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Jkr/164

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 164 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-26 17:25:34 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Giersch 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
JustusHaberer
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 1-14
Quelle: Giersch 2000
Seite(n): 456, Zeilen: 7-25, 101-104
Nach einer Phase der Unklarheit diktierte die NATO am 12. April, also knapp drei Wochen nach dem Beginn des Luftkriegs, fünf Bedingungen für eine Einstellung der Angriffe. Die NATO verlangte von Milošević erstens die Einstellung der Kampfhandlungen im Kosovo, zweitens den Rückzug aller militärischen, polizeilichen und paramilitärischen Kräfte, drittens die Zustimmung zur Stationierung einer internationalen militärischen Präsenz, viertens die bedingungslose Rücknahme aller militärischen Einzelaktionen. Bei Nichtannahme der Bedingungen sollte ein Dreiphasenplan zur Ausführung kommen. Danach sollten zuerst jugoslawische Luftabwehrstellungen und Kommandoeinrichtungen, dann militärische Einrichtungen in Jugoslawien und auch im Kosovo, also auch südlich des 44. Breitengrades, und schließlich Ziele in Belgrad angegriffen werden. Da offenbar mit einem raschen Einlenken Miloševićs gerechnet worden war, gab es keine durchgeplante Strategie für einen länger anhaltenden Luftkrieg. Nach einer Phase der Unklarheit über ihre genauen Zielsetzungen diktierte die NATO am 12. April fünf Bedingungen für eine Einstellung der Luftangriffe. Die NATO verlangte von Milošević erstens die Einstellung der Kampfhandlungen in Kosovo, zweitens den Rückzug aller militärischen, polizeilichen und paramilitärischen Kräfte, drittens die Zustimmung zur Stationierung einer internationalen militärischen Präsenz, viertens die bedingungslose Rückkehr aller Flüchtlinge sowie den ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfsorganisationen und fünftens die Akzeptanz eines politischen Rahmens auf der Grundlage des Rambouillet-Plans.40

Wie diese Ziele mit einer Luftoperation erreicht werden sollten, war die große Frage. Es existierte zwar eine umfangreiche Liste militärischer Einzelziele und ein Dreiphasenplan; danach sollten zuerst jugoslawische Luftverteidigungsstellungen und Kommandoeinrichtungen, dann militärische Einrichtungen in Jugoslawien auch südlich des 44. Breitengrades, also auch in Kosovo, und schließlich Ziele in Belgrad angegriffen werden. Da jedoch offenbar mit einem raschen Einlenken Miloševićs nach Abwurf der ersten Bomben gerechnet wurde, gab es keine durchgeplante Strategie für einen länger anhaltenden Luftkrieg.41


40 Siehe bereits die „Schlussfolgerungen des Europäischen Sonderrats zu Kosovo am 8. April 1999“, dok. in: Internationale Politik, 5/1999, S. 131-133.

41 Jörg KUNZE, Kriegführung an der Schwelle zum 21. Jahrhundert. Eine Bilanz des Kosovo-Konfliktes, unveröff. Manuskript Vicenza 1999, S. 26.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Graf Isolan

[2.] Jkr/Fragment 164 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-28 20:48:46 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 14-40
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 39, 40, 41, Zeilen: 39: 32ff; 40: 1-19, 33-35; 41: 1
Trotz des Einsatzes zahlloser Präzisionsflugkörper gelang es der NATO nicht, die serbische Luftabwehr so zu zerstören, dass auch Angriffe aus niederer Höhe ohne Gefährdung der eigenen Piloten möglich gewesen wären. Die Angst vor eigenen Verlusten war auch ein Grund dafür, dass die 24 Apache-Kampfhubschrauber, die am 9. April in Albanien stationiert wurden353, bis zum Kriegsende nicht zum Einsatz kamen. Mit ihrer Luftkriegsführung nahm die NATO auch in Kauf, in Montenegro militärische Stellungen zu bombardieren. Sie tat dies, obwohl sie wusste, dass hierdurch die prowestliche montenegrinische Regierung auf das höchste gefährdet würde. Nachdem sich bald zeigte, dass Milošević nicht so schnell wie gehofft einlenkte, wurden die Angriffe darauf ausgerichtet, die zivile Infrastruktur des Landes systematisch zu zerstören. Mochte die Unterbrechung von Verkehrswegen und die Vernichtung von Kraftstoffreserven noch dem Ziel entsprechen, die Mobilität der serbischen Sicherheitskräfte einzuschränken, so ging es bei der Zerstörung von Industrieanlagen darum, die serbische Ökonomie mit dem Ziel zu schädigen, möglichst einen Keil zwischen dem [sic!] Regime und die serbische Bevölkerung zu treiben. Erreicht wurde zunächst genau das Gegenteil. Da es bei einer solchen Strategie unmöglich war, Zivilpersonen nicht direkt zu treffen oder infolge der Umweltschäden, insbesondere durch die Zerstörung der Raffinerien, gesundheitlich zu schädigen, half es der NATO wenig, immer wieder zu betonen, sie führe keinen Krieg gegen das serbische Volk.354 Zahllose Serben fühlten sich in ihrem Nationalstolz verletzt. Sie demonstrierten während der ersten Kriegswochen Abend für Abend mit angehefteten Zielscheiben auf öffentlichen Plätzen und Brücken gegen die NATO.

Insgesamt betrachtet unterlag die NATO-Planung einigen gravierenden Fehleinschätzungen: Sie schien davon auszugehen, dass einige wenige gezielte Luftschläge die serbische Seite zum Einlenken bringen würde [sic!].


353 FAZ vom 13. 04. 1999

354 Auf harte internationale Kritik stießen die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke in Grdelicka am 12. April, die gerade von einem Personenzug befahren wurde, wobei nach jugoslawischen Angaben 55 Menschen ums Leben kamen, der irrtümliche Angriff auf zwei Flüchtlingskonvois am 14. April bei Gjakova, bei dem 75 Kosovaren ums Leben kamen, der erste Angriff auf das serbische Staatsfernsehen am 23. April, dem 8 Sendermitarbeiter zum Opfer fielen, die Bombardierung eines Wohngebietes in Surdulica am 27. April, die Zerstörung eines Busses auf einer Brücke in der Nähe von Pristina am 1. Mai, in dem nach serbischen Angaben 60 Menschen saßen und die - gezielte oder versehentliche - Bombardierung der chinesischen Botschaft am 8. Mai, bei der 8 Botschaftsangehörige umkamen.

Der NATO gelang es trotz des Einsatzes zahlloser Präzisionsflugkörper nicht, die serbische Luftabwehr so zu zerstören, dass auch Angriffe aus niedriger Höhe ohne Gefährdung der eigenen Piloten möglich gewesen wären. Die Angst vor eigenen Verlusten war auch ein Grund dafür, dass die 24 Apache-Kampfhubschrauber, die am 9. April in Albanien stationiert wurden,118 bis zum

[Seite 40]

Kriegsende nicht zum Einsatz gelangten. Mit ihrer Luftkriegführung nahm die NATO überdies in Kauf, von Anfang an auch in Montenegro Flugabwehr- und andere militärische Stellungen zu bombardieren. Sie tat dies, obwohl sie wusste, dass hierdurch die prowestliche montenegrinische Regierung aufs höchste gefährdet würde.

Nachdem sich schon bald zeigte, dass Milošević nicht so schnell wie gehofft einlenkte, verlegte sich die NATO darauf, die zivile Infrastruktur des Landes systematisch zu zerstören. Mochte die Unterbrechung von Verkehrswegen und die Vernichtung von Kraftstoffreserven noch dem Ziel entsprechen, die Mobilität der serbischen Sicherheitskräfte einzuschränken, so ging es bei der Zerstörung von Industrieanlagen darum, die serbische Ökonomie – und auch die wirtschaftliche Basis von Miloševićs Machtclique – zu schädigen, möglicherweise in der Hoffnung, damit einen Keil zwischen das Regime und die serbische Bevölkerung treiben zu können. Erreicht wurde jedoch zunächst einmal das Gegenteil. Da es bei einer solchen Strategie unmöglich war, Zivilpersonen nicht direkt zu treffen oder infolge der Umweltschäden, insbesondere durch die Zerstörung von Raffinerien, gesundheitlich zu schädigen,119 half es der NATO wenig, immer wieder zu betonten, sie führe keinen Krieg gegen das serbische Volk. Zahllose Serbinnen und Serben waren in ihrem Nationalstolz getroffen und demonstrierten während der ersten Kriegswochen Abend für Abend mit angehefteten Zielscheiben auf öffentlichen Plätzen und Donaubrücken gegen die NATO.

[...]

Insgesamt betrachtet unterlag die NATO-Planung zu Beginn des Krieges mindestens drei Fehleinschätzungen: Zum einen schien sie im Rückblick auf die Endphase des Bosnien- Krieges davon auszugehen, dass einige wenige Luftschläge die serbische Seite zum

[Seite 41]

Einlenken brächten.


118 FAZ vom 13. April 1999, S. 4.

119 Die prominentesten Beispiele sind die Bombardierung einer Eisenbahnbrücke in Grdelicka am 12. April, die gerade von einem Personenzug befahren wurde, wobei nach jugoslawischen Angaben 55 Menschen ums Leben kamen, der irrtümliche Angriff auf zwei Flüchtlingskonvois am 14. April bei Gjakova, bei dem 75 Kosovaren starben, der erste Angriff auf das serbische Staatsfernsehen am 23. April, dem acht Mitarbeiter des Senders zum Opfer fielen, die Bombardierung eines Wohngebietes in Surdulica am 27. April, die Zerstörung eines Busses auf einer Brücke in der Nähe von Pristina am 1. Mai, in dem nach serbischen Angaben 60 Menschen saßen, und die – gezielte oder versehentliche -Bombardierung der chinesischen Botschaft am 8. Mai, die drei Botschaftsangehörigen das Leben kostete.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt. Umfangreiche wörtliche oder sinngemäße Übernahmen, wobei 2 Grammatikfehler neu hinzukommen.

Die FN 354 befindet sich schon auf Seite 165, auf der die Übernahmen weitergehen.

Sichter
Agrippina1


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