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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 161 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-30 01:16:51 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Gustenau Feichtinger 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 161, Zeilen: 2-11
Quelle: Gustenau Feichtinger 2000
Seite(n): 467, 468, Zeilen: 20-21, 29-33; 1-10
Der strategische Ansatz der internationalen Staatengemeinschaft zur Eindämmung des Kosovo-Konflikts war ursprünglich darauf angelegt, mit Milošević auf dem Verhandlungsweg zu einer Übereinkunft für eine dauerhafte Befriedung zu kommen. Die von albanischer Seite geforderte Anerkennung des Kosovo als unabhängigen Staat wurde aus Sorge vor einer nationalen Einigungsbewegung, die auch die Nachbarstaaten umfasst hätte, grundsätzlich ausgeschlossen. Darüber hinaus zeigte keiner der Hauptakteure der Staatengemeinschaft die Bereitschaft, für die Unabhängigkeit Kosovos Garantien abzugeben. Diese Haltung bestärkte Milošević in seiner Absicht, die bewaffnete Rebellion von „Terroristen“ als innere Angelegenheit der BR Jugoslawiens zu behandeln. Der strategische Ansatz der Staatengemeinschaft zur Eindämmung des Kosovo-Konfliktes muß vor allem als reaktiv gewertet werden, [...] Die Strategie der Staatengemeinschaft war daher darauf angelegt, mit Milošević zu einer Übereinkunft zu kommen und dazu jegliche nur erdenkliche Chance vor allem auch in zeitlicher Hinsicht zu nutzen.3 Andere politische Optionen, etwa eine Anerkennung Kosovos als unabhängiger Staat, wurden aus Sorge vor einer nationalen Einigungsbewegung, die nicht nur Albanien, sondern auch die im Nordwesten Makedoniens kompakt lebende albanische Minderheit oder die albanischen Minderheiten in Montenegro umfassen würde, grundsätzlich ausgeschlossen. Zudem zeigte keiner der Hauptakteure der Staatengemeinschaft die Bereitschaft, für die Unabhängigkeit Kosovos Garantien abzugeben, zumal es für diesen Staat wohl kaum eine sinnvolle Perspektive gegeben hätte. Diese Haltung bestärkte Milošević in seiner Absicht, die „bewaffnete Rebellion“ von „Terroristen“ als interne Angelegenheit zu behandeln und sämtliche Maßnahmen zu treffen, diese Gefährdung des jugoslawischen Staates abzuwehren.

3 Vgl. Konfliktentwicklung auf dem südlichen Balkan I. Hg. Gustav Gustenau. Wien Mai 1999 (Informationen zur Sicherheitspolitik, 17).

Anmerkungen

Gekürzt aber im Wortlaut weitgehend übereinstimmend. Kein Hinweis auf eine Fremdquelle.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[2.] Jkr/Fragment 161 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-30 01:01:52 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Gustenau Feichtinger 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 161, Zeilen: 15-34
Quelle: Gustenau Feichtinger 2000
Seite(n): 468, 469, Zeilen: 38-46; 1-18
Die Entscheidung, den Kosovo-Konflikt gewaltsam zu lösen war also in Belgrad gefallen, und zwar bevor die NATO zu den Waffen griff. Als wesentlichen Faktor, der Milošević zu einer militärischen Konfliktlösung bewogen hat, dürfte die Überzeugung gewesen sein, dass eine politische Verhandlungslösung, die seinen Vorstellungen entsprochen hätte, auch unter Vermittlung der Staatengemeinschaft nicht entwickelt werden konnte. Zudem war er davon überzeugt, mit einer umfassenden Vernichtungs- und Vertreibungsoperation gegen die UÇK und eine Großteil der albanischen Bevölkerung das Kosovo-Problem rasch und dauerhaft in den Griff zu bekommen. Hinzu kam der Umstand, dass die Drohung der NATO, den Schritt zum Luftkrieg zu wagen, für ihn wenig glaubwürdig war. Eine Kriegführung der NATO ohne UN-Mandat und gegen den Willen Russlands hatte er für nicht wahrscheinlich gehalten.

Als Gründe für die Auslösung der Luftoperation nannte NATO-Generalsekretär Javier Solana die unnachgiebige Haltung der BR Jugoslawien im Zusammenhang mit der Erfüllung der von NATO und EU erhobenen Forderungen343: Die Akzeptanz des Interimsabkommens, wie es in Rambouillet verhandelt wurde, außerdem die vollständige Überwachung der am 25.10. 1998 für die serbischen Streit- und Sicherheitskräfte vereinbarten Höchstgrenzen und die Beendigung der exzessiven und unangemessenen Gewaltanwendung gegen die Albaner in Kosovo.


343 NATO Press Release 040/1999 vom 23. März 1999 (http://www.nato.int/docu)

Von den Faktoren, welche Milošević zur Verfolgung einer militärischen Option zur Konfliktlösung motiviert haben, dürften folgende die wesentlichen gewesen sein: Das Faktum, dass eine dauerhafte politische Verhandlungslösung auch von den Vermittlungsgremien der Staatengemeinschaft nicht entwickelt werden konnte; die Überzeugung, mit einer umfassenden Vernichtungs- und Vertreibungsoperation gegen die UÇK und weite Teile der albanischen Bevölkerung das Kosovo-Problem sehr rasch und dauerhaft zu minimieren; der Umstand, dass die Drohung der NATO mit Luftschlägen wenig glaubwürdig war, zum einen, weil die tatsächliche Bereitschaft der NATO-Staaten, den Schritt zum Krieg zu wagen, wie auch deren Durchhaltewille, überaus fraglich war, und zum anderen, weil die Mittel der Luftkriegführung zur Beeinflussung der Situation in Kosovo ungeeignet und starke Bodenkräfte der NATO nicht nur nicht im Raum waren, sondern bis in die Endphase des Krieges auch dezidiert ausgeschlossen wurden; schließlich die Einschätzung, dass eine Kriegführung der NATO ohne UNO-Mandat und gegen den Willen Russlands für nicht wahrscheinlich gehalten wurde. Die Initiative lag somit auch in dieser Phase wie während des gesamten Kosovo-Konfliktes weitgehend bei Milošević, der einmal mehr die Chance sah, durch Gewalteinsatz vollendete Tatsachen zu schaffen, welche die Staatengemeinschaft letztlich hinnehmen würde.5

Als Gründe für die Auslösung der Luftoperation am 23. März nannte NATO-Generalsekretär Solana die unnachgiebige Haltung der BRJ bei der Erfüllung der von EU und NATO erhobenen Forderungen6: Die Akzeptanz des Interimsabkommens, wie es in Rambouillet (Frankreich) verhandelt wurde; vollständige Überwachung der am 25.10.1998 für die serbischen Streit- und Sicherheitskräfte vereinbarten Limits; Beendigung der exzessiven und unangemessenen Gewaltanwendung gegen Albaner in Kosovo.


5 Gespräche von G. Gustenau mit Vertretern des International Staff sowie des Military Committee der NATO am 6./7.5.1999 in Brüssel.

6 Vgl. NATO Press Release 040/1999 vom 23. März 1999 (http://www.nato.int/docu/pr/1999/p99-040e.htm).

Anmerkungen

Inhaltlich identisch unter Übernahme vieler Formulierungen der Vorlage; ohne Hinweis auf eine fremde Urheberschaft.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130321174514

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