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Jkr/Fragment 057 20

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: 20-26
Quelle: Reuter 2000d
Seite(n): 321, Zeilen: 26ff
Die EU und die USA haben diesen Staatsstreich stillschweigend sanktioniert, indem sie das Kosovo als einen international nicht handlungsfähigen Teil Serbiens behandelten. 105 So wurde das Kosovo-Problem nicht internationalisiert und nicht als Problem des Selbstbestimmungsrechts der Völker behandelt, obwohl es gute Gründe dafür gegeben hätte. Die internationale Gemeinschaft war nicht gewillt, den Kosovo-Albanern das Recht einzuräumen, das sie den Slowenen und [Kroaten bereitwillig zugestanden hatte: sich von Jugoslawien abzuspalten.]

105 Jens Reuter, Die Kosovo-Politik der internationalen Gemeinschaft in den neunziger Jahren, in: Der Kosovo-Konflikt, Hgg. Jens Reuter/Konrad Clewing, Klagenfurt u. a. 2000, S.321: Anfang 1992 haben westliche Diplomaten - hinter vorgehaltener Hand - diese Haltung wie folgt begründet: Man werde den Serben erhebliche Opfer in Kroatien und Bosnien zumuten müssen, daher sei es unmöglich, von ihnen auch noch den Verzicht auf Kosovo zu verlangen. Es gab zu dieser Zeit Gerüchte, der Westen habe einen regelrechten Deal mit Milošević geschlossen. Für sein Plazet zur Stationierung der Blauhelme in der Krajina habe der damalige serbische Präsident die Zusage erhalten, man werde das Kosovo-Problem nicht auf die internationale Tagesordnung setzen.

Die Europäische Gemeinschaft und die USA haben diesen Staatsstreich stillschweigend sanktioniert, indem sie Kosovo als einen international nicht handlungsfähigen Teil Serbiens behandelten. Anfang 1992 haben westliche Diplomaten - hinter vorgehaltener Hand - diese Haltung wie folgt begründet: Man werde den Serben erhebliche Opfer in Kroatien und auch in Bosnien zumuten müssen, daher sei es unmöglich, von ihnen auch noch den Verzicht auf Kosovo zu verlangen. Es gab zu dieser Zeit Gerüchte, der Westen habe einen regelrechten Deal mit Milošević geschlossen. Für sein Plazet zur Stationierung der Blauhelme in der Krajina habe der damalige serbische Präsident die Zusage erhalten, man werde das Kosovo-Problem nicht auf die internationale Tagesordnung setzen. So wurde die Kosovo-Frage nicht internationalisiert und nicht als Problem des Selbstbestimmungsrechts der Völker behandelt, obwohl es gute Gründe dafür gegeben hätte (vgl. dazu den vorliegenden Aufsatz von Georg Brunner über Völkerrecht und Selbstbestimmungsrecht in Kosovo). Doch die internationale Gemeinschaft war nicht bereit, den Kosovo-Albanern das Recht einzuräumen, das sie den Slowenen und Kroaten noch bereitwillig zugestanden hatte: sich von Jugoslawien abzuspalten.
Anmerkungen

Die Quelle ist zwar angegeben, der Leser muss aber annehmen, dass sich der Verweis auf den Text in der Fußnote bezieht, möglicherweise auch noch auf den Text vor der Fußnote, sicher aber nicht auf den Text nach der Fußnote.

Auch sind die wörtlichen Zitate nicht als solche gekennzeichnet.

Sichter
(Hindemith), JustusHaberer

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