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Jkr/163

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 163 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-21 09:56:06 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 1-10, 14-18
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 38, 39, Zeilen: 38: 28-34; 39: 1-6
Demgegenüber blieben Präsident Clinton, dessen Außenministerin Albright ebenfalls den Landkrieg in Erwägung gezogen hatte348 und vor allem Bundeskanzler Schröder bei ihrer ablehnenden Haltung. Es sprach sowohl die Verantwortung der Regierungen der NATO-Länder für ihre Soldaten dagegen, sie in äußerst gefährliche Kampfeinsätze auf dem Boden zu schicken, als auch die Einsicht, hierdurch könnte der Krieg völlig außer Kontrolle geraten.349 Inwieweit außerdem die Warnung des russischen Präsidenten Jelzin vor einer solchen Ausweitung eine Rolle spielte, sei dahingestellt.350 Die jugoslawische Führung konnte jedenfalls davon ausgehen, dass es nicht zum Einsatz von Bodentruppen kommen würde, zumal viele Politiker in den NATO-Ländern durch ihre öffentlichen Äußerungen, mit denen sie aus innenpolitischen Gründen den Einsatz von Landstreitkräften schon vor den ersten Luftangriffen ausschlossen, Milošević die Gewissheit gaben, dass die NATO eben nicht bis zum Äußersten gehen würde351. Daher bemühten die serbischen Streitkräfte sich einerseits mit Erfolg darum, einen Teil ihrer großen Waffensysteme zu verstecken, um sie vor Luftangriffen zu schützen.352 Andererseits konnten sie die Vertreibungen mit den aus der Luft nur schwer erreichbaren Truppenverbänden mit erhöhter Intensität und Geschwindigkeit fortzusetzen [sic!].

348 Zitiert aus einem Femsehinterview vom 5. April in: FAZ vom 06. 04. 1999

349 Gerd Schmückle argumentierte so in einem Interview in: DIE WOCHE, 01. 04. 1999

350 Jelzin warnte mit scharfen Worten vor einer Konfliktausweitung, in: FAZ, 10. 04. 1999

351 Bei einem Gespräch, das der Autor am 20. 08. 2003 mit dem vormaligen Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses, Klaus Naumann führen konnte, äußerte er zu der Frage des Einsatzes von Bodentruppen folgendes: [...]

352 Da die Kampfflugzeuge der NATO in sicherer Höhe von 5.000 Metern und mehr operierten, hielten sie oftmals Attrappen für Panzer oder Geschütze, mit der Folge, dass die jugoslawische Armee am Ende des elfwöchigen Luftkrieges nicht mehr als den Verlust von fünfzehn Panzern zu beklagen hatte, während die NATO glaubte, etwa acht Mal so viele getroffen zu haben.

Demgegenüber blieben Clinton (dessen Außenministerin Albright kurzzeitig den Landkrieg in Erwägung gezogen hatte112) und vor allem Schröder bei einem Nein. Prinzipiell sprach sowohl die Verantwortung der NATO-Regierungen für ihre Soldaten dagegen, sie in äußerst gefährliche Kampfeinsätze auf dem Boden zu schicken, als auch die Einsicht, hierdurch könnte der Krieg völlig außer Kontrolle geraten.113 Inwieweit außerdem auch die Warnung des russischen Präsidenten Jelzin vor einer solchen Ausweitung eine Rolle spielte, sei dahingestellt.114

[Seite 39]

Jedenfalls konnte die jugoslawische Führung darauf setzen, dass es fürs erste nicht zu Bodeneinsätzen kommen würde. Daher bemühte sie sich einerseits mit Erfolg darum, einen Teil ihrer großen Waffensysteme zu verstecken, um sie vor den Luftangriffen zu schützen.115 Andererseits konnte sie die Vertreibungen mit den aus der Luft nur schwer erreichbaren und schon in etlichen Gebieten des Kosovo präsenten Truppenverbänden mit erhöhter Intensität und Geschwindigkeit fortsetzen.


112 Fernsehinterview am 5. April, laut FAZ vom 6. April 1999, S. 1.

113 In diesem Sinne argumentiert General a.D. Gerd Schmückle in einem Interview in DIE WOCHE, vom 1. April 1999, S. 7.

114 Vgl. FAZ vom 10. April 1999, S. 1.

115 Da die Kampfflugzeuge der NATO in sicherer Höhe von 5.000 Metern und mehr operierten, hielten sie oftmals Attrappen für Panzer oder Geschütze, mit der Folge, dass die jugoslawische Armee am Ende des elfwöchigen Luftkrieges nicht mehr als den Verlust von fünfzehn Panzern zu beklagen hatte, während die NATO glaubte, etwa acht Mal so viele getroffen zu haben.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt, obwohl sich auf dieser Seite die Eigenleistung des Verfassers auf das Naumann-Zitat in FN 351 und den zugehörigen Halbsatz im Fließtext beschränkt.

Sichter
Agrippina1

[2.] Jkr/Fragment 163 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-04 09:14:17 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Naumann 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 10-14
Quelle: Naumann 2000
Seite(n): 7, Zeilen: 12ff
Die jugoslawische Führung konnte jedenfalls davon ausgehen, dass es nicht zum Einsatz von Bodentruppen kommen würde, zumal viele Politiker in den NATO-Ländern durch ihre öffentlichen Äußerungen, mit denen sie aus innenpolitischen Gründen den Einsatz von Landstreitkräften schon vor den ersten Luftangriffen ausschlossen, Milošević die Gewissheit gaben, dass die NATO eben nicht bis zum Äußersten gehen würde351.

351 Bei einem Gespräch, das der Autor am 20. 08. 2003 mit dem vormaligen Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses, Klaus Naumann führen konnte, äußerte er zu der Frage des Einsatzes von Bodentruppen folgendes: „Meine Erfahrung [...]

Eine zentrale Rolle im Krisenmanagement spielt das Element der Ungewißheit über das Risiko im Kalkül der Opponenten. Viele Politiker in den NATO-Ländern haben durch ihre öffentlichen Äußerungen, mit denen sie aus innenpolitischen Gründen den Einsatz von Landstreitkräften schon vor den ersten Luftangriffen ausschlossen, Milosevic die Gewißheit gegeben, daß die NATO nicht in Jugoslawien einmarschieren würde.
Anmerkungen

In der Fußnote 351 wird zwar auf Naumann verwiesen, dabei ein Gesprächsinhalt wörtlich zitiert. Die zuvor verwendete Quelle von Naumann ist jedoch nicht genannt, auch ist dem Leser nicht klar, dass die FN überhaupt irgendeinene Passage im Fließtext belegen soll.

Sichter
(Hindemith)


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130321100303

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