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Jkr/Fragment 035 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 1-10
Quelle: Clewing 2000
Seite(n): 21, 22, 25, Zeilen: 21: 13-14, 17-25, 29-31; 22: 1-2; 25: 103-104
[Die Albaner vertreten die Auffassung, dass sie seit ihrer Besiedelung im Kosovo durchgehend die Mehrheit hatten, was nur deshalb nicht so leicht zu erkennen sei, weil sie im] Mittelalter von einer kleinen serbischen Oberschicht unterworfen gewesen seien. Die offizielle serbische Geschichtsauslegung dagegen bestreitet diese These von der illyrisch-albanischen Kontinuität. Nach serbischer Auffassung war das Kosovo im Mittelalter rein serbisch besiedelt gewesen, daran habe auch die Schlacht auf dem Amselfeld 1389 und die ab 1455 etablierte osmanische Herrschaft nichts geändert. Unbestritten ist für die serbische Seite, dass die Jahre 1690 bzw. 1737 eine große Wendemarke darstellen. Wegen der osmanischen Eroberungszüge gab es umfangreiche serbischen Fluchtbewegungen aus dem Kosovo nach Norden43, was den Albanern die Möglichkeit eröffnet habe, das entleerte Land zu besiedeln.

43 Vgl. Milutin Garašanin: Illyrians and Albaniens, in: Kosovo: Past and Present, Belgrad, Review of International Affairs, S. 33ff.

[Seite 21]

Die (kosovo-)albanische Auffassung ist in ihrer Grundstruktur einfach, da sie keinen Wandel zu erklären hat. Denn aus ihrer Perspektive sind die Albaner als Nachkommen der antiken Illyrer und des in der Region siedelnden illyrischen Stammes der Dardanen die gleichsam erbberechtigte Urbevölkerung in Kosovo, nicht die erst im Frühmittelalter zugewanderten Slawen. Seither hätten sie dort kontinuierlich die Mehrheit gestellt, was nur deshalb nicht so leicht zu erkennen sei, weil sie im Mittelalter von einer schmalen serbischen Oberschicht unterworfen bzw. sozio-kulturell überschichtet gewesen seien. Nach serbischer Auffassung dagegen war Kosovo als serbisches Kernland im Mittelalter rein oder doch praktisch rein serbisch besiedelt. Daran änderten auch die Schlacht auf dem Amselfeld 1389 und die nachfolgende (in Wirklichkeit erst ab 1455 endgültig und überall etablierte) osmanische Herrschaft noch lange nichts. [...] Einig ist sich die serbische Seite in der Sicht, 1690 bzw. 1737 sei ein großer Wendepunkt: Als Profiteure zweier großer serbischer Fluchtbewegungen nach Norden auf habsburgisches Gebiet seien da-

[Seite 22]

mals erstmals in nennenswerter Zahl Albaner in das teils verwaiste, teils mit Gewalt eingenommene Gebiet eingedrungen.

[Seite 25]


21 Vgl. etwa Milutin GARAŠANIN, Illyrians and Albanians, in: Kosovo. Past and present. Hg. Ranko PETKOVIĆ. Belgrade o.J. [1989], S. 33-38, S. 37f.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

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