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Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 283 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-19 15:26:59 Guckar
BauernOpfer, Ernst 2002, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 283, Zeilen: 1-10
Quelle: Ernst 2002
Seite(n): 363, Zeilen: 12-20, 28-34
[Die LDK-Abgeordnete Edita Tahiri ist der Meinung, dass „das kosovarische Schiff nicht vorwärts kommen kann, wenn ihm der Kompass fehlt.“ Solange die Albaner] fürchteten und die Serben hofften, dass Kosovo eines Tages wieder zu Serbien und Montenegro gehöre, blieben die Beziehungen zwischen den Volksgruppen und zwischen Kosovo und Serbien gestört. 602 Als positives Beispiel und möglicher Ausweg aus der, durch das Hinausschieben der Statusfrage entstandenen Krise, wird das UN-Protektorat in Ost-Timor genannt. Dort wurden die Kompetenzen nach nur kurzer Zeit an die örtlichen Institutionen übertragen, welche auf dem Weg in die Unabhängigkeit von einem internationalen Aufsichtsgremium begleitet werden. Die Abgeordnete entwickelte daraus die Formel „Unabhängigkeit plus Protektorat“, was genau dem oben dargelegten Vorschlag einer „konditionierten Unabhängigkeit“ entspricht. 603

602 Edita Tahiri: Nation Building in Kosova. Can the indefinite postponement of final status undermine the success? Zitiert nach Andreas Ernst, “Standards vor Status”, in: Südosteuropa, 2002 H. 7-9, S. 363

603 Independent International Commission on Kosovo, a.a.O. (Anm. 592)

Eine differenzierte Auseinandersetzung mit Steiners Doktrin führt die LDK-Parlamentarierin Edita Tahiri, die in den Jahren des "Parallellsystems" zeitweise als "Außenministerin" gewirkt hatte. Sie führt die wachsenden Spannungen und Blockaden zwischen den lokalen politischen Akteuren und den Vertretern der internationalen Gemeinschaft auf die ungelöste Statusfrage zurück. „Das kosovarische Schiff kann nicht vorwärts kommen, wenn ihm der Kompaß fehlt.“ 19 Solange die Albaner fürchteten und die Serben hofften, daß Kosovo eines Tages wieder zu Jugoslawien (bzw. dessen Nachfolgestaat) gehöre, blieben die Beziehungen zwischen den Volksgruppen und zwischen Kosovo und Serbien gestört.

[...]

20 Das Beispiel des UN-Protektorats Ost-Timors zeige aber einen Ausweg aus der Krise: schnelle Übergabe der Kompetenzen an die Regierung, die von einem internationalen Aufsichtsgremium („auditing body“) begleitet werde solle und Entlassung in die Unabhängigkeit. Daraus resultiert Tahiris Formel "Unabhängigkeit plus Protektorat", was in der Sache dem Vorschlag der Independent International Commission on Kosovo zugunsten einer "konditionierten Unabhängigkeit" entspricht.21


19 Tahiri, Edita: Nation Building in Kosova. Can the indefinite postponement of final status undermine the success? Ms. 2002, S. 16.

20 A.a.O. S. 9ff.

21 Vgl. Anm. 14

Anmerkungen

Fortgesetzte sinngemäße und wörtliche Übereinstimungen von vorheriger Seite. auf die Quelle wird nur im Zusammenhang mit den Äußerungen von Edita Tahiri verwiesen, siehe Fußnote 602.

Sichter
Guckar

[2.] Jkr/Fragment 283 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-03-31 14:22:58 Guckar
Altmann Reljic 2003, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 283, Zeilen: 13-27
Quelle: Altmann Reljic 2003
Seite(n): 2, Zeilen: li. Spalte: 17-32, 41-46
Während ursprünglich die Erfüllung Steiners Doktrin noch als unveränderbare Voraussetzung für die Aufnahme von Status-Gesprächen für das Kosovo gesehen wurde, ließ der UN-Sondergesandte bei einer Rede in Berlin am 12. November 2002 aufhorchen, als er die Unabhängigkeit des Kosovo ausdrücklich nicht mehr ausschloss. Er hatte in den zurückliegenden Monaten deutlicher als je zuvor eine Richtung für die weitere Politik des Westens im Kosovo festgelegt. So begegnete er den Forderungen der kosovo- albanischen Seite nach Unabhängigkeit mit der Zusage, UNMIK werde bis Ende 2003 alle Befugnisse mit Ausnahme des Minderheitenschutzes, der Sicherheit und der Außenpolitik auf die lokalen Institutionen übertragen haben.

Obwohl in Belgrad solche Erklärungen als Ausdruck der Bereitschaft der Staatengemeinschaft gewertet werden, stillschweigend die Grundlagen für die Unabhängigkeit des Kosovo zu schaffen, sind in jüngster Zeit auch von serbischer Seite Signale vernehmbar, wonach zumindest ein Teil der Verantwortlichen Bewegung in die festgefahrenen Fronten bringen möchten.

[Zeilen 17-32]

Steiner hatte in den letzten Monaten prononcierter als je zuvor eine Richtung für die weitere Politik des Westens im Kosovo festgelegt. So schloß er in seiner Ansprache an der Humboldt-Universität in Berlin am 12. November 2002 die Unabhängigkeit des Kosovo ausdrücklich nicht aus. In späteren Einlassungen begegnete er den immer dringlicher werdenden Forderungen der kosovo-albanischen Seite nach Unabhängigkeit mit dem Versprechen, die UN-Mission werde bis Jahresende alle Befugnisse mit Ausnahme des Minderheitenschutzes, der Sicherheit und der Außenpolitik auf die lokalen Institutionen übertragen.

[Zeilen 41-46]

In Belgrad wurden seine Erklärungen als Ausdruck der Bereitschaft der internationalen Staatengemeinschaft verstanden, allmählich und stillschweigend die Grundlagen für die Unabhängigkeit des Kosovo zu schaffen.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Die nicht übernommenen Halbsätze zu Beginn und am Ende des Fragments gehen nicht in die Zeienzählung ein.

Sichter
(Hindemith), Guckar

[3.] Jkr/Fragment 283 25 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-19 15:32:28 Guckar
Ernst 2002, Fragment, Gesichtet, Jkr, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 283, Zeilen: 25-36
Quelle: Ernst 2002
Seite(n): 364, Zeilen: 1-2, 26-35
Obwohl in Belgrad solche Erklärungen als Ausdruck der Bereitschaft der Staatengemeinschaft gewertet werden, stillschweigend die Grundlagen für die Unabhängigkeit des Kosovo zu schaffen, sind in jüngster Zeit auch von serbischer Seite Signale vernehmbar, wonach zumindest ein Teil der Verantwortlichen Bewegung in die festgefahrenen Fronten bringen möchten. Dabei dürfte nicht zuletzt der Wunsch der serbischen Regierung nach Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU eine Rolle spielen, dessen Erfüllung durch den ungeklärten Status Kosovos zumindest erschwert wird. Die Bereitschaft der kosovarischen Politiker, in einen Verhandlungsprozess einzutreten, wirkt hingegen ambivalent. Einerseits wird die baldige Entlassung in die Unabhängigkeit gefordert, andererseits wurden Direktverhandlungen mit Belgrad lange Zeit abgelehnt. Dabei scheint die tief verwurzelte Befürchtung, den serbischen Verhandlungspartnern aufgrund mangelnder politischer Versiertheit und Erfahrung unterlegen zu sein, eine nicht unerhebliche [Rolle zu spielen.] [Zeilen 1-2]

Auch aus Belgrad kommen in jüngster Zeit Signale, daß zumindest ein Teil der Verantwortlichen Bewegung in die festgefahrenen Fronten bringen möchten.

[Zeilen 26-35]

Ein weiterer Grund dürfte der Wunsch nach Verhandlungen über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU sein, der durch den ungeklärten Status Kosovos zumindest erschwert wird. Die Bereitschaft der kosovoalbanischen Elite, auf einen Verhandlungsprozeß einzutreten, wirkt derweil ambivalent. Einerseits wird die Entlassung in die Unabhängigkeit so schnell als möglich gefordert und als Voraussetzung für andauernden Frieden auf dem Balkan bezeichnet. Andererseits werden Direktverhandlungen mit Belgrad, selbst über vergleichsweise unpolitische praktische Fragen (Infrastruktur, Handel) abgelehnt. Dabei scheint der eingespielte psychologische Reflex, gegenüber Belgrad unterlegen zu sein, mit eine Rolle zu spielen.

Anmerkungen

Fortsetzung der sinngemäßen und wörtlichen Übereinstimmungen auf der Folgeseite. Erst dort findet sich im letzten Drittel der Seite wieder ein Verweis auf die Quelle. (Die ersten beiden Zeilen sind nur der Vollständigkeit halber dargestellt).

Sichter
Guckar


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20130419153332

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