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Jkr/117

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 117 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-26 19:14:03 Guckar
Fragment, Gesichtet, Giersch 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 1-11
Quelle: Giersch 2000
Seite(n): 454, Zeilen: 12-22
[Das] Problem war, dass es keine Version eines Autonomieplanes gab, der für Serben und Albaner gleichermaßen akzeptabel gewesen wäre. Die albanische Seite, von der erwartet wurde, dass sie ihren Unabhängigkeitskampf aufgäbe, konnte allenfalls dann einer Übergangslösung über Autonomie zustimmen, wenn diese von einer NATO-Friedenstruppe garantiert werden würde. Die Serben lehnten eine solche bewaffnete Truppe auf ihrem Territorium strikt ab. Obwohl der Anschein der Unparteilichkeit gewahrt wurde, ist im Zusammenhang mit der Vorlage des militärischen Anhangs B zum Abkommensentwurf, der die Aufgaben und Befugnisse der geplanten NATO-geführten internationalen Friedenstruppe in Kosovo regelte, der Vorwurf laut geworden, dieser richte sich einseitig gegen jugoslawische Interessen. Es gab freilich keine Version eines Autonomieplanes mehr, der für Serben und Albaner gleichermaßen politisch akzeptabel gewesen wäre. Die albanische Seite, von der erwartet wurde, dass sie ihren Unabhängigkeitskampf aufgäbe, konnte allenfalls dann einer Übergangslösung über Autonomie zustimmen, wenn diese von einer NATO-Friedenstruppe garantiert werden würde. Die Serben lehnten eine solche bewaffnete Truppe auf ihrem Territorium strikt ab. Obwohl mühsam der Anschein der Unparteilichkeit gewahrt wurde, hatten sich die westlichen Staaten mit der Vorlage des militärischen Anhangs B zum Abkommensentwurf, der die Aufgaben und Befugnisse der geplanten 30.000 Mann starken, NATO geführten internationalen Friedenstruppe in Kosovo regelte, faktisch auf die Seite der Albaner geschlagen.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 117 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-21 09:50:36 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 11-23
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 20, Zeilen: 5-15
Der amerikanische Unterhändler Hill hatte in der zweiten Konferenzwoche einen Entwurf für die militärische Implementierung einer Autonomieregelung vorgelegt248, der als Kapitel 7 später in den endgültigen Vertragsentwurf vom 23. Februar einging. Er enthielt die Bestimmungen für eine 30.000 Mann starke multinationale Friedenstruppe unter NATO-Führung und entsprach insofern früheren Forderungen der fünf westlichen Kontaktgruppenmitglieder. Da die russische Seite eine Führung durch die NATO ablehnte, trug sie diesen Vorschlag nicht mit. Der militärische Teil des Vertragsentwurfs sah eine weitgehende Entmilitarisierung vor. Die serbische Seite sollte die Zahl ihrer in Kosovo eingesetzten Truppen von 10.000 auf 1.500 Mann und die Stärke ihrer Sonderpolizei auf 2.500 Mann vermindern. Außerdem sollten die in der Region stationierten Luftabwehrsysteme abgebaut werden, im Gegenzug sollten die UCK-Kämpfer ihre Waffen abgeben.

248 Andreas Zumach, Achzig Prozent unserer Vorstellungen werden durchgepeitscht. Die letzte Chance von Rambouillet und die Geheimdiplomatie um den Annex B, in Schmid, a.a.O (Anm. 50), S. 72

Erst in der zweiten Konferenzwoche legte Hill einen Entwurf für die militärische Implementierung einer Autonomieregelung vor,58 der als Kapitel 7 in den endgültigen Vertragsentwurf vom 23. Februar einging. Er enthielt die Bestimmungen für eine 30.000 Mann starke multinationale Friedenstruppe unter NATO-Führung und entsprach insofern älteren Forderungen der fünf westlichen Kontaktgruppenmitglieder. Da die russische Seite eine Führung durch die NATO ablehnte, trug sie diesen Vorschlag nicht mit.

Der militärische Teil des Vertragsentwurfs sah eine weitgehende Entmilitarisierung vor. Die serbische Seite sollte die Zahl ihrer im Kosovo eingesetzten regulären Truppen von 10.000 auf 1.500 Mann und die Stärke ihrer Sonderpolizei auf 2.500 Mann vermindern. Außerdem sollten die in der Region stationierten Luftabwehrsysteme abgebaut werden, im Gegenzug sollten die UCK-Kämpfer ihre Waffen abgeben.


58 Andreas Zumach, „Achtzig Prozent unserer Vorstellungen werden durchgepeitscht”. Die letzte Chance von Rambouillet und die Geheimdiplomatie um den Annex B, in Schmid, a.a.O. (Anm. 17), S. 72.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Agrippina1

[3.] Jkr/Fragment 117 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-26 19:16:38 Guckar
Fragment, Gesichtet, Giersch 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 24-27
Quelle: Giersch 2000
Seite(n): 454, Zeilen: 22-27
Überraschenderweise drohte das Abkommen zuerst an den Bestimmungen zur Demilitarisierung der UÇK und an deren Forderungen nach einem Referendum zu scheitern. Letztlich bot der Plan aber auch für die militanten Albaner eine annehmbare Lösung, da keine Option endgültig verbaut wurde. Kurioserweise drohte das Abkommen zuerst an den Bestimmungen zur Demilitarisierung der UÇK und an deren Forderung nach einem Referendum über die Unabhängigkeit nach drei Übergangsjahren zu scheitern. Letztlich bot der Plan aber auch für die militanten Albaner eine annehmbare Lösung, da keine Option endgültig verbaut wurde.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[4.] Jkr/Fragment 117 27 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-21 09:45:50 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 27-38
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 20, 21, Zeilen: 20: 17ff; 21:101ff
Die Serben lehnten eine Volksabstimmung aus der begründeten Sorge strikt ab, ihr Ergebnis werde zu einer völligen Abspaltung Kosovos führen. Auch ein Status analog zu dem Montenegros in der BR Jugoslawiens kam für sie nicht in Frage. Die Kosovo-Albaner bestanden auf einer Volksabstimmung nach einer Übergangsfrist und damit auf der Chance, die staatliche Unabhängigkeit zu erlangen. Die Stationierung ausländischer Truppen zur Überwachung des Friedensabkommens wollten die Serben aus Souveränitätsgründen nicht akzeptieren.249 Vor allem waren sie gegen die Stationierung von NATO-Soldaten, weil sie dann den Vertrag bei der Umsetzung nicht mehr in ihrem Sinne hätten interpretieren können. Die Kosovaren hatten hingegen ohne die Anwesenheit von NATO-Truppen kein Vertrauen in die Einhaltung des Vertrages durch die ser-[bische Seite.]

249 Später, nach Abbruch der Verhandlungen in Rambouillet und dem Beginn des Luftkrieges wurde in der deutschen Öffentlichkeit kontrovers darüber diskutiert, ob der zum amerikanischen Vertragsentwurf gehörende Annex B, in dem die NATO der multinationalen Implementierungsstreitmacht Bewegungsfreiheit auf dem gesamten Gebiet der BR Jugoslawien zugesichert haben wollte, eine Forderung war, die von der serbischen Seite nicht akzeptiert werden konnte. Wegen der grundsätzlichen serbischen Ablehnung einer internationalen Friedensstreitmacht wurde jedoch über diesen - aus serbischer Sicht zweifellos problematischen Annex erst gar nicht verhandelt. (Vgl. Dossier „Wie Deutschland in den Krieg geriet“, in: DIE ZEIT, vom 12. Mai 1999, S. 21.) Zum Text des Anhangs siehe Petritsch/Kaser/Pichler, a.a.O. (Anm. 241), S. XL und Dokument 4 im Dokumentenanhang dieser Arbeit, S. 425-431 [...]

- Die Volksabstimmung: Die Serben lehnten sie strikt ab aus der begründeten Sorge, ihr

Ergebnis werde zu einer völligen Abspaltung des Kosovo führen. Auch ein Status analog zu dem Montenegros in der Bundesrepublik Jugoslawien kam für sie nicht in Frage. Demgegenüber bestanden die Kosovo-Albaner auf einer Volksabstimmung nach der Übergangsfrist und damit auf der Chance, die staatliche Unabhängigkeit zu erlangen.

- Die Stationierung ausländischer Truppen zur Überwachung des Friedensabkommens: Die Serben waren aus Souveränitätsgründen prinzipiell dagegen, vor allem aber gegen NATO-Soldaten. Ihnen war klar, dass sie dann den Vertrag bei der Umsetzung nicht mehr in ihrem Sinne interpretieren könnten. Die Kosovaren hatten hingegen ohne die Anwesenheit von NATO-Truppen kein Vertrauen in die Einhaltung des Vertrages durch die serbische Seite.

[Seite 21]

59 Nach dem Beginn des Luftkrieges wurde in der deutschen Öffentlichkeit darüber gerechtet, ob der zum amerikanischen Vertragsentwurf gehörende Appendix B, in dem die NATO der multinationalen Implementierungsstreitmacht Bewegungsfreiheit auf dem gesamten Gebiet der Bundesrepublik Jugoslawien zugesichert haben wollte, eine Forderung war, die von der serbischen Seite nicht akzeptiert werden konnte. Wegen der grundsätzlichen serbischen Ablehnung einer internationalen Friedensstreitmacht wurde jedoch über diesen - aus serbischer Sicht zweifellos problematischen Appendix erst gar nicht verhandelt (Vgl.. Dossier „Wie Deutschland in den Krieg geriet”, in: DIE ZEIT vom 12. Mai 1999, S. 21.). Zu dessen Text s. Interim Agreement for Peace and Self- Government in Kosovo, 22. Februar 1999, Appendix B, Nr. 8, S.77 (http://www.balkanaction.org); eine dt. Übersetzung wichtiger Abschnitte findet sich in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 44, Nr. 5, 1999, S. 611-630.

Anmerkungen

FN 249 befindet sich auf Seite 118.

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Agrippina1


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20130326191440

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