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Jkr/232

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 232 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-23 23:36:13 Hindemith
Deutsche Welle 2003, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 232, Zeilen: 6-31
Quelle: Deutsche Welle 2003
Seite(n): 37-38, Zeilen: 37:25ff - 38:1ff
Die Kriminalitätsrate ist im Kosovo in den vier Jahren nach dem Krieg stark gesunken. Während es in den ersten 18 Monaten seit Kriegsende noch rund 750 Morde gab, waren es in im ersten Halbjahr 2003 noch 30. Die Zahl der auch in Westeuropa üblichen Delikte wie Diebstahl, Raub, Vergewaltigung ist ebenfalls zurückgegangen. „Wir sagen ja nicht, dass alles jetzt perfekt ist. Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Jahr 2001, als ein Auto mit serbischem Kennzeichen in albanischem Gebiet sofort angegriffen wurde, und heute, wo es höchstens zu verbalen Auseinandersetzungen kommen würde“, sagt Barry Fletcher, Sprecher der UNMIK-Polizei. Doch es sind nicht die Zahlen, die den Unterschied deutlich machen, es ist das Gefühl, das die Bürger haben. Und dieses ist bei weitem noch kein Gefühl der Sicherheit. Das trifft vor allem für die Angehörigen von Minderheiten zu. Wenn UNMIK feststellt, dass die Zahl der ethnisch bedingten Angriffe und Mordfälle immer mehr zurückgegangen sind, so ist das zweifelsohne zutreffend wenn man nur die absoluten Zahlen betrachtet. Es wird dabei jedoch außer Acht gelassen, dass besonders die Serben und Roma in überaus großer Zahl geflohen sind oder heute in Enklaven unter dem Schutz von KFOR leben. Die Kosovo-Albaner trauen sich nach wie vor nicht in die serbischen Gebiete im Norden der Provinz und um die serbischen Enklaven zu kommen, muss man zunächst die KFOR-Kontrollstellen passieren.

Der Schwerpunkt der Kriminalität hat sich von ethnischen Vergehen hin zu in großem Stil organisierten, Geld beschaffenden Delikten entwickelt. Die organisierte Kriminalität mit ihren Verbindungen zu Politik und Behörden gehört zu den größten Herausforderungen für alle jungen Nationen in Südosteuropa. Alle Arten von organisierter Kriminalität und Korruption sind Probleme, die nicht nur das Kosovo betreffen, sondern auf grenzüberschreitendes und interethnisches Zusammenwirken aufgebaut sind.

[Seite 37]

Keine Frage, die Kriminalitätsrate im Kosovo ist in den vier Jahren nach dem Krieg gesunken. Gab es in den ersten 18 Monaten seit Kriegsende noch rund 750 Morde, so waren es in den ersten sechs Monaten in diesem Jahr 30. Die Zahl der auch in Westeuropa üblichen Delikte wie Diebstahl, Raub, Vergewaltigung ist ebenfalls zurückgegangen. "Wir sagen ja nicht, dass alles jetzt perfekt ist. Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Jahr 2001, als ein Auto mit serbischen Kennzeichen in albanischem Gebiet sofort angegriffen wurde genauso wie ein albanisches Auto von Serben, und heute, wo es höchstens zur verbalen Auseinandersetzung kommen würde", sagt Barry Fletcher von der UNO-Polizei.

Doch es sind nicht die Zahlen, die den Unterschied deutlich machen, es ist das Gefühl, das die Bürger haben. Und dieses ist in Kosovo bei weitem noch kein Gefühl von Sicherheit. Das gilt vor allem für die Minderheiten - Serben und Roma. Wenn die UN-Mission in Kosovo (UNMIK) feststellt, dass es mit der Zeit immer weniger ethnisch bedingte Angriffe und Mordfälle gegeben hat, so entspricht das der Wahrheit und vernebelt sie zugleich. Denn mit der Zeit gab es immer weniger Menschen, die angegriffen werden konnten. Die Minderheiten - rund 250.000 Serben

[Seite 38]

und Roma - sind seit Kriegsende geflohen oder leben in so genannten Enklaven unter dem Schutz der KFOR. Die albanische Mehrheit traut sich nicht in die serbischen Gebiete im Norden der Provinz, und um in die serbischen Enklaven zu kommen, muss man zunächst NATO-Kontrollpunkte passieren.

So hat sich der Schwerpunkt der Kriminalität von ethnischen hin zu geldbeschaffenden Delikten entwickelt. Barry Fletcher, Sprecher der UNMIK-Police:

"Als unsere nächste Herausforderung auf dem Kosovo im polizeilichem Sinne sehen wir die organisierte Kriminalität und die Korruption der Behörden. Alle Arten von organisierter Kriminalität und Korruption in den Behörden sind ja regionale Probleme, die nicht nur Kosovo betreffen, sondern grenzüberschreitende und interethnische Zusammenarbeit beinhalten. [...]"

Anmerkungen

Inhaltlich identisch, in weiten Teile auch im Wortlaut übereinstimmend.

Hier bedient sich Jkr bei einem Radioessay von Filip Slavkovic (18.6.2003, DW-radio / Serbisch) und den dort zitierten Interviewaussagen von Barry Fletcher, ohne dass dies an irgendeiner Stelle in Jkr Erwähnung fände.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130323233717

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