates zufriedengaben und dass sich die serbische Seite zur Gewährung dieser Autonomie durchrang. Praktisch war das nicht möglich, weil die Autonomie in albanischen Augen nichts wert war, solange serbische Armee und Polizei die Provinz einer Art Besatzungsregime unterwarfen.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20130404201404

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