Fandom

VroniPlag Wiki

Jkr/247

< Jkr

31.340Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 247 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-12 23:08:43 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Höfer-Wissing 2002, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 247, Zeilen: 20-42
Quelle: Höfer-Wissing 2002
Seite(n): 3, Zeilen: 1.Sp. 36-46 - 2.Sp.1-30.36-43 - 3.Sp.1-13
Während es einerseits das erklärte Ziel von UNMIK war und ist, nach und nach Zuständigkeiten zu übertragen, muss die internationale Verwaltung andererseits darauf achten, dass sich die neuen Institutionen nicht Funktionen anmaßen, die mit der UN-Resolution 1244 unvereinbar sind. Diese Institutionen versuchten verständlicherweise, den eigenen, anfangs noch recht beschränkten Verantwortungsbereich auszuweiten. Nicht selten wurde im politischen Wettstreit unter den kosovo-albanischen Koalitionspartnern die Kritik an UNMIK dazu benutzt, um politisches Profil für parteiinterne Machtkämpfe zu gewinnen. Die Situation wurde ferner dadurch geprägt, dass weite Teile der kosovarischen Elite noch nicht über das nötige Verständnis für moderne demokratische Regierungsformen verfügten. Sie stehen unter besonderem Erwartungsdruck der Öffentlichkeit, die für die Schwierigkeiten der Anfangszeit, der sich jede Regierung gegenübersehen würde, wenig Verständnis aufbrachte. Dies hat für Friktionen zwischen Regierung und Parlament gesorgt, die sich gegenseitig beschuldigten, dafür verantwortlich zu sein, dass es nur wenig verabschiedete Gesetze gab. Im Parlament herrscht häufig eine gespannte Atmosphäre, nachdem es sich weitgehend als Opposition gegen

UNMIK und nicht als Bühne für das Ringen um bestmögliche politische Lösungen versteht. Der serbische [sic] Opposition533 gelingt es kaum, die ihr zustehenden Rechte wirkungsvoll zu nutzen. Erschwerend kommt hinzu, dass die albanische Mehrheit immer wieder die Geschäftsordnungsregeln nicht respektiert. So führten beispielsweise Unzulänglichkeiten bei der albanischen Übersetzung dazu, dass Abstimmungen durchgeführt wurden, ohne dass den Serben [die übersetzte Textversion vorlag.]


533 Neben den serbischen Parteien haben die Abgeordneten kleinerer Volksgruppen eine gemeinsame Fraktion gebildet. Darunter die Bosniakische Partei für Demokratisches Handeln (DSDAK), die Türkisch-Demokratische Partei (KDTP), die Bürgerinitiative Gorani (GIG), die Partei der Albanischen Ashkali Kosovos (PDASHK) und die Vereinigte Roma-Partei (PREBK)

Während es einerseits UNMIK’s erklärtes Ziel ist, „loszulassen“, was losgelassen werden kann, muss die UN-Interimsverwaltung auf der anderen Seite nicht nur für eine möglichst reibungslose Übertragung der bisher von ihr wahrgenommenen Aufgaben auf die neuen Institutionen sorgen, sondern gleichzeitig auch sorgfältig darauf achten, dass die neuen Institutionen sich nicht Funktionen anmaßen, die mit der UN-Sicherheitsratsresolution 1244 nicht vereinbar sind und daher unter den „reserved powers“ des SRSG verbleiben.

Die neu errichteten Institutionen versuchen verständlicherweise, den eigenen, zugegebenermaßen noch recht beschränkten Verantwortungsbereich energisch auszuweiten. Im politischen Wettstreit unter den kosovo-albanischen Koalitionspartnern wird Kritik an UNMIK dazu benutzt, im Hinblick auf die bevorstehenden Lokalwahlen und partei-interne Machtkämpfe Profil zu gewinnen.

Die Situation wird ferner dadurch geprägt, dass weite Teile der kosovarischen Elite noch nicht über das nötige Verständnis für moderne demokratische Regierungsformen verfügen. Sie sehen sich aber unter, teilweise selbst induziertem, Erwartungsdruck der Öffentlichkeit, die für die natürlichen Kinderkrankheiten, der sich jede Regierung gegenübersehen würde – und schon gar im Kosovo! –, wenig Verständnis aufbringt. Dies hat für Friktionen zwischen Regierung und Parlament gesorgt, die sich gegenseitig beschuldigen, dafür verantwortlich zu sein, dass es noch kaum verabschiedete Gesetze gibt. [...]

In der Versammlung herrscht eine gespannte Atmosphäre: Sie versteht sich weitgehend als Opposition gegen UNMIK und nicht nur als Bühne des Parteienstreits. Die serbische „Koalition Rückkehr“ (KP) versteht es noch nicht, die ihr zustehenden Rechte wirkungsvoll zu nutzen. Erschwerend kommt hinzu, dass die albanische Mehrheit, aber leider auch der Parlamentspräsident, immer wieder die Regeln nicht respektieren. Obwohl man des Englischen durchaus mächtig ist, mögen Unzulänglichkeiten der albanischen Übersetzung und Mangel an Übung ihren Anteil an dieser unerquicklichen Lage haben. Dies führt beispielsweise dazu, dass bei Abstimmungen der Vorsitzende nicht wartet, bis auch bei den Serben die Übersetzung „angekommen“ ist.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Eine Quellenangabe unterbleibt ebenso.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130412231314

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki