Fandom

VroniPlag Wiki

Jkr/286

< Jkr

31.268Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion

von Jakob Kreidl

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Jkr/Fragment 286 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-01-17 20:11:05 Schumann
Fragment, Gesichtet, Jkr, Reiter 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 286, Zeilen: 1-30, 103-110
Quelle: Reiter 2003
Seite(n): 54, 55, 56, Zeilen: 54: 33-37; 55: 5-9, 18-32; 56: 1-9
[Der] kosovo-albanische Untergrundstaat vermochte sich einige Jahre zu halten, obwohl die ersten Ansätze einer eigenen Polizei und Armee 1993 von Serbien zerschlagen wurden. Das hatte schließlich die Bildung der Untergrundarmee UÇK zur Folge, die über Waffen und Munition aus den geplünderten Depots des von Unruhen erschütterten Albanien verfügte. Endgültig zugespitzt hat sich die Lage im Kosovo, als die serbische Polizei 1997 eine Studentendemonstration in Pristina gewaltsam auflöste. Die UÇK rief daraufhin ihren Befreiungskampf aus. Da der passive Widerstand keinen Erfolg erbracht hatte, sollte der bewaffnete Kampf den Forderungen Geltung verschaffen.608 Die UÇK erhielt zunehmend die Struktur einer Guerillabewegung, die sich schließlich zur Volksarmee der Albaner entwickelte und sich landesweit erbitterte Kämpfe mit den serbischen Sicherheits- und Streitkräften lieferte.609

Internationale Optionen für eine Konfliktlösung wurden erst nach dem Ausbruch der bewaffneten Kampfhandlungen entwickelt. Von Deutschland und Frankreich wurde Milošević erfolglos der Vorschlag unterbreitet, dem Kosovo einen Sonderstatus zu gewähren.610 In der Folgezeit wurde von Juli bis Oktober 1998 eine Großoffensive gegen die UÇK durchgeführt, bei der die serbische Polizei und Armee die Kontrolle über das Kosovo wieder zurückgewann und eine organisierte Massenvertreibung der albanischen Bevölkerung einleitete. Aufgrund der Androhung der NATO von Luftschlägen gegen die BR Jugoslawien im Oktober 1998 kam es zu einem vorübergehenden Rückzug der serbischen Streitkräfte aus dem Kosovo und zur Stationierung von OSZEBeobachtem. Schon kurze Zeit danach begannen jedoch emeut schwere Kämpfe zwischen der UÇK und der serbischen Armee, die dazu führten, dass serbische Polizei- und Armeeeinheiten wieder verstärkt wurden. Die daraufhin im Februar 1999 in Rambouillet bei Paris begonnenen Friedensverhandlungen, welche auf eine umfassende Autonomie für das Kosovo, die Entwaffnung der UÇK und die Stationierung von NATO-Truppen abzielten, scheiterten schließlich, worauf die NATO am 24. März 1999 mit Luftoperationen gegen die BR Jugoslawien begann. 611


608 Predrag Jurekovic: Die politische Dimension des Krieges im Kosovo und in der Bundesrepublik Jugoslawien: Konfliktentwicklung, politische Initiativen der Staatengemeinschaft, Auswirkungen auf das Umfeld, in: Erich Reiter (Hg.): Der Krieg um das Kosovo 1998/99, Mainz 2000, S. 44

609 Walter Feichtinger: Die militärstrategische und operative Entwicklung im Konfliktverlauf, in: Erich Reiter (Hg.): Der Krieg um das Kosovo 1998/99, Mainz 2000, S. 97

610 Predrag Jurekovic: Zur Neuordnung des südslawischen Raumes, in: österreichische Militärische Zeitschrift, 2/1998, S. 177

611 Jurekovic, Die politische Dimension des Krieges, a.a.O. (Anm. 608), S. 54 ff.

[Seite 54, Zeilen 33-37]

Der albanische Untergrundstaat vermochte sich einige Jahre zu halten, obwohl die ersten Ansätze einer eigenen Polizei und Armee 1993 von Serbien zerschlagen werden konnten. Das führte zur Bildung einer Untergrund-Befreiungsarmee (UÇK), die seit 1997 über Waffen und Munition aus den geplünderten Depots des von Unruhen heimgesuchten Albaniens verfügte.

[Seite 55, Zeilen 5-9]

Die Lage im Kosovo spitzte sich zu, nachdem die serbische Polizei 1997 eine Studentendemonstration in Pristina gewaltsam aufgelöst hatte. Die UÇK proklamierte ihren Befreiungskampf und schaffte so genannte »befreite Gebiete«. Da der passive Widerstand nicht erfolgreich gewesen war, sollte der bewaffnete Kampf die Forderungen und Interessen des Kosovo unterstützen.15

[Seite 55, Zeilen 18-32]

Seit Anfang 1998 erhielt die UÇK immer mehr die Struktur einer Guerillabewegung, die sich aufgrund der Unterstützung breiter Bevölkerungsgruppen sukzessive zur Volksarmee der Albaner entwickelte.16

Westliche Konfliktlösungsoptionen wurden erst nach dem Ausbruch bewaffneter Kampfhandlungen entwickelt. Von Deutschland und Frankreich wurde Milošević der Vorschlag unterbreitet, dem Kosovo ein Sonderstatut zu gewähren. 17 Es wurde von Serbien abgelehnt und als Einmischung in die inneren Angelegenheiten betrachtet. Dafür wurde von Juli bis Oktober 1998 eine Großoffensive gegen die U£K durchgeführt, bei der die serbische Polizei und Armee die Kontrolle über das Kosovo wieder zurückgewannen; etwa 300 000 Flüchtlinge waren ein Ergebnis dieser Aktion.18

Von nun an gab es ein ernster gemeintes westliches Krisenmanagement: Aufgrund der Androhungen der NATO von Luftschlägen gegen Jugoslawien im Oktober 1998 kam es zu einem weitgehenden Rückzug der serbischen Streit-

[Seite 56, Zeilen 1-9]

kräfte aus dem Kosovo und zur vorübergehenden Stationierung von 2000 unbewaffneten OSZE-Beobachtem. Da die Kämpfe zwischen der UÇK und der serbischen Armee dennoch an Schärfe Zunahmen, wurden die Polizei- und Armeeeinheiten wieder verstärkt. Es ist bekannt, dass die im Februar 1999 beginnenden Verhandlungen in Rambouillet bei Paris mit dem Ziel einer umfassenden Autonomie für das Kosovo und der Entwaffnung der UÇK sowie der Stationierung von NATO-Truppen - aus welchen Gründen auch immer19 - letztlich gescheitert sind und daraufhin der Luftkrieg der NATO gegen Jugoslawien am 24. März 1999 begann.20


15 Vgl. Predrag Jurekovic: Die politische Dimension des Krieges im Kosovo und in der BR Jugoslawien: Konfliktentwicklung, politische Initiativen der Staatengemeinschaft, Auswirkungen auf das Umfeld. In: Erich Reiter (Hg.): Der Krieg um das Kosovo 1998/99. Mainz 2000, S. 44.

16 Vgl. Walter Feichtinger: Die militärstrategische und operative Entwicklung im Konfliktverlauf. In: Erich Reiter (Hg.): Der Krieg um das Kosovo 1998/99. Mainz 2000, S. 97. Predrag Jurekovic: Die politische Dimension des Krieges, S. 42.

17 Vgl. Predrag Jurekovic: Zur Neuordnung des südslawischen Raumes. In: Österreichische Militärische Zeitschrift, 2/1998, S. 177.

18 Vgl. Predrag Jurekovic: Die politische Dimension des Krieges, S. 48 f.

19 [...]

20 Vgl. Predrag Jurekovic: Die politische Dimension des Krieges, S. 54 ff.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), Guckar


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20130405163010

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki