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Jkr/Fragment 045 06

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 6-11, 14-18
Quelle: Clewing 2000
Seite(n): 53, Zeilen: 20-32
Vom offenen ethnischen Konflikt und Bürgerkrieg, wie er in anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawien herrschte, war das Kosovo dagegen vergleichsweise wenig betroffen. Dies lag daran, dass die serbische Bevölkerungsbasis für eine stärkere Präsenz serbischer Untergrundkämpfer, so genannter Tschetniks, zu schwach war. Außerdem konnten die jugoslawisch-kommunistisch gelenkten regionalen Partisanen, die sich in den nationalpolitischen Zielen letztlich entgegen ihrer zeitweiligen Forderung nach einem Recht des Kosovo auf Selbstbestimmung und auf fortbestehende Vereinigung mit Albanien den Vorgaben ihrer gesamtjugoslawischen Zentrale unterordnen mussten, schon wegen der mit ihnen verbundenen Aussicht auf Rückkehr der jugoslawischen Herrschaft kaum Rückhalt gewinnen.71 Eine gewaltlose Zeit war der Zweite Weltkrieg aber auch im Kosovo beileibe nicht, vor allem nicht ab 1943. Mit Blick auf die Serben spricht eine großzügige Schätzung von 7.000 Toten und 93.000 Vertriebenen.72

71 Vgl. Malcolm, Kosovo, a.a.O. (Anm. 42), S. 306f. (nationalalbanischer Widerstand) und Bernd J. Fischer, Albania at War, 1939-1945, London 1999, S. 237-240

72 Branislav Bozović/Vavicö Milorad, Rauhe Zeiten im Kosovo und in Metohija, Belgrad 1991, S. 400-402 und ebenda, S. 312f.

Zwar war Kosovo verglichen mit anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawien wenig betroffen vom Kampf gegen die Besatzer und vom internen ethnischen oder ideologischen Krieg: Für eine stärkere Präsenz serbischer Četniks war die serbische Bevölkerungsbasis zu schwach und die jugoslawisch-kommunistisch gelenkten Partisanen konnten schon wegen der mit ihnen verbundenen Aussicht auf die Rückkehr der jugoslawischen Herrschaft bei der Mehrheit kaum Rückhalt gewinnen121.

Aber auch in Kosovo war die Zeit des Zweiten Weltkriegs alles andere als gewaltfrei, vor allem, wie gesagt, nicht für die dortigen Serben. Von zwei patriotischen serbischen Wissenschaftlern festgehaltene Schätzungen der statistischen Folgen können dabei als Obergrenzen gelten: ca. 7.000 Tote und etwa 93.000 Vertriebene, wobei vor allem die erste Zahl deutlich zu hoch liegen dürfte. [...]122.


121 Vgl. MALCOLM, Kosovo, S. 297f.

122. Branislav BOŽOVIĆ/Milorad VAVIĆ, Surova vremena na Kosovu i u Metohiji. Kvizlinzi i Kolaboracija u Dru- gom svetskom ratu [Rauhe Zeiten in Kosovo und Metohija. Quislinge und Kollaboration im Zweiten Weltkrieg]. Beograd 1991, S. 400-402 (ihre genaueren Angaben ebd. zu Teilgebieten lassen die Zahl zu den Toten übertrieben scheinen); zum Weiteren vgl. Malcolm, a.a.O., S. 312 f.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme trotz inhaltlicher und zum Teil wörtlicher Übereinstimmung.

Sichter
(Graf Isolan), Guckar

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