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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 104 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-29 11:12:52 Guckar
Fragment, Gesichtet, Giersch 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 1-7
Quelle: Giersch 2000
Seite(n): 448, Zeilen: 14-23
[Freilich waren die NATO-Mitglieder zu diesem Zeitpunkt noch] weit davon entfernt, das notwendige politischen [sic!] Beschlussverfahren zur Anordnung möglicher Luftschläge gegen Jugoslawien in Gang zu setzen. Auch wurden die militärischen Drohgebärden nicht mit einer konkreten Strategie zur Durchsetzung von politischen Lösungen verknüpft. Das NATO-Manöver zeitigte insofern Wirkung, als Milosevic am folgenden Tag das geringfügige Zugeständnis einer diplomatischen Beobachtermission der Großmächte für Kosovo machte. Freilich waren die NATO-Mitglieder zu diesem Zeitpunkt noch weit davon entfernt, das notwendige politische Beschlussverfahren zur Anordnung möglicher Luftschläge gegen Jugoslawien in Gang zu setzen. Auch wurde die militärische Drohgebärde nicht mit einer konkreten Strategie zur Durchsetzung einer politischen Lösung verknüpft. Das NATO-Manöver wurde außerdem am Tag darauf, am 16. Juni, in Moskau durch das Treffen des russischen Präsidenten Boris Jelzin mit Milosevic konterkariert, der durch das geringfügige Zugeständnis einer Diplomatischen Beobachtermission der Großmächte für Kosovo (KDOM16) Russland zurück ins Spiel brachte.

16 Joint Statement by President of Russian Federation and President of FRY, Moscow, 16 June 1998, a.a.O., S. 292. Die etwa 200 Personen umfassende Kosovo Diplomatic Observer Mission nahm am 6. Juli 1998 ihre Tätigkeit auf.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt, obwohl aus der Quelle mit leichten Kürzungen übernommen wurde. Am Ende findet sich in der Dissertation allerdings eine beinahe gegenteilige Aussage ("konterkariert" vs. "zeitigte ... Wirkung").

Sichter
(Hindemith), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 104 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-23 17:54:41 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
JustusHaberer
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 7-12
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 16, Zeilen: 6-9
Ab dem 6. Juli wurde den etwa 200 Personen umfassenden Teilnehmern der Kosovo Diplomatic Observer Mission (KDOM) der freie Zugang in das Kampfgebiet gewährt. Parallel dazu ordnete Milošević eine vorläufige Zurückhaltung seiner Sicherheitskräfte in Kosovo an. Da die UÇK dies umgehend nutzte, um möglichst viel Gebiet unter Kontrolle zu bekommen, milderte die NATO ihre Drohungen in Richtung Belgrad zunächst einmal ab. Dies wurde ab dem 6. Juli den Angehörigen der Kosovo Diplomatic Observer Mission (KDOM) erlaubt. Parallel dazu ordnete Präsident Milosevic eine vorläufige Zurückhaltung seiner Sicherheitskräfte an. Da die UÇK dies umgehend ausnutzte, ihre Positionen auszubauen, milderte die NATO ihre Drohungen in Richtung Belgrad zunächst einmal ab.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Graf Isolan

[3.] Jkr/Fragment 104 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-26 19:36:04 Guckar
Fragment, Gesichtet, Giersch 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 12-30
Quelle: Giersch 2000
Seite(n): 448, 449, Zeilen: 448: 26ff; 449: 1ff
Ein überraschendes Treffen Holbrookes mit mehreren UÇK-Kommandanten in Junik am 24. Juni ergab, dass die Rebellen entschlossen waren, ihren Unabhängigkeitskampf fortzusetzen. Ganz offensichtlich fehlte ein Konzept zur Einbindung der „Befreiungsarmee“ in die Suche nach einer Konfliktlösung. Das vermeintliche Erstarken der zu jenem Zeitpunkt in Brüssel immer noch als Terrororganisation angesehene UÇK kam im Gegenteil unerwünscht, weil es den westlichen Autonomieplänen für Kosovo entgegenwirkte. Jedenfalls wurde das Säbelrasseln der NATO gegenüber Jugoslawien reduziert, stattdessen stellte die Allianz klar, dass sie nicht als „Luftwaffe“ für die Rebellen agieren würde.206

Tatsächlich war die UÇK personell und ausrüstungsmäßig wie dargelegt viel zu schwach, um die angeblich bis zu vierzig Prozent „befreite Gebiete“ in Kosovo halten zu können. Durch den Stimmungsumschwung in der NATO dürfte sich Milosevic zu einer diesmal massiven Gegenoffensive ab Mitte Juli 1998 ermuntert gefühlt haben. Innerhalb kürzester Zeit verloren die Rebellen wichtige Hochburgen in Kosovo, wobei der Fall von Malisheva am 28. Juli als der eigentliche, Wendepunkt im Kriegsgeschehen gilt.207 Während das serbische Militär ein albanisches Dorf nach dem anderen zerstörte und sich ein Flüchtlingsdrama großen Ausmaßes anbahnte, blieb die NATO zunächst untätig.


206 Steven Lee Myers, NATO Threat to Intervene in Kosovo Faides as Rebels Succeed, in: New York Times vom 16. 07. 1998

201 Stefan Troebst, The Kosovo war, round one: 1998, Südosteuropa 3-4, 1999, S. 156-190

Ein überraschendes Treffen Holbrookes mit mehreren UÇK-Kommandanten in Junik am 24. Juni ergab, dass die Rebellen entschlossen waren, ihren Unabhängigkeitskampf fortzusetzen. Ganz offensichtlich fehlte ein Konzept zur Einbindung der UÇK in die Suche nach einer Konfliktlösung. Das vermeintliche Erstarken der UÇK kam im Gegenteil unerwünscht, weil es den westlichen Autonomieplänen für Kosovo entgegenwirkte. Das Säbelrasseln der NATO gegenüber Jugoslawien klang vorerst ab, statt dessen stellte die Allianz klar, dass sie nicht als Luftwaffe für die Rebellen agieren würde.17

In Wirklichkeit war die UÇK personell und ausrüstungsmäßig viel zu schwach, um die angeblich bis zu vierzig Prozent „befreiten Gebiete“[sic!] in Kosovo halten zu können. Durch den Stimmungsumschwung in der NATO

[Seite 449]

dürfte sich Milosevic zu einer diesmal massiven Gegenoffensive ab Mitte Juli 1998 ermuntert gefühlt haben. Innerhalb kürzester Zeit verloren die Aufständischen wichtige Hochburgen, wobei der Fall von Malisheva am 28. Juli als der eigentliche Wendepunkt gilt.18 Während das serbische Militär ein albanisches Dorf nach dem anderen zerstörte und sich ein Flüchtlingsdrama großen Ausmaßes anbahnte, blieb die NATO zunächst untätig.


17 Steven Lee Myers, NATO Threat to Intervene in Kosovo Faides as Rebels Succeed, New York Times 16.7.1998.

18 Troebst (wie Anm. 10), S. 178.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), JustusHaberer

[4.] Jkr/Fragment 104 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 20:48:40 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
JustusHaberer
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 30-37
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 16, Zeilen: 14-20, 103-104
Die serbische Großoffensive endete schließlich am 15. August mit dem Fall Juniks und einem am 17. August von der KDOM vermittelten Waffenstillstandsabkommen für den Westen des Kosovo. Allerdings kämpften die serbische Armee und die Sonderpolizei in den folgenden sechs Wochen im Zentralkosovo weiter gegen die UÇK. Die Bilanz des Krieges bis zum Herbst 1998 waren etwa 1.600 Gefallene, 45.000 zerstörte Häuser, 200.000 innerhalb des Kosovo vertriebene und 98.100 aus dem Kosovo geflohene Albaner.208

[208 Vgl. zu den dabei begangenen Menschenrechtsverletztungen Human Rights Watch, Humanitarian Law: Violations in Kosovo, New York 1998]

Ab Mitte Juli startete die erwähnte serbischen [sic] Großoffensive gegen die UÇK, die am 15. August mit dem Fall Juniks und einem am 17. August von der KDOM vermittelten Waffenstillstandsabkommen für den Westen des Kosovo endete. Allerdings kämpften die serbische Armee und die Sonderpolizei in den folgenden sechs Wochen im Zentralkosovo weiter gegen die UÇK. Die Bilanz des Krieges bis zum Herbst 1998 waren etwa 1.600 Gefallene (1.500 Kosovaren und 100 Serben), 45.000 zerstörte Häuser, 200.000 innerhalb des Kosovo vertriebene und 98.100 aus dem Kosovo geflohene Albaner.47

47 Vgl. zu den dabei begangenen Menschenrechtsverletzungen Human Rights Watch, Humanitarian Law: Violations in Kosovo, New York 1998.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Die Fn208 ist auf der Folgeseite 105, Zeilen 101-102.

Sichter
Graf Isolan


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