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Jkr/Fragment 038 06

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 6-18
Quelle: Lange 1999
Seite(n): 10, Zeilen: 11-18, 21-27
Die Frage der albanischen Präsenz im Kosovo, [sic!] während und nach dem Zerfall des serbischen Großreichs, bis hin zur serbischen Auswanderung aus dem Kosovo Ende des 17. Jahrhunderts, wird wohl nie zufriedenstellend geklärt werden können: Dass es dort seit Urzeiten albanische Siedlungen gab, kann nicht bestritten werden, aber das Ausmaß der albanischen Besiedelung ist nicht rekonstruierbar. Einige Hinweise deuten allerdings darauf hin, dass die einwandernden Slawen auf eine indigene Bevölkerung stießen, mit der sie eng zusammenlebten oder sich auch vermischten. Es gibt außerdem in der albanischen Volkspoetik Hinweise darauf, dass Assimilation und Symbiose das Verhältnis zwischen Albanern und Serben prägten. Für große Teile des Balkans und auch für das Kosovo waren zur Zeit der osmanischen Herrschaft enge Verbindungen zwischen den Volkgruppen [sic!] wesentlich typischer als ethnische Animositäten und Verdrängungskampf. Die Frage der albanischen Präsenz im Kosovo vor, während und nach dem Zerfall des serbischen Großreiches, bis hin zur serbischen Massenauswanderung aus dem Kosovo Ende des 17. Jahrhunderts, wird wohl nie zufriedenstellend zu klären sein: Daß es dort seit Urzeiten albanische Siedlungen gab, kann nicht bestritten werden, aber das Ausmaß der albanischen Besiedlung ist nicht rekonstruierbar.

Einige Hinweise deuten allerdings darauf hin, daß die einwandernden Slawen auf eine indigene Bevölkerung stießen, mit der sie eng zusammenlebten oder sich auch vermischten: [...]

Es gibt außerdem in der albanischen Volkspoetik, insbesondere in den sogenannten "Kreshnikliedern"12, Hinweise darauf, daß Assimilation und Symbiose das Verhältnis zwischen Albanern und Serben bzw. Slawen prägten.13

Diese These bedarf einer Erweiterung: Für große Teile des Balkans und auch für den Kosovo waren zur Zeit der Osmanischen Herrschaft Assimilation und Symbiose zwischen den verschiedenen Volksgruppen wesentlich typischer als ethnische Animosität und Verdrängungskampf.


12 Die "Kreshniklieder" (alb.: Kanget e Kreshnikvet) handeln von den Heldentaten des Brüderpaares Mujo und Halil. Ähnliche Motive finden sich in der gesamten, vor allem aber auch in der serbischen Volksdichtung und dieser Umstand dürfte u.a. auf ein byzantinisches thematisches Substrat zurückzuführen sein.

13 Dazu vgl.: Lange, Klaus/Körner, Christine: Die Gesellschaft der Kreshniklieder, in: Festschrift für Joseph Valentini und Ernest Koliqi, München 1971.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Der erste Kommafehler in diesem Fragment durch Jkr entspricht einem korrekt gesetzten Komma der Vorlage.

Sichter
(Hindemith), Graf Isolan

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