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Jkr/Fragment 030 02

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 2-6, 9-14, 19-28, 101-111
Quelle: Meyer Schlotter 2000
Seite(n): 50, 51, 60, Zeilen: 50: 6-9, 51:9-14, 60:24-32
Zentrale Zielvorstellung des Konzepts war und ist die Absicht, das Gewaltpotential in der Region dadurch auszutrocknen, dass allen Staaten langfristig die Mitgliedschaft in der EU und in der NATO angeboten wird. Die BR Jugoslawien bzw. nunmehr der Staatenbund Serbien und Montenegro ist dabei ausdrücklich miteinbezogen.36 [...] Übergangsphasen zur Demokratie sind keineswegs lineare Prozesse ohne Rückfälle. Sie sind oft von Gewalt geprägt, nach innen und nach außen. Um die sich behindernden Prozesse in den Griff zu bekommen und um jene Kräfte zu fördern, die bereit sind, sich auf demokratische Spielregeln einzulassen, kann das Engagement von dritten Parteien hilfreich sein, wenn diese glaubwürdig und überzeugend auftreten.37

[...] Angesichts der fehlenden Traditionen demokratischer Verhaltensweisen, der geringen Einübung in Prozesse der Kompromissbildung und der stark nach Familienclans organisierten Gesellschaft stehen die Chancenfür [sic!] einen Aufbau einer demokratischen Regierungsform im Kosovo nicht besonders günstig.38 Wie anhand verschiedener Beispiele verdeutlicht wird, gibt es erste behutsame Ansätze zur Schaffung von Strukturen für einen gesellschaftlichen Pluralismus. Dazu gehört, möglichst bald eine geordnete, selbstverwaltete Gesellschaft und ein westliches Rechtssystem aufzubauen, damit das Kosovo in der Lage ist, die wirtschaftliche Aufbauhilfe abzurufen, und ausländische Investoren bereit sind, sich finanziell zu engagieren.


36 Im ursprünglichen Konzept des deutschen Außenministeriums wurde besonders auf die Grenz- und Minderheitenfragen verwiesen: „Eine der wesentlichsten Aufgaben der internationalen Staatengemeinschaft in der Region besteht darin, die zugespitzte Entscheidungssituation zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und dem Erhalt der Einheit multi-ethischer [sic!] Staaten zu entschärfen. Dabei gilt es, den Grundsatz der Unverletzlichkeit der Grenzen zu wahren.“ (Anm. 35)

37 Siehe dazu Barbara Walter, Designing Transitions from Civil War. Demobilization, Democratization and Commitments to Peace, in: International Security, Nr. 1, 1999, S. 127-155

38 Manfred Eisele, Nicht weniger als ein Jahrhundert-Auftrag. Was die Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen für das Kosovo leisten soll, in: FAZ vom 29. August 1999, S. 8.

[Seite 50: 6-9]

Zentrale Zielvorstellung des Konzepts ist die Absicht, das Gewaltpotential in der Region dadurch auszutrocknen, dass allen Staaten langfristig die Mitgliedschaft in der Europäischen Union und in der NATO angeboten wird. Die Bundesrepublik Jugoslawien ist ausdrücklich miteinbezogen.146

[Seite 51: 9-14]

Übergangsphasen zur Demokratie sind keineswegs lineare Prozesse ohne Rückfälle. Sie sind oft von Gewalt geprägt, nach innen und nach außen. Um diese retardierenden Momente einzudämmen und jene Kräfte zu fördern, die bereit sind, sich auf demokratische Spielregeln einzulassen, kann das Engagement von dritten Parteien hilfreich sein, wenn diese glaubwürdig und überzeugend auftreten.148

[Seite 60:24-32]

Angesichts der fehlenden Traditionen demokratischer Verhaltensweisen, der geringen Einübung in Prozesse der Kompromissbildung und der stark klientelistisch und nach Familienclans organisierten Gesellschaft sind die Chancen für einen Aufbau einer demokratischen Regierungsform im Kosovo außerordentlich gering.161 Daher sollten erst einmal Strukturen geschaffen werden, die einen gesellschaftlichen Pluralismus ermöglichen.

Dazu gehört, möglichst bald eine legitime Verwaltung und ein westliches Rechtssystem zu installieren, damit das Kosovo in der Lage ist, die wirtschaftliche Aufbauhilfe abzurufen, und ausländische Investoren bereit sind, sich finanziell zu engagieren.


146 In dem ursprünglichen Bonner Konzept wurde besonders auf die Grenz- und Minderheitenfragen verwiesen: „Eine der wesentlichsten Aufgaben der internationalen Staatengemeinschaft in der Region besteht darin, die zugespitzte Entscheidungssituation zwischen dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und dem Erhalt der Einheit multi-ethnischer Staaten zu entschärfen. Dabei gilt es, den Grundsatz der Unverletzlichkeit der Grenzen zu wahren.” (ebenda)

148 Siehe hierzu Barbara F. Walter, Designing Transitions from Civil War. Demobilization, Democratization, and Commitments to Peace, in: International Security, Jg. 24, Nr. 1, Summer 1999, S. 127-155.

161 Manfred Eisele, Nicht weniger als ein Jahrhundert-Auftrag. Was die Übergangsverwaltung der Vereinten Nationen für das Kosovo leisten soll, in: FAZ vom 29. August 1999, S. 8.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt. Die Quelle wird samt Literaturverweisen ohne Kennzeichnung übernommen, wobei teilweise der Text aktualisiert und mit einordnenden Einschüben versehen wird.

Sichter
(Hindemith), Graf Isolan

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