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Jkr/Dublette/Fragment 282 24

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 282, Zeilen: 24-32
Quelle: NZZ 2003a
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Die kosovarischen Politiker kritisieren dieses Konzept, nachdem es ihrer Meinung nach nur dem Ziel diene, die Unabhängigkeit hinauszuschieben oder letztlich zu verhindern. Ihres Erachtens sind die Standards nicht zu erreichen, wenn nicht mittels der Unabhängigkeit die entsprechenden Kompetenzen zugestanden werden. Präsident Rugova hat in einer Kritik zu Steiners Doktrin gar festgestellt, dass, wenn die Statusfrage nicht bald gelöst sein werde, die albanische Frage insgesamt neu gestellt werden müsse. Mit anderen Worten: Ohne Kosovos Eigenstaatlichkeit müsse die Zusammenführung aller albanisch besiedelten Gebiete wieder erwogen werden. Viele kosovarische Politiker führen die wachsenden Spannungen und Blockaden zwischen den lokalen politischen Akteuren und den UNMIK-Vertretern auf die ungelöste Statusfrage zurück. Die LDK-Abgeordnete Edita Tahiri ist der Meinung, dass „das kosovarische Schiff nicht vorwärts kommen kann, wenn ihm der Kompass fehlt.“ Solange die Albaner [fürchteten und die Serben hofften, dass Kosovo eines Tages wieder zu Serbien und Montenegro gehöre, blieben die Beziehungen zwischen den Volksgruppen und zwischen Kosovo und Serbien gestört.] 602

602 Edita Tahiri: Nation Building in Kosova. Can the indefinite postponement of final status undermine the success? Zitiert nach Andreas Emst, “Standards vor Status”, in: Südosteuropa, 2002 H. 7-9, S. 363

Ein wesentliches Motiv für die Beschleunigung dieses Prozesses ist weniger Belgrads Vorstoss als die kontinuierliche Verschlechterung des Verhältnisses zwischen Unmik und den kosovo-albanischen Politikern. Diese lehnen Steiners Doktrin recht unverhohlen ab. Zwei Einwände sind immer wieder zu hören. «Standards vor Status» diene dem Ziel, die Unabhängigkeit auf ein fernes, unbestimmtes Datum zu verlegen oder ganz zu verunmöglichen. Und: Die Erreichung der Standards sei gar nicht möglich ohne den Status der Unabhängigkeit. Die Qualität der Gegenargumente zu Steiners «Mantra» variieren stark. Eher plump argumentiert Präsident Rugova, der im Gespräch feststellt, wenn die Statusfrage nicht bald gelöst werde, müsse die albanische Frage neu gestellt werden. Mit andern [sic!] Worten: Ohne Kosovos Eigenstaatlichkeit werde die Zusammenführung aller albanisch besiedelten Gebiete («Grossalbanien») wieder aktuell.

[...]

Eine differenzierte Auseinandersetzung mit Steiners Doktrin führt die Parlamentarierin des Demokratischen Bundes Kosovos, Edita Tahiri, die in den Jahren des «Parallelsystems» zeitweise als «Aussenministerin» gewirkt hatte. Sie führt die wachsenden Spannungen und Blockaden zwischen den lokalen politischen Akteuren und den Vertretern der internationalen Gemeinschaft auf die ungelöste Statusfrage zurück. «Das kosovarische Schiff kann nicht vorwärts kommen, wenn ihm der Kompass fehlt.» Solange die Albaner befürchteten und die Serben hofften, dass Kosovo eines Tages wieder zu Serbien gehöre, blieben die Beziehungen zwischen den Volksgruppen und zwischen Pristina und Belgrad gestört.

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Kennzeichnung eines Zitats. Ein Quellenverweis ist nicht vorhanden.

Fortsetzung auf der Folgeseite.

Sichter
Guckar

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