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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 113 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-29 16:55:58 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Joetze 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 4-16, 101-104
Quelle: Joetze 2001
Seite(n): 49, 50, Zeilen: 49: 6-13, 18-27; 50: 20-25
Eine finnische Expertenkommission ermittelte im November 1999 und stellte bei einer Untersuchung vor Ort eindeutige Hinweise für einen Massenmord ohne Kampf fest. Am [sic!] der Stelle der Exekution fanden sie nur Patronenhülsen, nicht auch Geschosse. Sie folgerten daraus, dass kein Kampf stattgefunden hatte, sondern gezielte Schüsse abgegeben worden waren. Der Bericht eines deutschen Nachrichtenmagazins vom März 2001 weist darauf hin, dass sich die UCK, die in Racak tatsächlich eine Kommandozentrale hatte, schon vor der Umzingelung durch serbische Kräfte davongemacht hatte und dass die Ermordeten höchstwahrscheinlich in großer Zahl Männer aus dem Dorf waren.236 Diese waren unbewaffnet und wurden wehrlos erschossen. Die serbische Seite jedenfalls hatte durch das Massaker an Zivilisten die internationale Aufmerksamkeit, die sich verstärkt den UCK-Aktivitäten zugewandt hatte, schlagartig wieder auf sich gelenkt.

236 DER SPIEGEL, 19. 03. 2001: Unter dem Titel „Täuschen und vertuschen“ wird ein zusammenfassender Überblick zum Massaker von Raçak gegeben; Jens Reuter, Die OSZE und das Kosovo-Problem, in: Jens Reuter/Konrad Clewing (Hg.), Der Kosovo-Konflikt, Klagenfiut u.a. 2000, S. 516f.

[Seite 49, Zeilen 6-13]

Immerhin gibt es inzwischen noch weitere kriminaltechnische Hinweise für einen Massenmord ohne Kampf: Die Finnen sandten im November 1999 noch einmal Spezialisten in die Gegend und suchten mit Metalldetektoren nach Geschossen und Patronenhülsen. Am Platz der vermuteten Exekution fanden sie unter Blättern und Schlamm nur Patronenhülsen, nicht auch Geschosse. Sie folgerten daraus, daß kein Kampf stattgefunden hatte, sondern gezielte Schüsse abgegeben worden waren.

[Seite 49, Zeilen 18-27]

Das möglicherweise letzte Wort in der Frage gibt der sorgfältige Bericht des »Spiegel« vom März 2001.4 Er weist darauf hin, daß sich die UCK, die in Racak tatsächlich eine Kommandozentrale hatte, schon vor der Umzingelung durch serbische Kräfte davongemacht hatte und daß die Ermordeten doch höchstwahrscheinlich in der großen Mehrzahl Männer aus dem Dorf waren. Einige waren wohl auch Sympathisanten oder Mitkämpfer der UCK. Soweit sie das waren, wurden sie aber nicht im Kampf, bewaffnet, sondern zum Zeitpunkt ihres Todes unbewaffnet und wehrlos erschossen.

[Seite 50]

Abteilungsleiter Michael Steiner schildert dem Bundeskanzler die internationale Situation kurz nach Racak so: »Mit dem Massaker an Zivilisten in Racak hat Belgrad die internationale Aufmerksamkeit, die sich verstärkt UCK-Aktivitäten zuwandte, schlagartig auf sich gelenkt [...]«


4 Unter dem irreführenden Titel »Täuschen und vertuschen« in der Ausgabe Nr. 12 vom 19. März 2001. Ein Artikel im »Stern«, Nr. 15 vom 5. April 2001 verfolgt dieselbe Tendenz.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 113 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-31 16:05:01 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reuter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 20-36, 105
Quelle: Reuter 2000
Seite(n): 516, 517, Zeilen: 516: 37-43, 103-104; 517: 1-18
Die Aussagen der Opfer wurden durch ärztliche Untersuchungen, Fotografien und Augenzeugenberichten erhärtet. Dabei waren die OSZEMitarbeiter stets bemüht, unparteiisch zu sein, das heißt auch jedem Hinweis auf Menschenrechtsverletzungen nachzugehen. Die ständigen Berichte über entsprechende Vorkommnisse hatten die Funktion, die OSZE-Führung und die Öffentlichkeit über die Situation vor Ort zu informieren und die Verursacher, deren Übergriffe beobachtet und dokumentiert wurden, vor weiteren Übergriffen abzuschrecken. Darüber hinaus sollte die Faktenbasis geliefert werden, auf Grund derer die internationale Gemeinschaft eine eventuelle Intervention rechtfertigen konnte.237 Die Menschenrechtsabteilung der OSZE verfasste eine Reihe von Sonderberichten. Darunter waren Berichte über angebliche Massengräber, über Plünderungen und Entführungen sowie ein Bericht über die dargestellte Tötung von Zivilisten in Racak. Generell war es schwierig, unter den Bedingungen des damals schon in Kosovo offen oder latent herrschenden Krieges alle eingehenden Informationen über willkürliche Tötungen, vermisste und entführte Personen, Verhaftungen mit anschließender Isolierung sowie Übergriffe der Polizei und der Sicherheitskräfte zu registrieren und zu prüfen.

237 Kosovo/Kosova, a.a.O. (Anm. 230), S. 9 ff.

[Seite 516, Zeilen 37-43]

Die Aussagen der Opfer wurden durch ärztliche Untersuchungen, Photographien und Augenzeugenberichte erhärtet. Videobänder und Fotos von Tatorten und Hinrichtungsstätten rundeten das Bild ab. Dabei waren die OSZE-Mitarbei- ter stets bemüht, unparteiisch zu sein, d.h. auch jedem Hinweis auf Menschenrechtsverletzungen von Seiten der Befreiungsarmee UÇK nachzugehen. Die ständigen OSZE-Berichte über Menschenrechtsverletzungen hatten vier

[Seite 517, 1-18]

grundlegende Funktionen:

1. Sie sollten die OSZE-Führung und die Öffentlichkeit über die Situation vor Ort informieren;

2. sie sollten die Behörden, deren Übergriffe beobachtet und dokumentiert wurden, von weiteren Menschenrechtsverletzungen abschrecken;

3. sie sollten Regierungen, Politiker und die OSZE-Mitgliedsstaaten informieren;

4. sie sollten die Faktenbasis liefern, aufgrund derer die internationale Gemeinschaft sich eventuell zu einer Intervention entschließen würde.13

Die Menschenrechtsabteilung der OSZE verfasste eine Reihe von Sonderberichten. Darunter waren Berichte über angebliche Massengräber, über Plünderungen und Entführungen sowie ein Bericht über die Tötung von Zivilisten in Reçak. Generell war es schwierig, unter den Bedingungen des damals schon in Kosovo offen oder latent herrschenden Krieges alle eingehenden Informationen über standrechtliche Erschießungen, willkürliche Tötungen, vermisste und entführte Personen, Verhaftungen mit anschließender Isolierung sowie Übergriffe der Polizei und der Sicherheitskräfte zu registrieren und zu prüfen.


[12 Kosovo/Kosova. As seen, as told. Part I: An analysis of the human rights findings of the OSCE Kosovo Verification Mission October 1998 to June 1999. Warsaw 1999, S. 2.]

13 Ebenda, S. 3

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20130331160616

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