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Jkr/Dublette/Fragment 129 102

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 21-25, 102-116
Quelle: Naumann 2003
Seite(n): 15-16, Zeilen: 0
Es hätte also nicht zwangsläufig zu der Luftoperation kommen müssen 268, wenn es gelungen wäre, Milošević durch diplomatische und politische Bemühungen und alle denkbaren Formen von Druck bis hin zur militärischen Drohung, zum Einlenken zu bringen.

268 Krisenreaktion bedeutet stets, zu einem Zustand zurückzukehren, in dem ein Eingreifen und die Anwendung militärischer Gewalt überflüssig sind. Der Ablauf der Krisenreaktion kann grundsätzlich als ein Prozess gesehen werden, der in vier Phasen abläuft: Phase 1: Sie beginnt nach dem Scheitern der Krisenprävention und besteht aus politischen und diplomatischen Bemühungen, den Gegenspieler durch alle denkbaren Formen von Druck zum Einlenken zu bewegen. Phase 2: Weitere Maßnahmen werden eingeleitet, sobald offensichtlich ist, dass durch Druck allein das Ziel nicht zu erreichen ist. Sie beginnen oftmals mit deutlichen Androhungen militärischen Eingreifens und an ihrem Ende steht ein militärisches Eingreifen, das jedoch unter der Schwelle des Krieges gehalten wird. Phase 3: Sie hat das Ziel, das Einlenken des Gegenspielers durch weitgehende Zerschlagung seines Machtpotenzials zu erzwingen. Selbst diese Phase darf nicht mit Krieg gleichgesetzt werden, denn ihr Ziel ist nicht die dauernde Inbesitznahmen [sic] eines gegnerischen Staates oder seine Besetzung, nicht einmal die völlige Zerschlagung seines militärischen Potenzials ist vorgesehen. Phase 4: Diese Phase ist die schwierigste und die häufig am längsten dauernde. Ihr Ziel ist die Wiederherstellung selbsttragender Stabilität durch Wiederaufbau, Wiederbelebung der Wirtschaft und Wiederherstellung staatlicher Ordnung. An ihrem Ende steht der Abzug aller fremden Kräfte. Vgl. ebenda, S. 859-860

[Seite 15]

Der Ablauf der Krisenreaktion kann grundsätzlich als ein Prozess gesehen werden, der in vier Phasen abläuft. Phase Eins, im Englischen „diplomacy backed by threats“ genannt, beginnt nach dem Scheitern der Krisenprävention und besteht im Allgemeinen

[Seite 16]

aus politischen und diplomatischen Bemühungen, den Gegenspieler durch alle denkbaren Formen von Druck bis hin zur Drohung zum Einlenken zu bringen. Phase Zwei wird eingeleitet, sobald offensichtlich ist, dass durch Druck allein das Ziel nicht zu erreichen ist. Im englischen Sprachgebrauch wird sie „diplomacy backed by force“ genannt. Sie beginnt oftmals mit deutlich unterstrichenen Androhungen militärischen Eingreifens und an ihrem Ende steht, sofern alle Bemühungen um eine friedliche Lösung scheitern, militärisches Eingreifen, das unterhalb der Schwelle eines Krieges gehalten wird, aber das Ziel hat, den Gegenspieler zum Einlenken zu zwingen. Phase Drei, „force backed by diplomacy“, hat das Ziel, das Einlenken des Gegenspielers durch weitgehende Zerschlagung seines Machtpotenzials zu erzwingen. Selbst diese Phase darf nicht mit Krieg gleichgesetzt werden, denn ihr Ziel ist nicht die dauernde Inbesitznahme eines gegnerischen Staates oder seine Besetzung, ja noch nicht einmal die völlige Zerschlagung seines militärischen Potenzials. Dieser schwersten Phase der Krisenreaktion folgt Phase Vier, die schwierigste und die häufig am längsten dauernde. Im Englischen könnte man sie “diplomacy backed by reconstruction“ nennen. Ihr Ziel ist die Wiederherstellung selbsttragender Stabilität durch Wiederaufbau, Wiederbelebung der Wirtschaft und Wiederherstellung staatlicher Ordnung. An ihrem Ende steht der Abzug aller fremden Kräfte von dem Gebiet, in dem die Intervention stattfand.

Anmerkungen

Die o.g. Quelle stimmt nicht mit der vom Verfasser genannten Quelle überein, deren Autor ebenfalls Klaus Naumann ist. Der Text ist ebenfalls in Jkr/Fragment 129 01 enthalten, dort der Quelle Naumann 2001 zugeordnet. Daher ist das Fragment hier auf "keine Wertung" gesetzt.

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