Fandom

VroniPlag Wiki

Jkr/176

< Jkr

31.385Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 176 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-23 12:47:45 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 1-9
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 47, Zeilen: 4ff
[Die NATO konnte] zwar darauf verweisen, nur zwei Flugzeuge verloren zu haben und keinen einzigen Gefallenen beklagen zu müssen. Aufgrund der Tatsache, dass die Kampfeinsätze aus großer Höhe vorgenommen wurden, um die eigenen Soldaten zu schonen, konnten jedoch die Angriffsziele häufig nur unpräzise getroffen werden. Dies führte dazu, dass die serbischen Sicherheitskräfte nur geringe Verluste an Panzern, gepanzerten Fahrzeugen und Fluggerät zu verzeichnen hatten. Hinzu kommt, dass, obwohl man erklärtermaßen nicht gegen die serbische Bevölkerung Krieg führte, die Zahl der Opfer an Soldaten und Zivilpersonen 4.550 Menschen betragen haben soll.385

385 Kiristian Zitzlaff, Die Opfer der Humanität. Eine statistische Annäherung, in: antimilitarismus information, Nr. 7/1999, S. 92-96

Nach 37.465 Lufteinsätzen, davon 14.000 Angriffsflügen 139, war die NATO zwar stolz darauf, dabei nur zwei Flugzeuge verloren zu haben und keinen einzigen Gefallenen beklagen zu müssen. Jedoch hatten auch die serbischen Sicherheitskräfte nur wenig Verluste an Panzern, gepanzerten Fahrzeugen und Fluggerät zu verzeichnen. Ist also die Qualität der westlichen Präzisionswaffen doch nicht so hervorragend, wie immer behauptet wird, oder lag es daran, dass man um die eigenen Soldaten zu schonen, in zu großer Höhe operierte? Obwohl man erklärtermaßen nicht gegen die serbischer [sic!] Bevölkerung Krieg führte, soll die Zahl der Opfer dort 4.550 Menschen (Soldaten und Zivilpersonen) betragen haben. 139

138 Die Zahl findet sich bei General Wesley K. Clark, Wenn Waffengewalt nötig ist: Die militärische Reaktion der NATO auf die Kosovo-Krise, in: NATO-Brief, Jg. 47, Nr. 2, 1999, S. 14-18, hier S. 16.

139 Schätzungen nach Kristian Zitzlaff, Die Opfer der Humanität. Eine statistische Annäherung, in: antimilitarismus information, Jg. 29, Nr. 7, 1999, S. 92-96, der die Presseberichte auswertete.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Die Übernahme ist trotz der deutlichen Abänderungen deutlich erkennbar.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[2.] Jkr/Fragment 176 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-30 01:51:55 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Gustenau Feichtinger 2000, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 10-13, 15-24, 103-104
Quelle: Gustenau Feichtinger 2000
Seite(n): 477, Zeilen: 32ff
Zu den Lehren, die aus dem Luftkrieg zu ziehen sind, zählt einmal mehr der Nachweis, dass allein mit Luftstreitkräften Konflikte wie der im Kosovo nicht wirklich beherrschbar sind. Der rigorose Verzicht auf Bodentruppen war zwar politisch verständlich, aber militärisch überaus problematisch. [...] Es zeigte sich auch das konzeptionelle Problem der ausschließlichen Luftkriegsführung insbesondere im Rahmen der asymmetrischen Konstellation, wie sie für diesen Konflikt kennzeichnend war. Die Luftoperation wurde von den jugoslawischen Streit- und Sicherheitskräften einfach unterlaufen, da letztere aufgrund ihres taktischen Verhaltens gegen Luftangriffe weitgehend resistent waren. Seitens der NATO wurde nicht auf einen kombinierten Einsatz von Teilstreitkräften gesetzt, der aufgrund der aufeinander abgestimmten Nutzung der jeweiligen Kapazitäten den optimalen Erfolg einer militärischen Operation erbringen würde.386

386 Holger H. Mey, Der Kosovo-Konflikt. Eine vorläufige Analyse, in: Soldat und Technik 10/1999, S. 590

Zu den Lehren, die aus dem NATO-Luftkrieg zu ziehen sind, zählt einmal mehr der Nachweis, dass abgestützt ausschließlich auf Luftkriegsmittel Konflikte wie dieser nicht wirklich beherrschbar sind. Der rigorose Verzicht auf Bodentruppen war zwar politisch verständlich, aber militärisch nichts desto weniger problematisch. So zeigte sich das konzeptionelle Problem der ausschließlichen Luftkriegsführung insbesondere im Rahmen der asymmetrischen Konstellation, wie sie für diesen Konflikt kennzeichnend war: Die NATO-Luftoperation wurde von den jugoslawischen Streit- und Sicherheitskräften in Kosovo einfach unterlaufen, da letztere aufgrund ihres taktischen Verhaltens gegen Luftangriffe weitgehend resistent waren. Auch wurde das Prinzip der >jointness< vernachlässigt, also der kombinierte Einsatz der Teilstreitkräfte, der aufgrund der aufeinander abgestimmten Nutzung der jeweiligen Kapazitäten den optimalen Erfolg einer militärischen Operation sicher[stellen soll.29

29 Vgl. Holger H. Mey, Der Kosovo-Konflikt. Eine vorläufige Analyse, Soldat und Technik 10/1999, S. 590.]

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt

Sichter
(Hindemith), Graf Isolan

[3.] Jkr/Fragment 176 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-23 22:13:15 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, Meyer Schlotter 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 24-31
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 47, Zeilen: 13-19
Angesichts der Einschätzung der NATO, Milosevic werde nach kurzer Zeit einlenken, weil er davon ausgehen musste, den Krieg gegen die Allianz militärisch niemals gewinnen zu können, stand das westliche Bündnis nach einigen Wochen vor der Entscheidung, entweder den Luftkrieg auf nichtmilitärische Ziele auszuweiten oder doch Bodentruppen einzusetzen.387

Die militärischen Berater in Brüssel und in den Hauptstädten der Mitgliedstaaten hatten schon früh die Auffassung vertreten, es sei ein Irrglaube, allein mit Luftangriffen sei der Krieg zu gewinnen, und für die Einbeziehung von [Bodentruppen plädiert.388]


387 Nach Angaben des britischen The Observer war der Einsatz von 170.000 Soldaten geplant, von denen Großbritannien 50.000 Mann gestellt hätte, in: Frankfurter Rundschau vom 12. 07. 1999; Außenminister Fischer führte aus: „Der nächste Schritt war klar definiert. Wenn es nicht gelungen wäre, ein Schweigen der Waffen zu erreichen, wäre der Bodenkrieg gekommen.“ in: Frankfurter Rundschau vom 10. 07. 1999

381 Michael Ignatieff, Der gefesselte Kriegsherr. Wie General Wesley Clark daran verzweifelte, dass er die Serben rücksichtsvoll besiegen sollte, in: DIE ZEIT Nr. 33 vom 12. August 1999, S. 11-13

Angesichts der gravierenden Fehleinschätzung der NATO, Milosevic werde nach einigen Luftschlägen einlenken, stand die westliche Allianz nach einigen Wochen vor der Entscheidung, entweder den Luftkrieg auf nicht-militärische Ziele ausweiten oder in den Landkrieg eskalieren140 oder die Aktion abbrechen zu müssen.

Die militärischen Berater in Brüssel und in den Hauptstädten der Mitgliedstaaten hatten schon früh die Auffassung vertreten, es sei ein Irrglaube, allein mit Luftangriffen ließe sich der Krieg gewinnen, und für die Einbeziehung von Bodentruppen plädiert.141


140 Nach Angaben des britischen The Observer war der Einsatz von 170.000 Soldaten geplant, von denen Großbritannien 50.000 Mann gestellt hätte; siehe FR vom 12.Juli 1999 sowie das Interview mit Außenminister Fischer in FR vom 10. Juli 1999, in dem er ausführte: „Der nächste Schritt war klar definiert. Wenn es nicht gelungen wäre, ein Schweigen der Waffen zu erreichen, wäre der Bodenkrieg gekommen.”

141 Siehe Michael Ignatieff, Der gefesselte Kriegsherr. Wie General Wesley Clark daran verzweifelte, dass er die Serben rücksichtsvoll besiegen sollte, in: DIE ZEIT Nr. 33 vom 12. August 1999, S. 11-13.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130330015340

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki