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Jkr/264

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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 264 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-12 21:31:51 Guckar
Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Vetter 2003

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 264, Zeilen: 1-8
Quelle: Vetter 2003
Seite(n): 78-79, Zeilen: 78:38-40; 79:8-11.13-16
Ohne wirtschaftliche Stabilisierung wird es nicht möglich sein, dringend notwendige Arbeitsplätze zu schaffen. In- und ausländische Beobachter warnen zudem vor einem neuerlichen Exodus junger Leute aus dem Kosovo, sollte die grundlegende Perspektive der Provinz nicht bald geklärt werden. Schließlich zeigt ein Blick auf die neunziger Jahre, dass die damalige Erfolglosigkeit der friedlichen albanischen Emanzipationsbewegung im Kosovo gewaltbereite Kräfte erstarken ließ. Das Lavieren in der Statusfrage kann neue Gewaltbereitschaft hervorrufen. [Seite 78, Zeilen 38-40]

In- und ausländische Beobachter warnen zudem vor einem neuerlichen Exodus junger Leute aus Kosovo, sollte die grundlegende Perspektive der Provinz nicht bald geklärt werden.

[Seite 79, Zeilen 8-16]

Ohne wirtschaftliche Stabilisierung wird es außerdem schwierig sein, Arbeitsplätze für die – laut verschiedenen, allerdings wohl um einige Zehntausend übertriebenen Angaben über 200.000 – in Serbien lebenden serbischen Flüchtlinge aus Kosovo zu finden, sollten sie sich tatsächlich zur Rückkehr entschließen.

Schließlich zeigt ein Blick auf die neunziger Jahre, daß die damalige Erfolglosigkeit der friedlichen albanischen Emanzipationsbewegung in Kosovo gewaltbereite Kräfte wie die UÇK erstarken ließ. Das Lavieren in der Statusfrage kann neue Gewaltbereitschaft fördern.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

[2.] Jkr/Fragment 264 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-27 20:21:00 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schoch 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Jacklplag
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 264, Zeilen: 18-33
Quelle: Schoch 2003
Seite(n): 30-31, Zeilen: 30: 25ff; 31: 1ff
6.1.1 Kosovo als autonome Region Serbiens

Anknüpfend an die alte Verfassung, die Milosevic 1989 aufgehoben hat, könnte das Kosovo theoretisch zu einer autonomen Teilstaatlichkeit innerhalb Serbiens zurückkehren. 556 Das Ausmaß seiner Autonomie könnte dabei sogar über die Selbstverwaltung von 1974 hinausgehen. Deren juristische Prüfung hat ohnehin ergeben, dass der Unterschied zwischen den ehemaligen Republiken Jugoslawiens und der autonomen Provinz Kosovo im Innern Serbiens eher auf historische Umstände und politische Machtverhältnisse zurückzuführen war und weniger verfassungsrechtlicher Natur ist. Mehrere Gründe für den der Provinz nicht gewährten Republikstatus werden genannt: Zum einen waren unmittelbar nach dem II. Weltkrieg Pläne für eine Balkanföderation des Kosovo zusammen mit Albanien überlegt worden, zum anderen hatte man aus der sowjetischen Nationalitätentheorie die Unterteilung zwischen Nationen und Nationalitäten übernommen. Danach waren Nationalitäten alle Minderheiten, die einen eigenen Nationalstaat außerhalb der jeweiligen Provinz hatten und deshalb [geringere Kompetenzen als die Nationen zugesprochen bekamen.]


556 Reinhold Vetter, ebenda, S. 79: Nach Meinung von Michael Steiner, der dort zitiert wird, werde es keine Rückkehr zum Status quo ante geben. „Die Zeit ist vorbei. Milosevic hat den damaligen Status, den Status quo ante in Rambouillet verspielt.“

Option 5: Kulturelle und territoriale Autonomie innerhalb Serbiens

Anknüpfend an die alte Verfassung, die Milosevic 1989 per ordre du Mufti aufhob, könnte das Kosovo zu einer autonomen Teilstaatlichkeit zurückkehren. Dabei könnte das Ausmaß ihrer self rule über die Selbstverwaltung von 1974 hinausgehen. Deren detaillierte juristische Prüfung ergab ohnehin, dass der Unterschied zwischen den ehemaligen Republiken Jugoslawiens und der autonomen Provinz im Innern Serbiens eher auf kontingente historische Umstände und politische Machtverhältnisse zurückzuführen ist, denn wirklich konsistenter verfassungsrechtlicher Natur war. Vier Gründe werden immer wieder genannt, warum das Kosovo einen Autonomiestatus besaß, aber der serbischen Republik untergeordnet wurde: Erstens waren unmittelbar nach dem Krieg Pläne zu einer Balkanföderation im Schwange, in der dann das Kosovo zusammen mit Albanien eine eigene Republik gebildet hätte. Zweitens hatte man aus der sowjetischen Nationalitätentheorie

[Seite 31]

die Unterscheidung zwischen Nationen (serb. narod) und Nationalitäten (serb. narodnost) übernommen: Nationalitäten waren alle Minderheiten, die einen eigenen Nationalstaat außerhalb hatten und deshalb geringere Kompetenzen als die Nationen zugesprochen bekamen.

Anmerkungen

Teils wörtliche, teils inhaltlich entsprechende Übernahme des Texts und teilweise der zugehörigen Referenzen von Schoch (2003). Die Quelle wird nicht angegeben. Die Übernahme setzt sich auf S. 265 fort.

Sichter
Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20130412213251

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