Fandom

VroniPlag Wiki

Jkr/099

< Jkr

31.381Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 099 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-03 21:31:03 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Segbers Zürcher 2000, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 99, Zeilen: 1-20, 30-33
Quelle: Segbers Zürcher 2000
Seite(n): 383, Zeilen: 16-39
[Zeilen 1-20]

[Die gelegentlichen Verkrampfungen in Einzelfragen können aber nicht] darüber hinweg täuschen, dass Russland, das auf dem Balkan weder eine kohärente Politik formuliert hat noch in der Lage war, diese mit finanziellen oder militärischen Ressourcen zu unterfüttern, in grundsätzlichen Punkten westliche Politik zumindest nicht konterkarierte. Mit der Verschärfung der Kosovo-Krise wurde diese Kooperation Russlands zunehmend notwendig, gleichzeitig aber schwieriger. Einerseits bedurfte es für Resolutionen des UN-Sicherheitsrates der Zustimmung der Vetomacht Russland, andererseits hatte die Erfahrung gezeigt, dass die internationale Gemeinschaft vom serbischen Regime ernster genommen wurde, wenn der Westen und Russland mit einer Stimme sprachen. Außerdem mag der von russischen, westlichen und serbischen Medien und Politikern immer wieder gern gepflegte Mythos der panslawischen Bruderschaft zwischen Russen und Serben dazu geführt haben, in Russland einen Vermittler zu sehen, der in Belgrad mehr Gewicht besitze als andere.

Im Verlauf der Kosovo-Krise formierte sich zusehends eine Gegenposition Russlands zu den immer deutlicher werdenden Drohungen der NATO. Als die NATO am 15. Juni 1998 unter dem Eindruck der fortdauernden Vertreibungen und Massaker eine demonstrative Luftwaffenübung, an der sich 83 Flugzeuge beteiligten, an der Grenze zum Kosovo durchführte, wurde diese westliche Drohgebärde umgehend durch einen Besuch von Milosevic in Moskau gekontert. [...]

[Zeilen 30-33]

In einer gemeinsamen Erklärung betonten der jugoslawische und der russische Präsident, dass sie eine friedliche Lösung des Konflikts mittels direkten serbisch-kosovarischen Gesprächen anstreben würden.

Diese gelegentlichen Verkrampfungen in Einzelfragen können jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass Russland, das auf dem Balkan weder eine kohärente Politik formuliert hat noch in der Lage wäre, diese auch mit finanziellen oder militärischen Ressourcen zu unterfüttern, in grundsätzlichen Punkten westliche Balkanpolitik zumindest nicht konterkarierte.

Mit der Verschärfung der Kosovo-Krise schien diese Kooperation Russlands zunehmend wünschenswert, gleichzeitig aber schwieriger zu werden: Einerseits bedarf es für Resolutionen des VN-Sicherheitsrates der Zustimmung der Vetomacht Russland, andererseits hat die Erfahrung gezeigt, dass die sogenannte „internationale Gemeinschaft“ vom serbischen Regime ernster genommen wird, wenn der Westen und Russland mit einer Stimme sprechen. Und drittens mag der von russischen, westlichen und serbischen Medien und Politikern immer wieder gern gepflegte Mythos der panslawischen Bruderschaft zwischen Russen und Serben dazu geführt haben, in Russland einen Vermittler zu sehen, der in Belgrad mehr Gewicht besitzt als andere. Mit der Verschärfung der Kosovo-Krise jedoch formierte sich zusehends eine russische Gegenposition zu den immer deutlicheren Drohungen der NATO. Als die NATO am 15. Juni 1998 unter dem Eindruck der fortwährenden Vertreibungen und Massaker ein Luftmanöver an der Grenze zum Kosovo durchführte, wurde diese westliche Drohgebärde ostentativ durch einen Besuch von Milosevic im Kreml gekontert. In einer gemeinsamen Erklärung betonten der jugoslawische und der russische Präsident, dass sie eine friedliche Lösung des Konfliktes mittels direkten serbisch-kosovarischen Gesprächen anstreben würden.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 099 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 20:35:36 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000d, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 99, Zeilen: 20-30, 33-42
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 325, Zeilen: 10-30
[Zeilen 20-30]

Zu diesem Zeitpunkt waren die serbischen Truppen in Kosovo in der Defensive und Milošević selbst sah sich einem zunehmenden internationalen Druck ausgesetzt. Der russische Präsident Boris Jelzin wollte seinem jugoslawischen Amtskollegen zu Hilfe kommen und ließ seinen Außenminister Igor Ivanov ein doppeltes Nein verkünden. Moskau sagte nein zu einer wie immer gearteten Sezession Kosovos von Serbien, weil dies zu Blutvergießen und Krieg führen werde. Für Russland sei ausschließlich eine nicht näher definierte Autonomie Kosovos eine denkbare Lösung. Das zweite Nein betraf den Einsatz militärischer Gewalt von Seiten der internationalen Gemeinschaft. Kosovo sei Jugoslawiens interne Angelegenheit und Gewalt dürfe nur mit dem ausdrücklichen Einverständnis Belgrads ausgeübt werden.

[Zeilen 33-42]

Wie schon im Bosnienkrieg blieb Moskau den Beweis schuldig, einen mäßigenden Einfluss auf Belgrad auszuüben. Es war wohl nur durch die oben beschriebenen Überlegungen und Tatsachen zu erklären, weshalb der Westen erneut auf Russland setzte, obwohl die westlichen Staaten doch wissen mussten, dass die serbischen Offensive in Kosovo unter der Begleitmusik der Moskauer Friedensbekundungen nur um so energischer weiterging. Milošević nutzte die mit Hilfe Moskaus gewonnene Atempause und entsandte im Juli 1998 neue Formationen von Armee und Miliz in das Kosovo. Zur Beruhigung der internationalen Öffentlichkeit erklärte er, die Offensive gegen die albanischen Terroristen stehe vor ihrem definitiven Ende.

Zu diesem Zeitpunkt waren nicht nur seine Truppen in Kosovo in der Defensive, auch er selbst war stärkstem internationalen Druck ausgesetzt. Boris Jelzin kam seinem jugoslawischen Amtskollegen zur Hilfe und ließ durch seinen Außenminister ein doppeltes „Njet“ verkünden. Moskau sagte nein zu einer wie immer gearteten Sezession Kosovos von Serbien, weil dies zu Blutvergießen und Krieg führen werde. Ausschließlich eine nicht näher definierte Autonomie Kosovos sei die Lösung. Das zweite Njet betraf den Einsatz militärischer Gewalt von Seiten der internationalen Gemeinschaft. Kosovo sei Jugoslawiens interne Angelegenheit und Gewalt dürfe nur mit dem ausdrücklichen Einverständnis Belgrads geübt werden.

Wie schon im Bosnienkrieg blieb Moskau den Beweis schuldig, einen mäßigenden Einfluss auf Belgrad zu haben oder gar Frieden stiften zu können. Es ist schwer verständlich, weshalb der Westen erneut auf Russland setzte, obwohl man doch wissen musste, dass die serbische Offensive in Kosovo unter der Begleitmusik der Moskauer Friedensschalmeien nur um so energischer weiter ging. Milošević nutzte die mit Hilfe Moskaus gewonnene Atempause und entsandte im Juli 1998 frische Formationen von Armee und Miliz nach Kosovo. Zur Beruhigung der internationalen Öffentlichkeit erklärte er von Zeit zu Zeit, die Offensive gegen die albanischen Terroristen stehe vor ihrem definitiven Ende.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Im Text der Quelle ist dieses Fragment zusammenhängend. in der Dissertation gibt es einen kurzen Einschub, der mit einer anderen Quelle bestritten wird: Jkr/Fragment_099_01

Sichter
(Hindemith), Guckar


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20130404203607

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki