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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 168 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-28 20:40:26 Guckar
Fragment, Gesichtet, Giersch 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
JustusHaberer
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 168, Zeilen: 1-2, 4-11, 13-14
Quelle: Giersch 2000
Seite(n): 460, Zeilen: 15ff
[Nach außen sichtbar billigte die Allianz am 25. Mai 1999 nur den Plan] für eine schwer bewaffnete Friedenstruppe von 48.000 Soldaten363, doch hinter den Kulissen war die Diskussion über eine Bodeninvasion in vollem Gange. [...] Dazu ist es nicht mehr gekommen, weil Milošević am 3. Juni schließlich auf eine diplomatische Lösung einging. Wie viel er über die geheimen Planungen der NATO wusste und inwieweit eine drohende Bodeninvasion seine Entscheidung beeinflusste, bleibt ungewiss. In der [sic!] Verhandlungen mit ihm drängte sich für seine Gesprächspartner mehrfach der Verdacht auf, dass er über die Pläne der NATO bestens Bescheid wusste.364 Der zeitliche Zusammenhang ist immerhin auffällig, und vermutlich war Milošević klar geworden, dass er die Luftoperation nicht würde aussitzen können.

4.2 Das Bemühen um die politische Handlungsfähigkeit

Der jugoslawische Machthaber hatte sich mit seiner Herausforderung der NATO in mehrfacher Hinsicht verkalkuliert.


363 Michael Gordon, NATO moves ahead on a Kosovo Force of 50,000 troops, New York Times vom 26. 05. 1999

364 Klaus Naumann, der Milošević bei Verhandlungen insgesamt vier Mal direkt gegenüber gesessen war, äußerte sich dazu in dem o. g. Gespräch (Anm. 352) folgendermaßen: „Milošević wusste, nachdem er seinen Angaben nach über jeden Schritt der NATO genauestens informiert war, dass die NATO bereit war, notfalls weitere Schritte zu unternehmen.“

Nach außen sichtbar billigte die NATO am 25. Mai 1999 nur den Plan für eine schwer bewaffnete Friedenstruppe von 48.000 Soldaten, die nach einem Abzug der Serben in Kosovo einrücken sollten55; doch hinter den Kulissen war die Diskussion über eine Bodeninvasion in vollem Gange. [...]

Dazu ist es nicht gekommen, weil Milošević am 3. Juni schließlich auf eine diplomatische Lösung einging. [...] Wieviel Milošević über die geheimen Planungen der NATO wußte und inwieweit eine drohende Bodeninvasion seine Entscheidung beeinflusste, muss hier offen bleiben. Die zeitliche Koinzidenz ist immerhin auffällig, und vermutlich hatte Milošević verstanden, dass er die Luftoperation nicht würde aussitzen können.

VI. Das Ringen um eine diplomatische Lösung

Milošević hatte sich bei seiner abenteuerlichen Herausforderung der NATO in zweierlei Hinsicht verkalkuliert.


55 Michael R. Gordon, NATO moves ahead on a Kosovo Force of 50,000 troops, New York Times 26.5.1999.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Hindemith

[2.] Jkr/Fragment 168 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-28 01:23:01 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Giersch 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
JustusHaberer
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 168, Zeilen: 21-28
Quelle: Giersch 2000
Seite(n): 460-461, Zeilen: 460: 40-43; 461: 1ff
Außerdem war seitens der NATO geplant, beim Gipfeltreffen zum 50-jährigen Bestehen der Allianz Ende April 1999 in Washington ein neues strategisches Konzept zu verabschieden, welches die NATO als Krisenreaktionsmacht gegenüber bewaffneten Konflikten präsentierte.365 Dieses Konzept wäre zur Makulatur geworden, wenn das Bündnis im Testfall des Kosovo-Krieges versagt hätte. Die Gipfelerklärung der Staats- und Regierungschefs zu Kosovo ließ nicht den geringsten Zweifel daran, dass die NATO alles tun würde, um ihre Bedingungen kompromisslos durchzusetzen.366

365 Strategisches Konzept der NATO, auf dem Gipfeltreffen vom 23. und 24. April in Washington DC verabschiedet, in: Internationale Politik, 5/1999, S. 107-123

366 Erklärung zum Gipfeltreffen der NATO-Staaten zu Kosovo, in: Internationale Politik, 5/1999, S. 145-147

Beim Gipfeltreffen zum 50jährigen Bestehen der NATO in Washington vom 23. bis zum 25. April sollte das neue Strategische Konzept verabschiedet werden, das

[Seite 461]

die Allianz unter anderem als Krisenreaktionsmacht gegenüber bewaffneten Konflikten präsentierte, welche die euro-atlantische Stabilität berühren57; es wäre zur Makulatur geworden, hätte das Bündnis im Testfall des Kosovo-Konflikts versagt. Die in einem scharfen Ton gehaltene Gipfelerklärung der Staats- und Regierungschefs zu Kosovo ließ keinen Zweifel daran, dass die NATO gewillt war, ihre Bedingungen kompromisslos durchzusetzen.58


57 Strategisches Konzept der NATO, auf dem Gipfeltreffen vom 23. und 24. April in Washington, DC, verabschiedet, in: Internationale Politik, 10/1999, S. 107-123.

58 Erklärung des Gipfeltreffens der NATO-Staaten zu Kosovo, abgegeben am 23. April 1999 in Washington, DC, in: Internationale Politik, 5/1999, S. 145-147.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130328012403

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